ECTS – European Credit Transfer System

Was ist das ECTS?

Das European Credit Transfer System (ECTS) ist ein seit 1989 eingeführtes, europaweit gültiges Transfersystem zur Verrechnung von Studienleistungen. Als „Europäisches System zur Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen“ hilft es insbesondere beim Wechsel zu einer anderen Universität innerhalb von Europa, den bereits geleisteten Studienerfolg zu bewerten. Für die Bewertung von Studienleistungen werden, bspw. für Kanada und die USA Umrechnungen der dort erlangten Credits angewandt.

Ein Leistungspunkt (LP), bzw. Credit Point (CP) entspricht circa 30 Stunden Aufwand. Die LP werden in Vorlesungen und anderen Lehrveranstaltungen, wie Projektarbeiten, erreicht. In der Regel zeichnen Studiengänge und Kurse mit Hochschulzertifikat die dabei zu erwerbenden ECTS aus. In einem Vollzeitstudium sind zumeist 60 LP pro Jahr zu erbringen, das heißt, für Studierende wird eine jährlichen Arbeitszeit von 1800 Stunden erbracht. Durch die Abschlussarbeit oder Teilnahmebestätigung einzelner Module werden die LP vergeben.

Sind ECTS mit Noten vergleichbar?

Nein, die erworbenen CP im ECTS sind keine qualitative Aussage. Sie zeigen die Arbeitsleistung innerhalb des Studiums.
Das Notensystem bei Hochschulen ist zusätzlich europaweit geregelt. Wird eine Prüfung bestanden, muss man mindestens eine 4,0 erreicht werden. Neben den Noten nach dem bekannten Zahlensystem, den absoluten Noten, gibt es außerdem die relativen Noten von A bis F, die im Zuge der internationalen Vergleichbarkeit nach länderübergreifenden Kriterien vergeben werden. A bekommen demnach die besten zehn Prozent aller Studenten, B die nächsten 25 Prozent, C 30 Prozent, D weitere 25 Prozent, E die schlechtesten zehn Prozent. F beziehungsweise FX diejenigen, die nicht bestanden haben. Mit dem European Credit Transfer System (ECTS) soll die internationale Anerkennung von Noten und damit die Mobilität von Studenten erleichtert werden. Das ECTS gibt, in Summe, einen Gesamtüberblick über die erbrachte Leistung, die Studierende erbracht haben.

Bis 2009 wurden auch sog. ECTS-Noten vergeben. Seit 2009 empfiehlt der ECTS-Leitfaden diese Noten nicht mehr zu verwenden. Seither ist das System der relativen Leistungsbewertung (A bis F) empfohlen und wird von den meisten Hochschulen auch ein