Unternehmensrecht/Mergers & Acquisitions FOM

Den Master of Laws (LL.M.) in Unternehmensrecht/Mergers & Acquisitions kann man an der FOM Hochschule seit 2013 absolvieren. Er richtet sich an Wirtschaftsprüfer, Steuer- oder Unternehmensberater, Finanzexperten, Analysten, Investmentbanker, Unternehmensjuristen oder Anwälte. In diesem interdisziplinären Studiengang können sie ihre Kenntnisse in Jura, Steuerrecht, Bilanzierung und Wirtschaftswissenschaften vertiefen. Dadurch lassen sich später Businesspläne erstellen, Wettbewerb und Kapitalmärkte einschätzen und Fusionen aktiv begleiten.

Zwei bis drei Mal pro Monat und dann an drei Tagen in der Woche finden die Seminare statt: Freitags starten die Seminare um 16.30 Uhr und dauern bis 21.30 Uhr, samstags läuft der Unterricht von 8.30 Uhr bis 17 Uhr. Dazu kommt noch ein Tag unter der Woche, wobei die Kurse dann um 18 Uhr beginnen und um 21.15 Uhr enden. Wem Kenntnisse in Recht oder BWL fehlen, muss das vor Studienbeginn in Brückenkursen nachholen. Darüber hinaus kann dieses Wissen während des Studiums in kostenlosen Kompaktkursen immer wieder aufgefrischt werden. Dabei besteht auch die Möglichkeit, sich durch einen solchen Kurs die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens ins Gedächtnis zurückzurufen.

Im ersten Semester stehen zunächst die klassischen Managemententscheidungen auf dem Programm. Die Teilnehmer lernen solche Entschlüsse aus psychologischer und strategischer Sicht kennen. Auch die Grundlagen von Mergers & Acquisitions werden beleuchtet: Worauf kommt es beim Unternehmenskauf an? Welche speziellen Aspekte gibt es dabei arbeitsrechtlicher und gesellschaftlicher Art? Der große Bereich Finanzen beschließt das erste Semester: Es geht einerseits um Finanz- und Nachfolgemanagement, andererseits werden die Sonderformen der Finanzierung, das Rating und die Finanzierungspolitik behandelt.

Das zweite Semester befasst sich mit den Schlüsselkompetenzen der Teilnehmer: Sie bekommen ein Verhandlungs- und Moderationstraining und lernen kennen, was Corporate Social Responsibility ausmacht. Im Themenkomplex „Compliance und Kapitalmarktrecht“ werden Haftungsrisiken für Manager sowie öffentliches Wirtschaftsrecht oder Wirtschaftsstrafrecht thematisiert. Auch Insolvenzen werden nun analysiert: Wie lassen sich Krisen früh genug erkennen? Wie baut man ein vernünftiges Risikomanagement auf? Und wie saniert man Unternehmen durch einen Insolvenzplan oder andere Instrumente? Dabei erhalten die Studenten auch Einblicke in europäisches und internationales Insolvenzrecht sowie in die diesbezüglich relevanten Aspekte von Steuer- und Strafrecht.

Zu Beginn des dritten Studienabschnitts dominieren Bilanzierungsthemen. Zunächst werden den Teilnehmern die verschiedenen Formen und die Systematik der Bilanz vermittelt, dann folgt die Analyse von Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Natürlich stehen auch Kennzahlen sowie bilanzpolitische Spielräume und Instrumente auf dem Stundenplan. Zweiter wichtiger Bereich dieses Semesters ist die Steuerpolitik – bezogen auf Unternehmen. Es geht einerseits um Umsatz-, Erbschafts- und Schenkungssteuern, anderseits rücken Ertragssteuern, die bei Unternehmensgewinnen oder beim An- bzw. Verkauf fällig werden, in den Fokus.

In zweiten und vor allem im dritten Semester bearbeiten die Teilnehmer mehrere eigene Projekte zum Wettbewerbs- und Kartellrecht, zur Unternehmensbewertung- und zum Unternehmenskauf sowie zur Sanierung bzw. Restrukturierung von Unternehmen. Dabei geht es darum, die theoretischen Kenntnisse in den praktischen Projekten anzuwenden. In der Regel verfassen sie dazu eine Hausarbeit von 15 Seiten. Das vierte Semester gehört ganz der Masterarbeit, die nach Abgabe in einem 45-minütigen Colloquium mit Erst- und Zweitgutachter verteidigt wird. Um das passende Thema für die Masterarbeit zu finden, gibt es zuvor den Thesis Day. Dort entwickeln die Teilnehmer mithilfe der Professoren aus dem Studiengang Ideen für die Arbeit. Bevor sie die Masterarbeit schreiben, müssen die Studenten vorher noch ein Exposé erstellen.

