Der MBA Media Management an der Hamburg Media School (HMS)

Dieser auf zwei Jahre ausgelegte Vollzeitstudiengang an der Hamburg Media School (HMS) richtet sich an Hochschulabsolventen mit ersten Praxiserfahrungen. Der MBA ist speziell auf die Medienbranche zugeschnitten. Er zeichnet sich durch einen starken Praxisbezug der Studieninhalte aus, aber auch durch enge Kooperationen mit großen Verlagen und Medienunternehmen. Studierende sollen mit dem MBA Media Management auf eine Fach- oder Führungsposition in einem Medienunternehmen vorbereitet werden.

Das Programm ist in sechs Trimester gegliedert. Das Curriculum besteht aus drei großen Themenblöcken: Veranstaltungen des Bereichs „Business Administration & Management Skills“ vermitteln betriebswirtschaftliche Grundlagen wie strategische Planung, Organisation, Personalführung sowie Marketing und Mediaforschung. Diese Themen sind speziell auf die Praxis in Medienunternehmen zugeschnitten. Auch Soft Skills wie Team-Arbeit, Verhandlungsführung und Projektmanagement werden in diesem Modul gelehrt.

Im Rahmen des Themenblocks „Media Business & Production“ gibt es eine Einführung in die ökonomischen Grundlagen und Spezifika von Medienmärkten, Medienunternehmen und Medienprodukten. Praktische Beispiele verdeutlichen die Strukturen und Mechanismen der Medienbranche. Das Verständnis dafür bildet die Grundlage für spätere Handlungen und Entscheidungen im Job.

Die Seminare des Themenkomplex „Context & Values“ beschäftigen sich zu einem großen Teil mit juristischen Fragestellungen, die den Arbeitsalltag in der Medienbranche berühren. Dazu gehören Urheberrecht, Gesellschafts- und Wettbewerbsrecht, aber auch Presse-, Medien- und Rundfunkrecht. Es geht zudem um Inhalte aus der Medien- und Kommunikationswissenschaft, zum Beispiel um Genre- und Formatkunde.

Im ersten, insgesamt theorielastigeren Studienjahr werden die Grundlagen für die Themenbereiche Business Administration & Management Skills, Media Business & Production und Context & Values gelegt. Das Jahr schließt mit einem Praxisprojekt ab. Drei Monate absolvieren die Studierenden Praktika bei internationalen und nationalen Medienunternehmen innerhalb ihres Praxisprojekts. Entsprechende Kontakte entstehen unter anderem im Netzwerk der HMS: Als Public Private Partnership unterstützen große Verlage und Medienunternehmer die Schule. Kooperationen gibt es zum Beispiel mit Gruner & Jahr, dem Zeit-Verlag, Google Germany, Cinegate oder dem Axel Springer Verlag.

Das zweite Studienjahr dient dazu, in Seminaren das Wissen zu vertiefen. Zudem arbeiten die Studierenden in Teams an Praxisprojekten. Dabei geht es um Lösungsvorschläge für Probleme und Fragen aus dem Arbeitsalltag der Unternehmen. Dabei wird die Medienpraxis der Bereiche online, TV oder Print berücksichtigt. Das Studium endet mit einer Master-Arbeit. Zumeist kooperieren die Studierenden dabei mit einem Unternehmen. Dank der Zusammenarbeit mit der Universität Hamburg und der staatlichen Anerkennung können Absolventen des MBA Media Management im Anschluss auch promovieren.

Neben dem Lehrplan bietet die HMS zahlreiche Zusatzveranstaltungen an. So können sich die Studierenden coachen lassen und in persönlichen Beratungsgesprächen zum Beispiel Bewerbungsgespräche vorbereiten. Koryphäen der Medienlandschaft halten Gastvorträge oder sprechen in Kleingruppen mit den Studenten. Viele Dozenten der HMS kommen aus der Praxis und können ihr Fachgebiet dadurch anschaulich vermitteln.

