Wirtschaftsrecht & Restrukturierung Universität Münster

Für Rechts- und Wirtschaftswissenschaftler hat die JurGrad – School of Tax and Business Law an der Universität Münster den Master of Laws (LL.M.) in Wirtschaftsrecht & Restrukturierung im September 2009 eingerichtet. Ziel ist es, die Teilnehmer zu Führungskräften in den Bereichen Wirtschafts-, Insolvenz- und Steuerrecht zu machen. Dabei lernen die Studenten nicht nur wissenschaftlich fundiertes Fachwissen, sondern Dozenten aus der Berufspraxis zeigen ihnen auch, wie man dieses Know how konkret anwendet. Durchschnittlich sind die Studenten knapp 32 Jahre alt, wobei etwa zwei Drittel der Teilnehmer Männer sowie Juristen sind.

Einmal im Monat kommen die Teilnehmer von Donnerstag bis Samstag an den Kettelerschen Hof in Münster, um die insgesamt zehn Module zu besuchen. Die Teilnahme zu dieser monatlichen Veranstaltung ist optional. Die Reihenfolge der Module ist variabel und wird im jeweiligen Jahrgang festgelegt.
Nach einer Einführung in den Studiengang sowie in die Betriebswirtschaftslehre und das Wirtschaftsrecht wird im ersten Abschnitt die Besteuerung von Unternehmen behandelt: Die Vorlesung zeigt, wie dies in Deutschland von der Rechtsform des Unternehmens abhängig ist. Danach stehen Personengesellschaften wie GbRs, OHGs oder KGs auf dem Programm.

Das Modul 2 beschäftigt sich mit den Kapitalgesellschaften vom Typ GmbH. Hier erfahren die Teilnehmer, wie man eine solche GmbH gründet, finanziert und auflöst. Auch lernen sie die Rechten und Pflichten der Gesellschafter und die Kompetenzen der Geschäftsführer kennen. Modul 3 setzt den Überblick über die Kapitalgesellschaften fort und stellt Aktiengesellschaften (AGs) und Kommanditgesellschaften auf Aktien (KGaA) vor.

Die nächsten drei Module haben rechtliche Fragen zum Inhalt. So erhalten in Abschnitt 4 Einblicke in Internationales und Europäisches Gesellschaftsrecht sowie Vergaberecht. Ein wichtiges Thema sind auch Straftaten von Entscheidungsträgern oder im Interesse von Unternehmen, die im Seminar Wirtschaftsstrafrecht erörtert werden. Modul 5 beleuchtet die rechtlichen Fundamente innerhalb von Unternehmensgruppen, wobei auch Vor- und Nachteile einer Konzernbildung diskutiert werden. Auch die Grundlagen von Arbeits-, Kapitalmarkt- sowie Deutschem und Europäischem Kartellrecht werden jetzt vermittelt. Hinzu kommt noch eine Einführung ins Steuerrecht, auf der Modul 6 aufbaut. Denn dort werden verschiedene Steuerarten thematisiert. Die Teilnehmer sollen verstehen lernen, wie überhaupt ein Besteuerungsverfahren verläuft und aus welchen Einkunftsarten sich die Einkommenssteuer zusammensetzt. Auch erfahren sie, wie man Körperschaften (Gewerbesteuer) und Personengesellschaften besteuert und worauf es bei der Buchführung ankommt.

Modul 7 beginnt mit einem Einblick darüber, wie sich Unternehmen finanzieren können und welche Instrumente es dafür etwa neben Krediten noch gibt. Danach werden die Studenten mit den Grundlagen von Umsatzsteuer und internationalem Steuerrecht vertraut gemacht. In den beiden abschließenden Seminaren über die Rechnungslegung bei Konzernen und auf internationaler Ebene bringen die Dozenten den Teilnehmern bei, mit welchen Techniken man Unternehmen konsolidieren kann. Im Abschnitt 8 und 9 dominiert das Thema Insolvenz: Neben den Grundlagen des Insolvenzrechts lernen die Studenten auch das Anfechtungs- und das Insolvenzarbeitsrecht kennen. Zudem kommen Dritt- bzw. Sicherheitsrechte zur Sprache. Inwiefern ein Insolvenzplan ein geeignetes Sanierungsinstrument für ein zahlungsunfähiges Unternehmen ist, wird ebenfalls diskutiert. Das letzte Thema von Abschnitt 9 leitet bereits auf das letzte Modul über: Hier geht es um den Kauf und die Restrukturierung von Unternehmen. Nach einer Einführung in das materielle Umwandlungsrecht bzw. Unwandlungssteuerrecht beschäftigen sich die Teilnehmer dann im Abschlussmodul mit zivil- und steuerrechtlichen Fragen der Unternehmensnachfolge.

