Wirtschaftsrecht / Universität Münster

Das Wirtschaftsrecht gewinnt aufgrund des Strukturwandels ganzer Wirtschaftszweige, aber auch infolge der wachsenden internationalen Wirtschaftsbeziehungen mehr und mehr an Bedeutung. Neuer Gestaltungs- und Handlungsbedarf entsteht in allen Wirtschaftsbereichen.

Mit den komplexer werdenden Fragestellungen steigen auch die Erwartungen an hoch qualifizierte Experten mit fachübergreifendem Know-how. Den Anforderungen einer kompetenten und hochwertigen Beratung wird nur derjenige gerecht werden können, der sich nicht ausschließlich auf ein Fachgebiet konzentriert, sondern Kenntnisse in den Bereichen Wirtschafts- und Steuerrecht vorweisen kann.

Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, vermittelt dieser Masterstudiengang wissenschaftlich fundiertes Fachwissen, ohne den notwendigen Praxisbezug zu vernachlässigen, der den beruflichen Alltag prägt. Da in der täglichen Praxis wirtschafts- und steuerrechtliche Fragen meist gar nicht zu trennen sind, werden auch hier beide Gebiete zusammen behandelt. Demzufolge werden die Disziplinen des Wirtschafts- und Steuerrechts als „Gesamtpaket“ einschließlich der vielfältigen Schnittstellen zu anderen juristischen Spezialgebieten angeboten. Vermittelt werden fundierte Kenntnisse unter anderem im nationalen und internationalen Gesellschafts-, Kapitalmarkt-, Arbeits-, Insolvenz-, Konzern- und Kartellrecht sowie das Verständnis für die Grundlagen des sich schnell verändernden nationalen und internationalen Steuerrechts sowie Kenntnisse prozessualer Art.

Die Fertigkeit, praxisbezogene Problemstellungen zu erkennen und zu lösen, wird durch eine berufsfeldrelevante Schwerpunktsetzung bei der Vermittlung des fachspezifischen Wissens erreicht. Ziel des Studiengangs ist es, die Teilnehmer zu befähigen, juristische Problemstellungen auch vor dem Hintergrund betriebswirtschaftlicher Praktikabilität zu strukturieren. Gleichzeitig betonen internationale Inhalte der Lehrveranstaltung die globale Orientierung dieses Studiengangs. Fallstudien aus der Praxis runden die Vorlesung ab.

Besonderheiten des Studiums

Das Programm wird bereits seit 2009 von der JurGrad an der Uni Münster angeboten – dementsprechend viel Erfahrung hat die Hochschule mit der Durchführung des Studiengangs. Die Absolventen des Studiengangs erwerben nicht nur den LL.M.-Titel; juristisch vorgebildete Teilnehmer können auch die theoretischen Inhalte für den Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht erwerben.

Inhalte

1. Semester

  • Einführung in das Wirtschaftsrecht (Vorschalttag für Ökonomen)
  • Einführung in das Steuerrecht
  • Personengesellschaften und mittelbare Unternehmensbeteiligungen
  • Kapitalgesellschaften: GmbH
  • Kapitalgesellschaften: AG, KGaA, SE
  • Internationales und Europäisches Gesellschaftsrecht
  • Grundlagen des Kapitalmarktrechts

2. Semester

  • Arbeitsrecht
  • Wirtschaftsstrafrecht
  • Grundlagen des Konzernrechts
  • Grundlagen des Europäischen und Deutschen Kartellrechts
  • Finanzierung: Kredit, Kreditbesicherung und sonstige Instrumente der Unternehmensfinanzierung
  • Buchführung und Bilanz
  • Einkommensbesteuerung
  • Vergaberecht
  • Besteuerung von Personengesellschaften
  • Gewerbesteuerrecht und Besteuerung von Körperschaften
  • Grundlagen des internationalen Steuerrechts
  • Grundlagen der Umsatzsteuer
  • Besteuerungsverfahren

3. Semester

  • Grundlagen des Insolvenzrechts
  • Drittrechte/Sicherheiten
  • Insolvenzarbeitsrecht
  • Anfechtungsrecht
  • Steuern in der Insolvenz
  • Verwertung unbeweglichen Vermögens/Zwangsverwaltung
  • Insolvenzplanverfahren (ESUG)
  • Materielles Umwandlungsrecht
  • Unternehmenskauf und Management
  • Gesellschaftsrechtliche Strukturierung

Zielgruppe

Dieser Masterstudiengang ist speziell auf Berufstätige zugeschnitten und richtet sich an berufserfahrene Juristen und Ökonomen ebenso wie an junge Absolventen, Berufseinsteiger und Referendare, deren Ziel eine Führungsposition in den Bereichen des Wirtschafts-, Insolvenz- und Steuerrechts ist.