Besonderheiten des Studiums

Im Gegensatz zu einem klassischen MBA ist dieser Studiengang speziell auf die Medienbranche zugeschnitten. Durch die zahlreichen Praxiseinheiten werden die Studierenden auf den Arbeitsalltag vorbereitet. Sie haben zudem die Gelegenheit, ein tragfähiges Netzwerk aufzubauen, zum einen zu Kommilitonen und Alumni, zum anderen zu den unterschiedlichen Unternehmen. Auch die Master-Arbeit schreiben sie in einer Medienfirma. Da die Projekte unterschiedlichste Aspekte berühren, helfen sie bei der späteren Berufswahl. Der Studienabschluss ermächtigt zur Promotion.

Ablauf des Bewerbungsverfahrens

Der schriftlichen Bewerbung folgt ein Auswahlverfahren im Assessment-Center mit Wissensabfrage und persönlichem Gespräch. Offizieller Bewerbungsschluss ist der 15. Juli. Es gibt ein Early-Admission-Verfahren mit Bewerbungsschluss am 15. Februar. Studienstart ist im Oktober. Wer sich auf die Prüfungen vorbereiten will, kann in der letzten Septemberwoche an sogenannten Jump-Start-Kursen teilnehmen, in denen Mathematik- und Excel-Kenntnisse aufgefrischt werden.

Fazit

Der Studiengang eignet sich für alle, die im Medienbereich arbeiten möchten und sich ein Studium mit einem starken Praxisbezug wünschen. Networking hat einen großen Stellenwert. Die geknüpften Kontakte können bei der Suche nach einem Job und auch später im Berufsleben von Vorteil sein.

Wer sich noch nicht sicher ist, ob er später tatsächlich in der Medienbranche arbeiten will, sollte eher einen klassischen MBA in Betracht ziehen, um breitere betriebswirtschaftliche Kenntnisse zu erlangen. Auch wenn die HMS mit der Universität Hamburg kooperiert, steht die Forschung im Hintergrund. Der Studiengang ist eher verschult und lässt sich in dieser Hinsicht nicht mit einem Studium an einer staatlichen Universität vergleichen.

Interview mit einer Absolventin des Studiengangs

  • Katrin Voges
    Publishing Manager für Digitale Medien
    Gruner & Jahr Corporate Publishing

Warum haben Sie sich für den MBA Medienmanagement an der HMS entschieden?

Ich habe vor dem MBA meinen Bachelor in Holland gemacht und dann in einer Hamburger Agentur in der Mediaplanung gearbeitet. Nach einigen Jahren wollte ich mich beruflich verändern und auf Verlagsseite arbeiten. Allerdings fehlte mir dafür das Management-Wissen. Über die HMS hatte ich viel Gutes gehört. Unter anderem hatten zwei meiner Agenturkollegen den Studiengang Medienmanagement absolviert.

Was mich gereizt hat, waren auf der einen Seite die guten Kontakte, die man dort knüpfen kann. Auf der anderen Seite schreckte es mich aber ab, nach Jahren der Berufstätigkeit wieder die Schulbank zu drücken und von den Eltern abhängig zu sein. Denn man muss ja nicht nur die Studiengebühren, sondern auch die Lebenshaltungskosten in Hamburg bezahlen. Die Entscheidung fiel mir deshalb nicht ganz leicht. Im Nachhinein war sie aber absolut richtig.

Welche anderen Institute kamen für Sie in die engere Wahl?

Von der Steinbeis-Hochschule in Berlin hatte ich auch Gutes gehört. Dort kann man den MBA auch berufsbegleitend machen. Allerdings bin ich nie hingefahren, um sie mir anzugucken. Auch Hannover bietet interessante Master-Studiengänge an. Aber letztlich machte das Angebot der HMS für mich am meisten Sinn.

Was ist das Besondere am Studium an der HMS?

Es ist das Gesamtpaket: Man ist als Student in ein tolles Netzwerk eingebunden. Die Studieninhalte sind sehr praxisnah. Es sind aber auch Kleinigkeiten wie Coaching-Coupons, mit denen man sich bei Fragen bei der Bewerbung beispielsweise an einen Coach wenden kann. Außerdem ist das Alumninetzwerk sehr eng. Man kennt eigentlich fast aus jedem Jahrgang jemanden und diese Kontakte helfen einem auch später im Berufsleben. Durch mein Stipendium von Gruner & Jahr hatte ich auch die Gelegenheit, dort mein Praktikum zu machen oder meine Master-Arbeit zu schreiben.