Besonderheiten des Studiums

Die FOM bietet ein hohes Maß an Flexibilität, was den Studienort anbelangt. Das Studium ist an neun Orten in Deutschland möglich: Man kann sowohl in Augsburg, Berlin, Essen oder Frankfurt/Main als auch in Hamburg, Köln, München, Nürnberg oder Stuttgart studieren. Lange Anfahrten lassen sich so vermeiden. Zudem besteht auch die Möglichkeit, nach einem Semester an einen anderen Standort zu wechseln. Voraussetzung dafür ist, dass am neuen Standort der Studiengang zum selben Zeitpunkt gestartet ist.

Aufnahmeverfahren

Ablauf des Bewerbungsverfahrens

  • Der Interessent muss die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen: Er ist in einem Beruf tätig und hat dazu a) ein Erststudium abgeschlossen, bei dem 60 credit points einen wirtschaftswissenschaftlichen Hintergrund haben oder b) das erste juristische Staatsexamen oder c) einen Abschluss in Steuer- oder Wirtschaftsrecht oder d) einen akademischen Erstabschluss und anderthalb Jahre Berufserfahrung.
  • Der Bewerber füllt den Bewerbungsbogen aus (dabei gibt er auch den gewünschten Studienort an) und schickt ihn per Post an die Schule. Er legt einen Nachweis seiner aktuellen Berufstätigkeit, einen Lebenslauf, den Nachweis einer Hochschulzulassungsberechtigung, das Hochschulabschlusszeugnis, eine Exmatrikulationsbescheinigung der zuletzt besuchten Hochschule sowie die Nachweise rechts- und wirtschaftswissenschaftlicher Kenntnisse (wer diese nicht besitzt, kann sie sich vor Studienbeginn in Brückenkursen erwerben) bei.
  • Die Hochschule sendet die schriftliche Bestätigung, dass der Kandidat für den Studiengang zugelassen ist. Zudem bekommt er seine Matrikelnummer und die Zugangsdaten zum Online-Campus (mit separater Post).
  • Der aufgenommene Bewerber beginnt das Studium – in Köln im März, an den anderen Standorten im September.

Fazit

Der Studiengang ist ideal geeignet für Leute mit einem betriebswirtschaftlichen oder juristischen Erststudium, die daran gleich noch einen Master anschließen wollen: Denn er vereint beide Bereiche. Aber auch Berufseinsteiger mit anderen akademischen Hintergründen können nach anderthalb Jahren im Job den Studiengang wählen, um sich in den Bereich Unternehmensrecht, Bilanzierung und Steuerrecht zu vertiefen.

Das Programm ist recht flexibel, weil die Bewerber die Teilnehmer es an insgesamt neun Standorten absolvieren können. Außerdem können sie problemlos nach einem Semester an einen neuen Studienort zu wechseln. Das ist besonders attraktiv, wenn man beispielsweise jobbedingt seinen Wohnort wechselt oder aufgrund von mehrmonatigen beruflichen Projekten weit weg vom eigentlichen Studienort weilt.

Gespräch mit einem Teilnehmer des Studiengangs

  • Christoph Eller
    Begann den Master of Laws im September 2013

Warum haben Sie sich für den Master of Laws in „Unternehmensrecht, Mergers & Acquisitions“ an der FOM in Essen entschieden?

Schon in der Abschlussarbeit für den wirtschaftswissenschaftlichen Bachelor, den ich auch an derFOM in Essen gemacht habe, beschäftigte ich mich mit Mergers & Acquisitions. Es lag also nahe, auch den Master in diesem Bereich zu machen. Zugute kam mir dabei, dass der Studiengang vor einem Jahr umgestellt wurde. Davor war er sehr rechtslastig, was für mich nicht in Frage gekommen wäre. Jetzt bietet er eine gute Mischung aus Wirtschaft und Jura. Das war optimal für mich.

Wo arbeiten Sie heute?

Ich bin bei der Steag GmbH, einem großen Stromerzeuger, im Projektmanagement tätig.

Haben sich Ihre Erwartungen an Ihr Studium erfüllt? Gab es Überraschungen?

Ich kannte die FOM ja schon von meinem Bachelorstudium. Insofern wusste ich, was mich erwarten würde: Sehr gute Dozenten, die die Inhalte sehr praxisnah vermitteln. Durch die Umstellung des Studiengangs hatte ich auch eine gute Mischung aus juristischen und finanzwirtschaftlichen Themen erwartet. Das hat sich auch voll erfüllt.

