MBA Sustainability Management an der Leuphana Universität Lüneburg

Der MBA Sustainability Management an der Leuphana Universität Lüneburg wurde 2003 eingerichtet – als weltweit erstes Programm mit einem solchen Schwerpunkt. Das Programm wird vom Centre for Sustainability Management (CSM) an der Leuphana durchgeführt. Der Studiengang will Menschen ansprechen, die die Wirtschaft und die Gesellschaft nachhaltiger machen und sich in ihrem Unternehmen zu einer Führungspersönlichkeit in den Bereichen Sustainability und Corporate Social Responsibility weiterentwickeln möchten.

Das Programm ist eine Mischung aus Fernstudium und gelegentlichen Präsenzphasen. Dabei folgt die Leuphana dem Blended-Learning-Konzept: Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen eignen sich über eine Online-Lernplattform mit E-Tutorials, aber auch mithilfe von gedruckten Lernbriefen und in Präsenzmodulen die Studieninhalte an. Je nach Auswahl der Module ist man zudem bei acht bis zwölf Veranstaltungen am Campus in Lüneburg anwesend. Dazu gehören auch eine mehrtätige Einführungsveranstaltung und der Abschlussworkshop. Ein Praxisworkshop, der bei einem Unternehmen stattfindet, kommt noch hinzu. In der Vergangenheit waren die Studierenden bereits bei der Deutschen Bahn, IKEA oder Bionade zu Gast.

Wer einen Master-, Magister- oder Diplomabschluss hat, muss für die benötigten 60 Credit Points vier Fachmodule, drei überfachliche Module sowie zwei Wahlmodule absolvieren. Teilnehmer und Teilnehmerinnen mit Bachelor brauchen für ihren MBA 90 ECTS und müssen deshalb noch vier zusätzliche Wahlmodule sowie ein Transfer-Nachhaltigkeitsprojekt machen. Bei beiden MBA-Varianten steht am Ende die Masterarbeit. Teilnehmer, die noch keine wirtschaftswissenschaftliche Kenntnisse haben, eignen sich diese vor Beginn des eigentlichen Studiums in einem zweitätigen Kurs an.

Inhaltlich lernen die Teilnehmer/innen im ersten Fachmodul die Grundlagen nachhaltiger Entwicklung und des Managements kennen und erhalten eine Einführung in das Nachhaltigkeitsmanagement. Zudem beschäftigen sie sich mit Finanzierung, Investition und betrieblichen Wertschöpfungsprozessen. Im nächsten Fachseminar stehen marktorientiertes, kooperatives und interessenpolitisches   Nachhaltigkeitsmanagement sowie seine Standards, Normen, Konzepte und Instrumente auf dem Stundenplan. In Abschnitt drei werden Markt- und Staatsversagen, Nachhaltigkeitsökonomie, Risk und Sustainability Governance sowie europäisches und deutsches Umweltrecht thematisiert. Fachmodul vier vermittelt u.a. strategisches Management und nachhaltige Unternehmensentwicklung sowie Nachhaltigkeitscontrolling und Nachhaltigkeitsmanagement in kleineren und mittleren Betrieben. In einem Unternehmen werden im Abschlussworkshop konkrete Fragestellungen durch das erlernte Wissen praktisch gelöst.

Wichtiger Teil des Programms sind auch die überfachlichen Pflichtmodule. Im Seminar Person & Interaktion trainieren die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ihre Sozialkompetenzen: Sie lernen, wie man Konflikte löst, Inhalte rhetorisch und fachlich gut präsentiert, Entscheidungen trifft und sich selbst managet. Das Modul Organisation & Veränderung hat Qualitäts- und Personalmanagement zum Inhalt. Zudem erfahren die Studierenden, wie man Teams und Verhandlungen führt sowie Projekte erfolgreich betreut. Das dritte überfachliche Modul steht unter dem Motto Gesellschaft & Verantwortung. Hier werden Ethik und Werte sowie Change Management vermittelt. Die Teilnehmer trainieren aber auch ihre Führungskompetenzen und lernen, Verantwortung zu übernehmen.