Aber auch zu anderen Unternehmen und Verlagen hat die Schule enge Beziehungen. Man trifft sehr interessante Persönlichkeiten aus der Medienbranche im kleinen Rahmen, zum Beispiel bei Veranstaltungen wie den „Kamingesprächen“ oder dem „Business Lunch“. Sehr gut gefallen haben mir auch die Praxisprojekte, weil ich dabei mit Themen in Berührung kam, die ich aus dem Arbeitsalltag noch nicht kannte, zum Beispiel mit einer Marketing-Kampagne für einen TV-Sender.

Wie würden Sie Ihre Kommilitonen beschreiben?

Bei uns im Kurs hatten drei bis vier Leute bereits Berufserfahrung. Der Rest hatte vorher studiert. Das harmonierte aber trotz des Altersunterschieds gut. Etwa 40 bis 50 Prozent sind für das Studium nach Hamburg gezogen. Ein Teil hat einen geisteswissenschaftlichen, ein anderer einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund. Wir sind in den zwei Jahren eng zusammengewachsen und haben uns gut kennengelernt.

Was sollten Interessierte unbedingt über das Studium wissen?

Man sollte sich nicht von den Studiengebühren abschrecken lassen. Ich habe mir lange Gedanken gemacht, ob ich mir das Studium leisten kann und ob es sich lohnt. Jetzt weiß ich, dass es sich auszahlt und dass es eine sehr intensive Zeit ist. Wenn man den MBA wirklich machen will, dann findet sich fast immer auch ein Weg, ihn zu finanzieren, sei es über ein Stipendium oder verschiedene Finanzierungsmodelle.

Wem würden Sie zu dem Studium raten, wem eher nicht?

Das Studium eignet sich für alle, die im Medienbereich arbeiten wollen. Man muss eine gewisse Begeisterung mitbringen und sich klarmachen, dass man während des Studiums auch einige Opfer bringen muss. Sonst schafft man das Pensum nicht. Der Studiengang ist stark verschult und somit nicht vergleichbar mit dem Studium an einer staatlichen Uni.

Wie hat sich der MBA auf Ihre Karriere ausgewirkt?

Ich habe während des Studiums ein dreimonatiges Praktikum in der Abteilung gemacht, in der ich jetzt arbeite. Erst war es etwas komisch, nach Jahren im Beruf wieder Praktikantin zu sein, aber es hat sich gelohnt. Das gilt auch für viele Kommilitonen. Schon während des Studiums kamen immer wieder Personaler von Unternehmen wie dem Axel Springer Verlag oder Bertelsmann an die Schule, um Karrieremöglichkeiten aufzuzeigen. Durch denMBA fühle ich mich sicherer in dem, was ich tue. Wenn ich eine neue Aufgabe angehe, kann ich auf meinen kleinen Handwerkskoffer mit dem Wissen aus dem Studium zurückgreifen.

Interview mit einem Studierenden der HMS

  • Daniel Dittmann
    Assistent der Geschäftsführung
    ZEIT Verlag

Warum haben Sie sich für den MBA Medienmanagement entschieden?

Weil der Studiengang für mich das Ticket in die Medienwelt war. Vorher habe ich Wirtschaftsinformatik studiert. Mir war klar, dass ich für einen Job in der Medienbranche mehr fachliches Wissen benötige. Der MBA wertet darüber hinaus meinen Lebenslauf und meine Qualifikation auf. Für mich kam auch keine andere Schule infrage.

Was ist das Besondere am MBA-Programm der HMS?

Erstens finde ich toll, dass es so praxisorientiert ist. Zweitens kann man sich ein großes Netzwerk aufbauen. Das zweite Studienjahr besteht zu 70 Prozent aus Praxisprojekten, aus denen sich Job-Möglichkeiten oder Master-Arbeiten ergeben können. Die HMS gibt es zwar erst seit zehn Jahren. Trotzdem ist das Alumninetzwerk ein kleiner, feiner Kreis an Leuten aus allen Bereichen der Medienbranche, die sich sehr mit der Hochschule identifizieren. Man hilft sich untereinander und so ist das Netzwerk unheimlich tragfähig.

Wie würden Sie Ihre Kommilitonen beschreiben?