Wie würden Sie die Studierenden an der Hochschule beschreiben?

Wir sind eine sehr kleine Gruppe von 18 Studenten, die alle zwischen Ende 20 und Ende 30 sind und einen rechts- oder wirtschaftswissenschaftlichen Hintergrund haben. Dieser Mix ist perfekt, weil jeder von jedem lernen kann. Zudem ist der Lerneffekt bei einer kleinen Gruppe größer.

Inwiefern kann Ihnen der Master für Ihre Karriere helfen?

Mein Ziel ist es, später im Bereich Mergers & Acquisitions zu arbeiten. Insofern hilft mir das Studium sehr, mein Wissen in diesem Gebiet zu erweitern und zu vertiefen.

Was sollten künftige Studierende über die Hochschule und Ihren Studiengang wissen?

Insgesamt setzt sich das Programm zu 60 Prozent aus rechtlichen Themen und zu 40 Prozent aus Finanzen und Steuern zusammen. Der Studiengang ist modular aufgebaut, wobei die einzelne Abschnitte wie z.B. das Insolvenzrecht oder der Unternehmenszukauf aufeinander aufbauen. Zusätzlich hilft das Studium aber auch dabei, Schlüsselqualifikationen wie Führungskompetenzen oder Moderationsfähigkeiten zu erwerben. Das Studium an der FOM ist perfekt organisiert. Man muss also nicht den Stundenplan selbst zusammenbasteln. Ich kann das Programm nur wärmstens empfehlen.

Wie sehr vereinnahmt einen das Studium?

Neben dem normalen Job ist das Studium schon sehr aufwendig. Ich habe meist mittwochs und freitags abends nach der Arbeit und samstags von 8.30 bis 17 Uhr Uni. Dazu kommt noch, dass die Seminare vor- und nachbereitet werden müssen. Das Programm vereinnahmt einen also schon sehr. Um alles zu schaffen, braucht man ein gutes Zeitmanagement.

Welchen Personen würden Sie das Programm empfehlen?

Der Studiengang ist bestens für Leute, die einen rechts- oder wirtschaftswissenschaftlichen Hintergrund haben und sich im Bereich Mergers & Acquisitions spezialisieren wollen, geeignet.

Interview mit einem Vertreter der Hochschule

  • Olaf Müller-Michaels
    Dekan für Wirtschaftsrecht an der FOM.
    Er hat den Studiengang „Unternehmensrecht, Mergers & Acquisitions“ mitentwickelt.

Was ist das Besondere am LL.M.-Studiengang „Unternehmensrecht, Mergers & Acquisitions“ an der FOM?

Eine wichtige Besonderheit ist die enge inhaltliche Verknüpfung von Jura und Wirtschaftswissenschaft. Dabei vermitteln wir interdisziplinäres Wissen und Know how – in dem hochwertigen, komplexen Bereich Mergers & Acquisitions. Hinzu kommt, dass die FOM seit ihrer Gründung darauf spezialisiert ist, berufsbegleitende Programme anzubieten. Seit über 15 Jahren haben wir Erfahrung darin, wie man Menschen didaktisch und zeitlich ein Studium neben dem Job ermöglicht. Beispielsweise finden bei uns die Vorlesungen abends und am Wochenende statt.

Für wen ist der Studiengang genau das Richtige?

Der Studiengang richtet sich in erster Linie an Juristen und Wirtschaftswissenschaftler. Es können aber auch Absolventen anderer Studiengänge teilnehmen. Allerdings müssen sie vor Studienbeginn zwei Brückenkurse in Wirtschaft und Recht machen. Das ist aber eher selten. Sehr interessant kann der Studiengang hingegen für Rechtsreferendare sein, da diese parallel zum Referendariat einen LLM mit einem interdisziplinären und praxisrelevanten Schwerpunkt erwerben können.

Was unterscheidet den LL.M. in „Unternehmensrecht, Mergers & Acquisitions“ von ähnlichen Studiengängen an anderen Instituten in Deutschland oder Europa?