Je nachdem, welchen Erstabschluss der Teilnehmer/innen gemacht hat, wählt er aus neun Möglichkeiten zwei bzw. sechs Wahlmodule aus. Die neun Alternativen kommen aus den Bereichen Nachhaltigkeitsmarketing, Entrepreneurship & Innovation, Accounting & Nachhaltigkeitsmessung oder Corporate Social Responsiblity.

Besonderheiten des Studiums

Das Studium ist sehr flexibel: Sowohl Wirtschaftswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler als auch fachfremde Teilnehmer/innen können das Programm absolvieren. Auch werden Teilnehmer/innen mit so unterschiedlichen Abschlüssen wie Bachelor, Master, Magister oder Diplom aufgenommen. Dadurch, dass sich die Teilnehmer/innen viele Studieninhalte online oder durch die gedruckten Lernmaterialien selbst aneignen, sind sie zeitlich vollkommen ungebunden. Aber auch die Präsenzveranstaltungen werden öfter angeboten, so dass man den passenden Termin auswählen kann. Hinzu kommt, dass die Prüfungen nicht an einem bestimmten Termin in Lüneburg, sondern in einem ganzen Zeitraum  von zuhause geschrieben werden können.

Aufnahmeverfahren

Man kann sich bis zum 30. September bewerben. Im März des darauffolgenden Jahres beginnen die Teilnehmer/innen das Programm. Wer noch überhaupt keine wirtschaftswissenschaftlichen Kenntnisse hat, startet in das Studium bereits im Januar mit einem sechswöchigen Vorbereitungskurs.

Ablauf der Zulassung

  1. Der Kandidat/die Kandidatin muss die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen: abgeschlossenes Erststudium, mindestens zwei Jahre Berufserfahrung, gute PC- und Englischkenntnisse)
  2. Bewerber/innen füllen den Bewerbungsantrag aus und sendet ihn an die Hochschule. Seiner Bewerbung legt er ein Motivationsschreiben, in dem er darlegt, warum er das Programm absolvieren will, eine beglaubigte Hochschulzugangsberechtigung und ein beglaubigtes Erststudiumsabschluss-Zeugnis, einen tabellarischen Lebenslauf sowie Nachweise über die bisherige Berufserfahrung und die Englischkenntnisse bei.
  3. Die Hochschule prüft die Bewerbung und lässt bis zu 50 Kandidaten/innen zu
  4. Der Bewerber/ die Bewerberin nimmt den Platz an
  5. Der Bewerber/ die Bewerberin beginnt das Studium

Einen weiteren Eindruck zum Studiengang MBA Sustainability Management erhalten Sie in diesem Video:

Fazit

Das MBA Sustainability Management besticht durch seine Flexibilität: Große Teile des Studiums eignet man sich selbst über eine E-Lern-Plattform oder gedruckte Lernmaterialien an, so dass man sich die Zeit dafür frei einteilen kann. Zudem können sich die Teilnehmer/innen bei den Wahlmodulen zwischen neun Alternativen entscheiden. Auch richtet sich das Programm sowohl an Wirtschaftswissenschaftler, beiderlei Geschlecht, als auch an Studierende, die ein anderes Erststudium – ob mit Magister-, Diplom-, Bachelor- oder Master-Abschluss – absolviert haben.

Bei dem Studiengang MBA Sustainability Management handelt es sich um das weltweit erste derartige MBA-Programm im Bereich Nachhaltigkeit. Die Hochschule richtet es seit 2003 aus. Dementsprechend viel Erfahrung und Kompetenz hat sie bei der Durchführung, wovon die Studierenden profitieren. Allerdings hat es mit dem Thema Nachhaltigkeit einen ganz speziellen Fokus. Wer eher einen allgemeineren MBA machen will, sollte sich nach Alternativen umsehen.

Stefan Schaltegger

Studiengangsleiter

Was sind die Besonderheiten des MBA Sustainability Management an der Leuphana Universität Lüneburg?