Bevor ein neues Modul startet, wird das Wissen über die Inhalte des vorangegangenen Abschnitts in einer dreistündigen Klausur abgeprüft. Dabei müssen einerseits Fragen beantwortet, andererseits kleinere Beispielfälle bearbeitet werden. Zudem verfassen die Teilnehmer ein Kurzgutachten, das sie zwei Wochen später abgeben. Nach den drei Semestern, in denen den Studenten die Inhalte vermittelt werden, steht die Masterarbeit an. In vier Monaten bearbeiten sie ein Problem aus dem Bereich „Wirtschaftsrecht & Restrukturierung“, wobei die Arbeit etwa 40 bis 50 Seiten umfassen sollte.

Besonderheiten des Studiums

Wenn die Studenten noch einen kostenlosen Zusatzkurs ablegen, erlernen sie die theoretischen Kenntnisse, die nötg sind, um den Titel „Fachanwälte für Handels- und Gesellschaftsrecht“ zu erlangen. Das praktische Know how, um ihre Mandanten fachlich optimal beraten zu können, erwerben die Teilnehmer im Rahmen ihres Berufsleben.

Aufnahmeverfahren

Das Studium beginnt im September. Die genauen Termine des jeweiligen Jahren sehen Sie in der Terminübersicht. Eine rechtzeitige Bewerbung ermöglicht einen Frühbucherrabatt in Höhe von 1.800 Euro.

Ablauf

  • Voraussetzung für die Zulassung zum Studiengang ist ein erfolgreich abgeschlossenes rechts- oder wirtschaftswissenschaftliches Hochschulstudium mit den Abschlüssen:   Staatsexamen oder Diplom-, Bachelor- oder Masterabschluss (unter den besten 50 % aller Absolventen) an einer Hochschule mit mindestens 240 ECTS-Punkten. Bis zu 60 ECTS-Punkte können aufgrund beruflicher Qualifikationsleistungen angerechnet werden.
  • Die ersten 30 Kandidaten, die die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen, werden aufgenommen. Für die übrigen 10 Plätze beginnt ein Bewerbungsverfahren.

Fazit

Seit mehr als zehn Jahren bietet die JurGrad – School of Tax and Business Law nun schon verschiedene Master-of-Laws-Programme an. Derzeit hat man die Auswahl zwischen acht Studiengängen. Studenten profitieren deshalb von der großen Erfahrung und dem variablen Angebot an der Schule.

Im „Wirtschaftsrecht & Restrukturierung“-Programm werden die Teilnehmer von insgesamt 65 Dozenten unterrichtet, wobei nicht nur Universitätsprofessoren aus der Theorie referieren, sondern auch beispielsweise Anwälte aus Steuerrechtskanzleien sehr tiefe Einblicke in die Berufspraxis geben können. Diese große Anzahl der Dozenten und deren praktische wie theoretische Expertise kommen den Studenten zugute.

Mit einem kostenlosen Zusatzseminar können die Teilnehmer zudem die Grundlagen für den Titel „Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht“ erwerben. Das ist auch insofern von Vorteil, als ein Fachanwalt für eine hohe Beratungsqualität steht. Das kann potenzielle Mandanten von der Qualifikation des Absolventen des LL.M.-Studiengangs an der JurGrad – School of Tax and Business Law überzeugen.