Juristen können zudem bei Absolvierung eines kostenfreien, einwöchigen Zusatzkurses auch die theoretischen Kenntnisse erwerben, die im Sinne der Fachanwaltsordnung (FAO) Voraussetzung für den „Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht“ sind.

Dozenten

Zu den Dozenten zählen Hochschulprofessoren, die zu den führenden Experten auf ihrem Fachgebiet gehören, ebenso wie Praktiker aus Banken, Unternehmensberatungen, Finanzgerichten sowie national und international agierenden Kanzleien. Sie alle verfügen über exzellente Reputation, langjährige Berufserfahrung und tiefgehende Kenntnisse in ihrem Tätigkeitsbereich.

Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Studium

Die Aufnahme eines berufsbegleitenden Masterstudiums ist nicht nur eine organisatorische Herausforderung, sondern immer auch eine zeitliche Belastung. Dabei lassen sich Überschneidungen mit wichtigen beruflichen oder familiären Terminen nicht immer verhindern. Die JurGrad bietet Ihnen die Flexibilität, die Sie benötigen: Eine verpasste oder nicht bestandene Klausur kann unkompliziert am Ende des Studiengangs oder im Rahmen des Nachfolgejahrgangs wiederholt werden. Wenn Sie die Master Thesis vorziehen oder zu einem späteren Zeitpunkt schreiben möchten, kann ein individueller Termin vereinbart werden. Auch wenn der Kurs als Präsenzstudium konzipiert ist und vom Austausch mit Kommilitonen und Dozenten lebt, besteht keine Anwesenheitspflicht. Falls Sie dennoch aus wichtigen Gründen an einer Veranstaltung nicht teilnehmen können, werden Ihnen die Kursunterlagen per Post zugesandt. Versäumte Inhalte können zudem auf Wunsch kostenfrei im Rahmen des nächsten Studienjahrgangs nachgehört werden. In besonderen Fällen, wie z. B. Krankheit, beruflich bedingte Auslandsaufenthalte, Schwangerschaft usw., besteht die Möglichkeit einer Beurlaubung. Sie können Ihr Studium dann im folgenden Studienjahr an der gleichen Stelle wieder aufnehmen.

Ablauf des Studiums

Der Studiengang ist speziell auf die Bedürfnisse von Berufstätigen zugeschnitten. Die Präsenzveranstaltungen finden in den ersten drei Semestern jeweils einmal im Monat von donnerstags bis samstags statt. Die Teilnahme an diesen Veranstaltungen ist optional. Das vierte Semester ist für die Masterthesis vorgesehen (Umfang: 40-50 Seiten; Dauer: 4 Monate). Bei erfolgreichem Abschluss des Studiengangs wird den Teilnehmern in einer feierlichen Abendveranstaltung im Schloss von Münster der akademische Hochschulgrad „Master of Laws“ (LL.M.) verliehen.

Aufnahmeverfahren

Voraussetzung für die Zulassung zum Studiengang ist ein erfolgreich abgeschlossenes rechts- oder wirtschaftswissenschaftliches Hochschulstudium mit den Abschlüssen:

Staatsexamen oder Diplom-, Bachelor- oder Masterabschluss (unter den besten 50 % aller Absolventen) an einer Hochschule mit mindestens 240 ECTS-Punkten. Bis zu 60 ECTS-Punkte können aufgrund beruflicher Qualifikationsleistungen angerechnet werden.

Fazit

Seit mehr als fünfzehn Jahren bietet die JurGrad – School of Tax and Business Law nun schon verschiedene Master-of-Laws-Programme an. Derzeit hat man die Auswahl zwischen acht Studiengängen. Studenten profitieren deshalb von der großen Erfahrung und dem variablen Angebot an der Schule.

Im „Wirtschaftsrecht“-Programm werden die Teilnehmer von insgesamt 65 Dozenten unterrichtet, wobei nicht nur Universitätsprofessoren aus der Theorie referieren, sondern auch beispielsweise Anwälte aus Steuerrechtskanzleien sehr tiefe Einblicke in die Berufspraxis geben können. Diese große Anzahl der Dozenten und deren praktische wie theoretische Expertise kommen den Studenten zugute.