Schaltegger: Als Weiterbildungsstudiengang qualifiziert der MBA Sustainability Management Persönlichkeiten, die mit hoher Motivation Nachhaltigkeit wirksam und unternehmerisch umzusetzen möchten. Unser Programm behandelt eine der zukunftsrelevantesten Themen der Organisationführung. Sämtliche Inhalte und die eingesetzten  Lehrmethoden sind konsequent auf unternehmerisches Nachhaltigkeitsmanagement ausgerichtet. Das Studium kann in Vollzeit oder berufsbegleitend absolviert werden. Mit dem Blended-Learning- Ansatz bietet es eine Mischung aus Präsenz und E-Learning sowie aus klarem Praxisbezug und Vermittlung von Konzepten und Theorien, die uns von anderen Programmen unterscheidet. Durch seinen modularen Aufbau ist der Studiengang sehr flexibel berufsbegleitend studierbar. Unser 2003 eingerichteter Studiengang war weltweit das erste derartige MBA-Programm mit einem Fokus auf Nachhaltigkeitsmanagement. Dadurch verfügen wir über langjährige Erfahrungen in der stetigen Weiterentwicklung der Fachinhalte und Lehrpläne.

Für wen ist der Studiengang genau das Richtige?

Schaltegger: Für alle, die Nachhaltigkeit in und mit Organisationen voran bringen und das Rüstzeug dafür erlernen möchten. Unter den Studierenden sind auf der einen Seite rund ein Drittel sogenannte „explizite Nachhaltigkeitsmanager“, die in CSR-Abteilungen eines Unternehmens, der Beratung oder bei nicht gewinnorientierten Organisationen beschäftigt sind. Auf der anderen Seite studieren viele „implizite Nachhaltigkeitsmanager“ bei uns. Sie arbeiten im Einkauf, der Produktion oder im Marketing und befassen sich dort mit Nachhaltigkeit. Unsere Teilnehmer arbeiten in den verschiedensten Branchen und haben ein Erststudium in so unterschiedlichen Fächern wie Wirtschaftswissenschaften, Naturwissenschaften, Geisteswissenschaften oder Ingenieurswissenschaften absolviert. Diese Vielfalt ist ein großer Pluspunkt des Studiums und bietet den berühmten Blick über den Tellerrand. Wir arbeiten viel in interdisziplinären Gruppen, was den Austausch zwischen Studierenden mit unterschiedlichen Hintergründen sehr fruchtbar macht.

Was unterscheidet den MBA-Studiengang Sustainability Management von ähnlichen Studiengängen an anderen Instituten in Deutschland oder Europa?

Schaltegger: Wir unterscheiden uns von konventionellen MBA-Programmen darin, dass wir die General-Management-Inhalte immer aus dem Blickwinkel der Nachhaltigkeit behandeln. Im Gegensatz zu anderen nachhaltigkeitsorientierten Studiengängen bieten wir keinen Master of Arts oder einen Master of Science, sondern einen MBA an. Wir haben eine ganz klare Ausrichtung auf eine Handlungsorientierung in und mit Organisationen. Wir wollen Leute so ausbilden, befähigen und unterstützen, dass sie Organisationen nachhaltig entwickeln und wirksam zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen können. Natürlich ist auch unser flexibles Blended-Learning-Konzept ein Unterscheidungsmerkmal. Alle Studierende profitieren stark von der Möglichkeit Studienort und -zeiten selbst zu gestalten, so dass wir Studierende aus allen Ecken der Welt haben. Wir waren weltweit der erste Studiengang mit dem Fokus auf Nachhaltigkeitsmanagement und CSR. Das macht uns zu Pionieren, die sehr viel Erfahrung in der Entwicklung des Programms haben.

Mit welchen Hochschulen konkurrieren sie denn?

Schaltegger: Wir verfügen über ein Profil, das kaum eine andere Hochschule in dieser Form bietet. Im weiteren Sinne konkurrieren wir jedoch einerseits mit konventionellen General-Management-Programmen, weil etwa 20 Prozent unserer Studenten sich auch Studiengänge mit einer generellen Managementausrichtung angeschaut haben. Andererseits wollen rund 80 Prozent unserer Teilnehmer bewusst ein Nachhaltigkeitsprogramm absolvieren. Insofern konkurrieren wir auch mit Hochschulen, die spezifische Umwelt- und Nachhaltigkeitsstudiengänge anbieten. 