Interview mit einem Teilnehmer des Studiengangs

  • Clemens Weber
    Begann den Master of Laws im September 2012

Warum haben Sie sich für den Master of Laws in Wirtschaftsrecht & Restrukturierung an der Universität Münster entschieden?

Ich arbeite bei der Commerzbank im Bereich Unternehmensrestrukturierung. Neben betriebswirtschaftlichen Fragen muss ich mich dabei immer auch mit vielen rechtlichen Themen beschäftigten. Als Betriebswirt suchte ich deshalb nach einer Möglichkeit, das juristische Know how für meinen Job zu vertiefen und auszubauen. Der Studiengang „Wirtschaftsrecht & Restrukturierung“ war dafür ideal geeignet. Denn inhaltlich beschäftigt er sich mit Gesellschafts- und Insolvenzrecht – also genau den Fragen, mit denen ich in meinem Job ständig konfrontiert bin. Auch der Aufbau des Studiengangs kam mir entgegen. Denn einmal im Monat donnerstags und freitags nach Münster zu kommen, konnte ich mit meiner Firma und meinem Vorgesetzten sehr gut abstimmen.

Wo arbeiten Sie heute?

Ich bin Senior Intensive Care Officer bei der Commerzbank. Gemeinsam mit Kunden und Unternehmensberatern suchen wir nach Lösungen, wie man drohende Krisen in Unternehmen vermeiden und ausfallgefährdete Unternehmen sanieren kann.

Haben sich Ihre Erwartungen an Ihr Studium erfüllt? Gab es Überraschungen?

Ich hatte erwartet, das allgemeine juristische Wissen, das ich für meinen Job brauche, aufbauen – und das abgerundet mit dem Titel Master of Laws. Diese Erwartung hat sich voll erfüllt. Inhaltlich hätte ich mir sogar noch einen stärkeren Schwerpunkt auf Restrukturierung gewünscht, aber der Studiengang hat ja insgesamt einen etwas breiteren Fokus. Überrascht hat mich die hohe Praxisrelevanz der Themen. Man kann das Gelernte wirklich 1 zu 1 anwenden. Erstaunlich fand ich auch, wie dicht die Dozenten an den Themen dran sind. Das gilt nicht nur für Dozenten, die in Kanzleien arbeiten und somit direkt aus der Praxis kommen, sondern auch für die Professoren selbst. Das hat mich positiv überrascht.

Wie würden Sie die Studierenden an der Hochschule beschreiben?

Wir sind eine bunte Mischung aus Juristen und Ökonomen. Die Teilnehmer kommen aus vollkommen unterschiedlichen Bereichen. Es gibt Banker, Unternehmensberater, Wirtschaftsprüfer, Syndikusanwälte, Geschäftsführer von Unternehmen, selbständige Rechtsanwälte und Versicherungsmitarbeiter. Jeder hat einen anderen Blickwinkel, wovon alle Teilnehmer profitierten.

Inwiefern kann Ihnen der Master für Ihre Karriere helfen?

Für mich ist er auf jeden Fall hilfreich, weil ich mein juristisches Wissen vertiefen kann. Ich bin fachlich versierter geworden und bewege mich jetzt schon in Verhandlungen deutlich sicherer, was die rechtlichen Themen betrifft. In Verbindung mit dem Master-Titel fördert dies dann wiederum die weitere berufliche Entwicklung.

Was sollten künftige Studierende über die Hochschule und Ihren Studiengang wissen?

Es muss einem klar sein, dass das Programm in der Freizeit stattfindet. Also sollte man sich seine Zeit so einteilen, dass auch die Familie damit einverstanden ist. Insgesamt bekommt man durch das Programm juristisches Know how im Bereich von Gesellschafts- und Restrukturierungsrecht auf akademischem Niveau. Der Studiengang ist durchdacht strukturiert, auch die Betreuung ist sehr gut. Man wird mit vielen qualitativ guten Unterlagen und Skripten versorgt und hat jederzeit die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Wie sehr vereinnahmt einen das Studium?