Als bunt gemischt. Mit mir haben Leute aus allen denkbaren Bereichen studiert, vom Pädagogen bis zum BWLer. Die jüngsten waren 22 oder 23 Jahre alt, die ältesten um die 30. In meinem Kurs waren größtenteils Deutsche, aber auch eine Kolumbianerin. Viele hatten bereits Berufserfahrung in ganz unterschiedlichen Bereichen der Medienbranche. Auch das war sehr interessant und bereichernd.

Was sollten Interessierte unbedingt über das Studium wissen?

Weil das Studium einen Haufen Geld kostet, sollte man wissen, was man will. Es lohnt sich vor allem, wenn man tatsächlich in der Medienbranche oder angrenzenden Bereichen wie dem Marketing arbeiten will. Es ist nichts für beispielsweise eine Banker-Laufbahn. Um mit dem MBA etwas zu erreichen, muss man allerdings auch einiges investieren, und zwar nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Anstrengung, weil das Studium sehr intensiv ist.

Hat Ihnen der MBA bei Ihrer Karriere geholfen?

Ganz massiv. Ohne das Studium hätte ich weder meinen Job noch den Einstieg in die Medienbranche gefunden. Wahrscheinlich würde ich sonst weiterhin als Wirtschaftsinformatiker arbeiten. Vieles, was ich im Studium gelernt habe, kann ich in meinem Arbeitsalltag direkt anwenden.

Abschluss

Master of Business Administration (MBA) in Media Management

Staatliche Anerkennung und Akkreditierung

Der MBA in Media Management ist durch die Kooperation mit der Universität Hamburg staatlich anerkannt und berechtigt zur Promotion. Der Studiengang ist zudem durch die Agentur ACQUIN akkreditiert.

Regelstudienzeit in Monaten und Bewerbungsfristen

24 Monate Regelstudienzeit, Studienstart im Oktober eines jeden Jahres, Bewerbungsschluss ist der 15. Juli eines jeden Jahres.

Vollzeit, Teilzeit oder beides möglich?

Vollzeit. Die HMS bietet aber auch einen berufsbegleitenden Executive MBA Medienmanagement an.

Kosten des Studiums

Das Studium kostet 25.000 Euro. Darin enthalten sind sämtliche Immatrikulationskosten für die Universität Hamburg und Unterrichtsmaterialien. Bücher können in der Bibliothek geliehen und müssen nicht extra angeschafft werden. Hinzu kommen die Lebenshaltungskosten in Hamburg und ggf. Reise- und Lebenshaltungskosten für Auslandspraktika. Stipendien, individuelle Finanzierungsmodelle und Ratenzahlungen sind möglich.

Formale Voraussetzungen für den Studiengang

  • allgemeine Hochschulreife und ein abgeschlossenes Erststudium an einer staatlich anerkannten Universität oder Fachhochschule
  • gute Deutschkenntnisse
  • erfolgreiche Teilnahme am Auswahlverfahren, bestehend aus der schriftlichen Bewerbung und einem Assessment-Center

Welche technischen Voraussetzungen oder Arbeitsmittel muss man mitbringen?

Studierende sollten über einen eigenen PC oder Mac mit Internet-Zugang und eine persönliche E-Mail-Adresse verfügen. Zudem sind Textverarbeitungssoftware sowie ein Programm zur Erstellung von Präsentationen notwendig.

Welche Sprachen muss ein Bewerber können?

Wenn Bewerber aus dem Ausland kommen oder weniger als fünf Jahre in Deutschland leben, müssen sie nachweisen, dass ihre Deutschkenntnisse ausreichend sind. Es ist mindestens das Ergebnis der zentralen Mittelstufenprüfung erforderlich, wünschenswert ist das Ergebnis der zentralen Oberstufenprüfung.

Wie viele Professoren, Mitarbeiter und Studenten gibt es?

Im Fulltime-MBA gibt es ca. 25 Studierende pro Jahrgang.

Partneruniversitäten

  • Bond University, Robina, Australien
  • Jönköping International Business School, Jönköping, Schweden
  • Latvian Academy of Culture, Riga, Lettland
  • London School of Economics and Political Science, London, Großbritannien
  • Rajiv Gandhi Indian Institute of Management, Nongthymmai, Shillong, Meghalaya, Indien
  • Shanghai Jiao Tong University, School of Media & Design, Shanghai, China
  • University of Copenhagen, Kopenhagen, Dänemark
Claudia Beck
Büro für Studienorganisation

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