Warum entscheiden sich Studenten für den MBA Sustainability Management an der Leuphana?

Schaltegger: Uns kennzeichnen die Qualitätsorientierung, das mittlerweile sehr große Alumninetzwerk und die lange Erfahrung, die wir mit der Durchführung eines praxisnahen MBA-Programmes haben. Zudem profitieren unsere Teilnehmer davon, dass an unserer Universität zu Nachhaltigkeit ernsthaft geforscht wird und die Ergebnisse unmittelbar ins Programm integriert werden. Gleichzeitig haben wir einen sehr intensiven Austausch mit der Praxis und auch Lehrende aus der Praxis direkt in das Programm eingebunden. Wir arbeiten mit vielen Unternehmen zusammen und haben ein großes Netzwerk an mittelständischen und internationalen Firmen. Bei ihnen finden regelmäßig Fallstudien oder mehrtägige Workshops statt.

Was erwarten Sie für die Zukunft des Studiengangs?

Schaltegger: Ein großes Thema ist und bleibt die Rolle von Firmen bei der Transformation von Märkten und Gesellschaften. Wir entwickeln den Studiengang laufend inhaltlich, methodisch und strukturell weiter. In den letzten Jahren haben soziale Themen an Bedeutung gewonnen. Und eine Gründungs- und StartUp-Mentalität zählt sicher zu den Eigenschaften eines modernen MBA. Dem tragen wir in unserem Programm bereits Rechnung und werden es in Zukunft noch ausbauen.

Interview mit Studenten

Meike Frese
hat das Studium 2011 begonnen

Henning Albrecht
hat das Studium im Januar 2016 begonnen

Frau Frese, Herr Albrecht, warum haben Sie sich für den MBA Sustainability Management an der Leuphana Universität Lüneburg entschieden?

Frese: Ich hatte Literaturwissenschaften studiert und als Lektorin im Verlag sowie als literarische Übersetzerin gearbeitet. Allerdings war ich mit meinem Job nicht mehr zufrieden, sondern wollte etwas tun, das für mich sinnhafter erschien. Ich habe mich dann auf „große“ Werte wie Umweltschutz besonnen, die mir schon immer wichtig waren, von denen ich aber einfach nicht wusste, wie ich sie in einen Beruf gießen sollte. Zufällig stieß ich auf eine Anzeige des berufsbegleitenden Studiengangs MBA Sustainability Management an der Leuphana Universität Lüneburg in der "Zeit". Ich habe sofort Feuer gefangen. Denn genau das wollte ich machen. Daraufhin habe ich nicht gezögert und mich innerhalb einer Woche beworben. Dort konnte ich nämlich lernen, wie man Nachhaltigkeit in Unternehmen in all seinen Facetten praktisch umsetzt, und mir das Fachwissen für einen Quereinstieg in eine neue Tätigkeit und eine neue Branche aneignen. Dafür war der Studiengang perfekt geeignet.

Albrecht: Für mich ist Nachhaltigkeit eine Herzensangelegenheit. Außerdem wollte ich unbedingt einen berufsbegleitenden Master machen – nicht wegen des Titels, sondern weil ich mich weiterentwickeln wollte. Mit dem MBA in Sustainability Management an der Leuphana habe ich eine wunderbare Kombination gefunden, nach der ich suchte. Hinzu kommt auch, dass ich direkt in der Nähe der Hochschule wohne. Auch studieren Freunde von mir Nachhaltigkeit in Vollzeitstudiengängen an der Leuphana, wodurch ich einen guten Eindruck von der Hochschule gewonnen hatte.

Wo arbeiten Sie heute?

Frese: Ich habe mit zwei Partnerinnen, die auch den Studiengang absolviert haben, in München Anfang 2015 eine eigene Firma namens Fährmann Unternehmensberatung GmbH gegründet. Wir beraten Firmen bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitsmanagement und bei der Kommunikation.

Albrecht: Ich bin Entwicklungsingenieur bei der Salt and Pepper Technology Consulting im Bereich (Nutz)Fahrzeugbau und zuständig für die Entwicklung eines Fahrgestelles eines LKW-Anhängers.

Haben sich Ihre Erwartungen an Ihr Studium erfüllt? Gab es Überraschungen?