Es nimmt schon ordentlich Zeit in Anspruch. In den anderthalb Jahren muss man privat ein bisschen kürzer treten. Insofern muss definitiv die Bereitschaft da sein, Zeit zu investieren. Denn man sollte davon ausgehen, dass man etwas mehr als die gleiche Zeit, die man ohnehin in Münster ist, darüber hinaus noch mal für das Lernen zuhause braucht – gerade wenn man mit juristischen Themen vorher noch nicht so viel zu tun hatte. Das Programm fordert einen schon, aber wir reden auch von einem Master-Studiengang.

Welchen Personen würden Sie das Programm empfehlen?

Ich würde es Leuten empfehlen, die auf der Suche nach einer juristischen Spezialisierung sind. Aber auch Menschen, die Interesse haben, tiefer in so eine Materie einzudringen und sich auf akademischem Niveau damit auseinander zu setzen. Denn beispielsweise sind ein Kurzgutachten und die Masterarbeit zu verfassen. Wer sich darauf einlassen kann, ist in Münster sehr gut aufgehoben.

Interview mit einer Alumna des Studiengangs

  • Stephanie Wünnemann
    Sie hat den Masterstudiengang von September 2009 bis Mai 2011 absolviert

Warum haben Sie sich für den Master of Laws in Wirtschaftsrecht & Restrukturierung an der Universität Münster entschieden?

Im Wesentlichen waren es zwei Gründe, warum ich mich für das Programm entschieden habe: Zum einen hatte ich selbst an der Uni Münster Jura studiert und kannte daher das dortige Weiterbildungsprogramm. Zum anderen stellte der Master of Laws in Wirtschaftsrecht für mich ein gutes Angebot zur Spezialisierung dar.

Wo arbeiten Sie heute?

Ich bin Syndikusanwältin bei der Hengst SE & Co Kg. Das ist ein Familienunternehmen im Automotivesektor mit rund 3000 Mitarbeitern weltweit.

Haben sich Ihre Erwartungen an Ihr Studium erfüllt? Gab es Überraschungen?

Ich hatte erwartet, fachliche und praxisrelevante Kenntnisse in diesem Spezialgebiet zu erhalten. Das hat sich erfüllt. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass die BWL-Anteile noch ausgeprägter gewesen wären. Denn davon hätte ich in meinem Job profitieren können. Aber juristisch betrachtet hat mir der Studiengang alles gegeben, was ich brauchte. Auch war er sehr praxisorientiert, was ein normales Jurastudium überhaupt nicht ist.

Wie würden Sie die Studierenden an der Hochschule beschreiben?

Ein Großteil hatte einen juristischen Hintergrund. Es gab Rechtsanwälte, Referendare oder Unternehmensjuristen. Dazu kamen in unserem Jahrgang relativ wenige BWLer, die meist aus der Beratung kamen und sich erst in die juristischen Inhalte einarbeiten mussten.

Inwiefern kann Ihnen der Master für Ihre Karriere helfen?

Bei mir hat er definitiv schon geholfen. Vorher arbeitete ich in einer Wirtschaftskanzlei, heute in der Industrie. Beim Jobwechsel habe ich von meinem Master profitiert. Denn bei den meisten Arbeitgebern ist so ein Titel sehr interessant, weil man dadurch zeigt, dass man in den entsprechenden Themenbereichen sehr gut aufgestellt ist.

Inwiefern haben Sie noch Kontakt zu Kommilitonen, Dozenten oder zur Alumni-Organisation?

Ich bin Mitglied des Vereins Alumni Wirtschaftsrecht e.V., den wir damals nach unserem Abschluss gegründet haben. Mindestens einmal im Jahr wird ein Treffen organisiert, das sowohl fachliche als auch „gesellige“ Inhalte bietet. Viel Kontakt habe ich noch zu meinen ehemaligen Kommilitonen, da man sich an den Wochenenden in Münster doch sehr gut kennen gelernt hat.

Was sollten künftige Studierende über die Hochschule und Ihren Studiengang wissen?