Inhaltlich haben wir eine hohe Kompetenz im wirtschaftswissenschaftlichen und wirtschaftsrechtlichen Bereich durch die Verknüpfung von Berufspraxis und Forschung. Wir kooperieren sehr stark mit Unternehmen. Auch unsere Dozenten sind überwiegend in der Branche selbst tätig oder haben dort Erfahrung gesammelt. Unser Praxisbezug ist also ein ganz herausstechendes Merkmal. Dazu kommt die enge Verzahnung mit der Forschung über unsere Institute und KompetenzCentren, z.B. das Deutsche Institut für Portfoliostrategien (dips) und das KompetenzCentrum für Unternehmensführung & Corporate Governance (KCU). Organisatorisch hat die FOM eine lange Tradition mit berufsbegleitenden Studienprogrammen, für die wir sehr differenzierte und bewährte Modelle entwickelt haben.

Mit welchen Hochschulen konkurrieren Sie?

Es gibt im Bereich Mergers & Acquisitions nicht so viele Anbieter. Ich weiß nicht, ob man da von einer Konkurrenzsituation sprechen kann. Klar schauen wir, was die Frankfurt School oder die Uni Münster mit ihren ähnlichen Studiengängen machen. Ich sehe uns aber eher als eigenständigen Anbieter, weil wir einen ganz klaren Fokus auf Studierende haben, die das Programm berufsbegleitend absolvieren wollen.

Warum sollen sich die Studenten trotz der Konkurrenz ausgerechnet für den LL.M. in „Unternehmensrecht, Mergers & Acquisitions“ entscheiden?

Zu unserer langen Erfahrung mit berufsbegleitenden Studiengängen kommt hinzu, dass wir günstige Studiengebühren anbieten können, weil die FOM keine profitorientierte, sondern eine gemeinnützige Organisation ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass man als Student seinen Studienort während des Programms verlassen und an einem anderen FOM-Standort weitermachen kann. Wenn jemand beispielsweise beruflich von Hamburg nach München wechseln muss, kann er das Studium dort mit dem gleichen Curriculum fortsetzen.

Was erwarten Sie für die Zukunft des Studiengangs?

Der Studiengang ist erst im Sommersemester 2013 gestartet. Aktuell sehen wir also wenig Änderungsbedarf. Schließlich haben wir ihn nach den neuesten wissenschaftlichen und praktischen Erkenntnissen konzipiert. Natürlich werden wir das Programm aber durch das Feedback der Studenten in den Vorlesungen oder durch aktuelle Forschungsergebnisse regelmäßig inhaltlich und didaktisch anpassen.

Bezeichnung des Abschlusses

Master of Laws (LL.M.)

Regelstudienzeit in Monaten

Vier Semester; Semesterferien im August und Mitte bis Ende Februar

Vollzeit, Teilzeit oder beides möglich?

Teilzeit. 2 bis 3 Mal im Monat kommen die Studenten abends an einem Wochentag (18 bis 21.15 Uhr), freitags (16.30 bis 21.30 Uhr) und samstags (8.30 bis 17 Uhr) an den Campus in Augsburg, Berlin, Essen, Frankfurt/Main, Hamburg, Köln, München, Nürnberg oder Stuttgart.

Kosten des Studiums

9.480 Euro, die man in 24 Monatsraten à 395 Euro bezahlt. Dazu kommt zu Studienbeginn eine Einschreibgebühr von 1.580 Euro und zum Studienende eine Prüfungsgebühr von 350 Euro.

Formale Voraussetzungen für den Studiengang

  • aktuelle Berufstätigkeit

Dazu kommt entweder:

  • Akademischer Erstabschluss (Diplom, Magister, Bachelor, Staatsexamen), wobei man mindestens 60 Credit Points in einem wirtschaftswissenschaftlichen Bereich erzielt haben muss. Vor Studienbeginn muss man den Brückenkurs Recht absolvieren.

Oder:

  • Erstes juristisches Staatsexamen. Dann muss vor Studienbeginn der Brückenkurs BWL belegt werden

Oder:

  • Akademischer Erstabschluss und anderthalb Jahre Berufserfahrung: Vor dem Beginn des Studiums muss man die Brückenkurse BWL und Recht besuchen.

Oder

  • Akademischer Erstabschluss in Steuer- oder Wirtschaftsrecht

Welche technischen Voraussetzungen/Arbeitsmittel muss man mitbringen?

Keine besonderen EDV-Kenntnisse nötig

Welche Sprachen muss ein Bewerber können?

Deutsch

Akkreditierung

FIBAA

Wie viele Professoren, Mitarbeiter und Studenten gibt es?

160 Professoren bzw. Dozenten, ca. 100 aktuelle Studenten

Informationen per E-Mail anfordern:

Ihr Name*

Ihre Email-Adresse*

Ihre Telefonnummer (optional)

Ihre Nachricht

Sichere Datenübertragung mit SSL-Verschlüsselung