Frese: Ich hatte erwartet, dass der MBA sehr facettenreich sein würde – gerade was das Nachhaltigkeitsmanagement und die konkrete Umsetzung in den Unternehmen angeht. Diese Erwartung hat sich voll erfüllt. In zwei Aspekten wurden meine Vorstellungen sogar übertroffen: Durch den MBA haben sich Netzwerke aus Nachhaltigkeitsexperten ergeben, durch ich die Firma gründen konnte. So habe ich nämlich meine beiden Partnerinnen kennengelernt und den Sprung in die Selbständigkeit gewagt. Zudem war ich früher problemorientiert, gerade in Bezug auf unsere riesigen, globalen Probleme, durch das Programm bin ich deutlich lösungsorientierter geworden.

Albrecht: Ich hatte erwartet, Hintergrundwissen über Nachhaltigkeit, ein theoretisches Gerüst und Ideen zur Anwendung zu bekommen. Das hat sich erfüllt. Überrascht hat mich, wie groß das Gemeinschaftsgefühl unter den Teilnehmern ist, obwohl es ein Fernstudiengang ist. Alle sind nicht wegen des Titels MBA, sondern wegen des Themas Nachhaltigkeit in dem Programm. Auch hat mich der Rhetorikkurs an einem Wochenende unheimlich nach vorne gebracht. Er hat mir geholfen, Nachhaltigkeitsthemen gezielter und besser ansprechen zu können. 

Wie würden Sie die Studierenden an der Hochschule beschreiben?

Frese: Wir waren eine sehr heterogene Mischung. Die einen waren Ende 20, die anderen Mitte 50 Jahre alt. Es gab Kommilitonen, die schon beruflich schon zum Beispiel im Bereich Ökologie unterwegs waren. Andere waren Geisteswissenschaftler wie ich oder hatten einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund. Diese Unterschiede waren sehr gut für die Diskussionskultur im Studium, weil man viel voneinander lernen konnte und die Perspektiven auf Nachhaltigkeit sehr heterogen waren – genau wir im wirklichen Leben auch.

Albrecht:  Wir sind eine unglaublich bunt gemischte Gruppe. Die Bandbreite reicht von Kunstkuratoren über Rechtsanwälte und Geschäftsführer großer Unternehmen bis hin zu Meeresbiologen. Das motiviert und fördert die Kreativität. 

Inwiefern kann Ihnen der MBA für Ihre Karriere helfen?

Frese: Er hat mir die Grundlagen vermittelt und das Werkzeug in die Hand gegeben, Nachhaltigkeit in Unternehmen praktisch umzusetzen und damit auch die Basis geschaffen, um eine eigene Beratungsfirma für Nachhaltigkeit zu gründen.

Albrecht: Ich wollte durch den Studiengang meinen Horizont erweitern. Denn ich merkte schon in meiner Arbeit, dass man mit einer rein technischen Argumentationskette nicht weiterkommt. Für mich ist das Programm hoffentlich ein Schritt in Richtung Beratung für die Umsetzung von Nachhaltigkeit. Das würde ich mir wünschen.

Was sollten künftige Studierende über die Hochschule und Ihren Studiengang wissen?

Frese: Der MBA betrachtet das Thema Nachhaltigkeit bewusst aus einem breiten Blickwinkel – ökologisch, sozial, ökonomisch, legal, aus Risikosicht, aus Sicht von Komplexitäts- und Systemtheorie etc., und hat sowohl Methoden für die Umsetzung als auch die Hürden im Blick. Der Studiengang eignet sich für Menschen, die Nachhaltigkeitsmanagement in einem Unternehmen implementieren wollen, für alle, die unternehmerische Nachhaltigkeit in ihrer Gesamtheit verstehen lernen und in ihrem spezifischen Umfeld als „Change Agents for Sustainability“ aktiv werden wollen.

Albrecht: Den Studiengang macht aus, dass er sehr persönlich ist, obwohl er ein Fernstudiengang ist. Er bietet die Möglichkeiten, Kontakte und Freundschaften zu knüpfen sowie den eigenen Horizont zu erweitern. Hier geht es nicht rein darum, dass sich die Studenten den MBA-Titel erwerben.