Der Studiengang ist sehr auf das Arbeitsleben von Berufstätigen abgestimmt, indem an möglichst wenigen Terminen sehr viel Stoff behandelt wird und die Klausuren nicht an Extra-Terminen stattfinden. Man reist etwa alle vier Wochen an, was man mit dem entsprechenden Vorlauf gut im Arbeitsalltag unterbringen kann. Ansonsten muss man nicht viel selbst organisieren. Mir hat gefallen, dass man die Teilnehmer gut kennen lernen und sich ein Netzwerk aufbauen kann. Auch die Dozenten waren toll, weil viele aus der Berufspraxis kamen, wovon man sehr profitieren konnte, weil man das gelernte Wissen sofort praktisch anwenden konnte.

Wie sehr vereinnahmt einen das Studium?

Es vereinnahmt schon sehr. Vor allem für die Prüfungsvorbereitung investiert man sehr viel Freizeit. Natürlich hilft es sehr, wenn man das Modul besucht hat. Aber das entbindet einen nicht von dem Eigenaufwand, den man zuhause mit dem Lernen hat. Mindestens zwei ganze Wochenenden waren vor den Klausuren zum Lernen geblockt.

Welchen Personen würden Sie das Programm empfehlen?

Auf jeden Fall Juristen, die in Unternehmen arbeiten und in vielen Bereichen des Wirtschafts-, Steuer- und Insolvenzrechts einen Überblick haben müssen. Durch den Studiengang können sie dieses Spezialwissen bekommen. Das Programm ist aber auch für BWLer, die in ihrem Job mit juristischen Inhalten konfrontiert sind, interessant.

Interview mit einem Vertreter der Hochschule

  • Joachim Englisch
    Studiengangsleiter des LL.M. in Wirtschaftsrecht & Restrukturierung

Was ist das Besondere am LL.M.-Studiengang Wirtschaftsrecht & Restrukturierung an der Universität Münster?

Erstens bieten wir den Teilnehmern einen akademischen Studiengang mit einer praxisorientierten Ausrichtung. Zweitens sind unsere Dozenten renommierte Experten auf ihrem Gebiet: Hochschullehrer, Richter von Ober- und Bundesgerichten oder anerkannte Berater lehren bei uns. Drittens vernetzen wir mehrere Rechtsgebiete. Denn normalerweise werden in Studiengängen Teilaspekte wie Gesellschafts- und Insolvenzrecht isoliert betrachtet, in der Praxis greifen sie aber ineinander.

Für wen ist der Studiengang genau das Richtige?

Der Studiengang richtet sich an Juristen und Ökonomen. Unsere Teilnehmer sind meist Berufseinsteiger, die sich im Bereich Wirtschafts- oder Insolvenzrecht oder in einem Schnittstellenbereich zwischen beiden Themenfeldern weiterentwickeln wollen. Aber auch Teilnehmer mit fortgeschrittener Berufserfahrung können ihre Expertise in diesem Bereich vertiefen.

Was unterscheidet den LL.M. in Wirtschaftsrecht & Restrukturierung von ähnlichen Studiengängen an anderen Instituten in Deutschland oder Europa?

Inhaltlich haben wir ein Alleinstellungsmerkmal, weil wir eine umfassende Kombination aus in der Praxis ineinander greifenden Rechtsbereichen anbieten: Gesellschaftsrecht, Wirtschaftsrecht, Insolvenzrecht, Steuerrecht. Eine solche Kombination findet man auf dem LL.M.-Markt sonst nicht.

Zudem bieten wir einen guten Mix der Dozenten aus Hochschullehrern und Berufspraktikern. Hinzu kommt, dass wir unseren Studiengang interdisziplinär ausgerichtet haben: Beispielsweise fließen in den Bereichen Unternehmenskauf oder internationale Rechnungslegung durchaus betriebswirtschaftliche Themen ein. Überhaupt haben die wirtschaftswissenschaftliche und die juristische Fakultät das Programm gemeinsam eingerichtet. Es handelt sich also um einen LL.M.-Studiengang, der von den Ökonomen mitgetragen wird. So werden der betriebswirtschaftliche Bezug und die Praxisnähe auch in diesem Bereich gesichert.

Mit welchen Hochschulen konkurrieren sie denn?

So wie unser Studiengang konzipiert ist, findet man kein anderes Programm in Deutschland. Insgesamt gibt es auch wenige Konkurrenten, die Studiengänge im Bereich Restrukturierung anbieten. Am ehesten noch die Universität Heidelberg.

Warum sollen sich die Studenten trotz der Konkurrenz ausgerechnet für den LL.M. Wirtschaftsrecht & Restrukturierung entscheiden?

Letztendlich soll der Studiengang ja ein Karrierebaustein sein. Bei uns profitieren die Studenten vom exzellenten Ruf der Universität Münster. Wir sind regelmäßig in den deutschlandweiten Rankings auf den vordersten Plätzen zu finden.

Es ist auch nicht zu unterschätzen, dass wir sehr renommierte Dozenten haben, die dann auch die Masterarbeit betreuen. Studenten können darauf verweisen, bei ihnen ihre Abschlussarbeit geschrieben zu haben. Ein weiterer Punkt, der für uns spricht, ist die sehr professionelle Organisation des Studiengangs durch die JurGrad gGmbH. Sie ist über zehn Jahre am Markt tätig. Auf einen dementsprechend reichhaltigen Erfahrungsschatz kann sie bei der Organisation von LL.M.-Studiengängen zurückgreifen.

Ein letzter Aspekt ist noch wichtig: Mit unseren Inhalten bieten wir unseren Teilnehmern die theoretischen Voraussetzungen, den Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht zu machen.

Was erwarten Sie für die Zukunft des Studiengangs?

Wir wollen in den nächsten fünf Jahren verstärkt E-Learning-Elemente einbauen, um den Teilnehmern noch mehr Flexibilität zu ermöglichen. Wenn sie beispielsweise beruflich stark eingespannt sind, könnten sie sich einen gewissen Teil der Kurse von ihrem Heimatort per Livestream oder zeitversetzt ansehen. Wir werden in Zukunft auch noch mehr auf Querschnittsthemen setzen, indem wir die Inhalte noch stärker miteinander vernetzen. Drittens wollen wir den Alumniverein ausbauen, damit sich der Netzwerkgedanke noch stärker ausbreiten kann.

Bezeichnung des Abschlusses

Master of Laws (LL.M.)

Regelstudienzeit in Monaten

19 Monate (drei Semester) plus vier Monate für die Masterarbeit

Vollzeit, Teilzeit oder beides möglich?

Teilzeit. Einmal im Monat kommen die Studenten (optional) von donnerstags bis samstags an den Kettelerschen Hof in Münster. Hinzu kommt eine Einführungswoche zu Studienbeginn.

Kosten des Studiums

12.600 Euro, die in drei Raten (vor Studienbeginn am 31. August; Mitten im Studium am 31. März; gegen Studienende am 30. September) zu je 4.200 Euro zu zahlen sind. Wer sich bis zum 1. Juli anmeldet, profitiert vom Frühbucherrabatt: Dann kostet das Studium nur 10.800 Euro (in drei Raten von je 3.600 Euro).

Formale Voraussetzungen für den Studiengang

Voraussetzung für die Zulassung zum Studiengang ist ein erfolgreich abgeschlossenes rechts- oder wirtschaftswissenschaftliches Hochschulstudium mit den Abschlüssen: 
Staatsexamen oder Diplom-, Bachelor- oder Masterabschluss (unter den besten 50 % aller Absolventen) an einer Hochschule mit mindestens 240 ECTS-Punkten.
Bis zu 60 ECTS-Punkte können aufgrund beruflicher Qualifikationsleistungen angerechnet werden.

Welche technischen Voraussetzungen/Arbeitsmittel muss man mitbringen?

Keine besonderen EDV-Kenntnisse nötig

Welche Sprachen muss ein Bewerber können?

Deutsch

Akkreditierung

Agentur für Qualitätssicherung durch Akkreditierung von Studiengängen (AQAS)

Wie viele Professoren, Mitarbeiter und Studenten gibt es?

65 Professoren und Dozenten; 3 Mitarbeiter pro Studiengang im Master-Team; 40 aktuelle Teilnehmer pro Jahrgang, 116 Absolventen

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