Wie sehr hat Sie das Studium vereinnahmt?

Frese: Es ist schon eine Zeitfrage, alles unter einen Hut zu bekommen. Ich selbst habe zumindest während des Studienbeginns nur Teilzeit gearbeitet. Das war für mich eine sehr gute Entscheidung. Wenn man es neben einem Full-Time-Job macht, ist es auch machbar, viele machen es so. Dann hat man eben eine Zeitlang keine Freizeit mehr.

Albrecht: Man sollte damit rechnen, dass pro Woche etwa 20 Stunden für das Studium zu veranschlagen sind. Es nicht so, dass man dadurch gar keine Freizeit mehr hat, aber man merkt schon, dass man öfter mal nein sagen muss, wenn man sich mit Freunden treffen oder zum Segelfliegen gehen will.

Welchen Personen würden Sie das Programm empfehlen?

Frese: Es ist perfekt für Personen, die im Management arbeiten oder arbeiten wollen und daran interessiert sind, andere Menschen oder Unternehmen vom Thema Nachhaltigkeit zu überzeugen und es inhouse voranzutreiben. Es eignet sich auch für Leute, die in die Beratung gehen wollen. Das Studium verschafft einem dafür ein wichtiges Fundament.

Albrecht: Leuten, die ein Interesse an Nachhaltigkeit haben, ihren Horizont erweitern wollen und etwas Sinnvolles damit anfangen wollen.

Bezeichnung des Abschlusses

Master of Business Administration (MBA)

Regelstudienzeit

Vollzeit: 2 Semester für Absolventen mit Magister, Diplom oder Master, die nur 60 ECTS benötigen, 3 Semester für Teilnehmer mit Bachelor, die die 90-ECTS-Variante belegen; Teilzeit: 4 Semester (Magister, Diplom, Master), 6 Semester (Bachelor)

Vollzeit, Teilzeit oder beides möglich?

Teilzeit oder Vollzeit. Das Studium wird überwiegend im Fernstudium absolviert. Es gibt aber auch acht bis zwölf Präsenzphasen an Wochenenden. 

Kosten des Studiums

Wer einen Magister- oder Diplomabschluss hat und die Studienvariante mit nur 60 Credit Points wählt, zahlt 14.990 Euro. Die Alternative für Master- bzw. Bachelorabsolventen mit 90 Credit Points kostet 18.890 Euro.

Formale Voraussetzungen für den Studiengang (Abitur, Studium, etc.)

  • Abgeschlossenes Hochschulstudium (Magister, Diplom, Master, Bachelor)
  • Mindestens zwei Jahre Berufserfahrung
  • Gute Englischkenntnisse (Nachweis z.B. durch TOEFL oder IELTS)
  • Gute PC-Kenntnisse

Akkreditierung

FIBAA (Foundation for International Business Administration Accreditation).

Wie viele Professoren, Mitarbeiter und Studenten gibt es?

55 Professoren/Lehrende, 9 Mitarbeiter im MBA-Team, 210 aktuelle Studenten,  490 Absolventen, 300 Mitglieder im Alumni-Verein.

Lassen Sie sich beraten:
Prof. Dr. Stefan Schaltegger
Studiengangsleiter

Informationen per E-Mail anfordern:

Ihr Name*

Ihre Email-Adresse*

Ihre Telefonnummer (optional)

Ihre Nachricht

Sichere Datenübertragung mit SSL-Verschlüsselung

Die nächsten Termine

13
Jan
Infotag zu den berufsbegleitenden Studiengängen an der Leuphana.
Mehr Informationen zum Termin
18
Jan
Vorkurs BWL für Nachhaltigkeitsmanager
19
Mär
Einführungspräsenz und Studienstart mit Modul "Grundlagen des Nachhaltigkeitsmanagement"
13
Jan
Infotag zu den berufsbegleitenden Studiengängen an der Leuphana.
Mehr Informationen zum Termin
18
Jan
Vorkurs BWL für Nachhaltigkeitsmanager
19
Mär
Einführungspräsenz und Studienstart mit Modul "Grundlagen des Nachhaltigkeitsmanagement"