Mit einem kostenlosen Zusatzseminar können die Teilnehmer zudem die Grundlagen für den Titel „Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht“ erwerben. Das ist auch insofern von Vorteil, als ein Fachanwalt für eine hohe Beratungsqualität steht. Das kann potenzielle Mandanten von der Qualifikation des Absolventen des LL.M.-Studiengangs an der JurGrad überzeugen.

Für Ihre Übersicht zu diesem Studienangebot bietet die JurGrad diese Informationsbroschüre (PDF).

Interview mit einem Teilnehmer des Studiengangs

  • Clemens Weber
    Begann den Master of Laws im September 2012

Warum haben Sie sich für den Master of Laws in Wirtschaftsrecht an der Universität Münster entschieden?

Ich arbeite bei der Commerzbank im Bereich Unternehmensrestrukturierung. Neben betriebswirtschaftlichen Fragen muss ich mich dabei immer auch mit vielen rechtlichen Themen beschäftigten. Als Betriebswirt suchte ich deshalb nach einer Möglichkeit, das juristische Know how für meinen Job zu vertiefen und auszubauen. Der Studiengang „Wirtschaftsrecht & Restrukturierung“ war dafür ideal geeignet. Denn inhaltlich beschäftigt er sich mit Gesellschafts- und Insolvenzrecht – also genau den Fragen, mit denen ich in meinem Job ständig konfrontiert bin. Auch der Aufbau des Studiengangs kam mir entgegen. Denn einmal im Monat donnerstags und freitags nach Münster zu kommen, konnte ich mit meiner Firma und meinem Vorgesetzten sehr gut abstimmen.

Wo arbeiten Sie heute?

Ich bin Senior Intensive Care Officer bei der Commerzbank. Gemeinsam mit Kunden und Unternehmensberatern suchen wir nach Lösungen, wie man drohende Krisen in Unternehmen vermeiden und ausfallgefährdete Unternehmen sanieren kann.

Haben sich Ihre Erwartungen an Ihr Studium erfüllt? Gab es Überraschungen?

Ich hatte erwartet, das allgemeine juristische Wissen, das ich für meinen Job brauche, aufbauen – und das abgerundet mit dem Titel Master of Laws. Diese Erwartung hat sich voll erfüllt. Inhaltlich hätte ich mir sogar noch einen stärkeren Schwerpunkt auf Restrukturierung gewünscht, aber der Studiengang hat ja insgesamt einen etwas breiteren Fokus. Überrascht hat mich die hohe Praxisrelevanz der Themen. Man kann das Gelernte wirklich 1 zu 1 anwenden. Erstaunlich fand ich auch, wie dicht die Dozenten an den Themen dran sind. Das gilt nicht nur für Dozenten, die in Kanzleien arbeiten und somit direkt aus der Praxis kommen, sondern auch für die Professoren selbst. Das hat mich positiv überrascht.

Wie würden Sie die Studierenden an der Hochschule beschreiben?

Wir sind eine bunte Mischung aus Juristen und Ökonomen. Die Teilnehmer kommen aus vollkommen unterschiedlichen Bereichen. Es gibt Banker, Unternehmensberater, Wirtschaftsprüfer, Syndikusanwälte, Geschäftsführer von Unternehmen, selbständige Rechtsanwälte und Versicherungsmitarbeiter. Jeder hat einen anderen Blickwinkel, wovon alle Teilnehmer profitierten.

Inwiefern kann Ihnen der Master für Ihre Karriere helfen?

Für mich ist er auf jeden Fall hilfreich, weil ich mein juristisches Wissen vertiefen kann. Ich bin fachlich versierter geworden und bewege mich jetzt schon in Verhandlungen deutlich sicherer, was die rechtlichen Themen betrifft. In Verbindung mit dem Master-Titel fördert dies dann wiederum die weitere berufliche Entwicklung.

Was sollten künftige Studierende über die Hochschule und Ihren Studiengang wissen?

Es muss einem klar sein, dass das Programm in der Freizeit stattfindet. Also sollte man sich seine Zeit so einteilen, dass auch die Familie damit einverstanden ist. Insgesamt bekommt man durch das Programm juristisches Know how im Bereich von Gesellschafts- und Restrukturierungsrecht auf akademischem Niveau. Der Studiengang ist durchdacht strukturiert, auch die Betreuung ist sehr gut. Man wird mit vielen qualitativ guten Unterlagen und Skripten versorgt und hat jederzeit die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Wie sehr vereinnahmt einen das Studium?

Es nimmt schon ordentlich Zeit in Anspruch. In den anderthalb Jahren muss man privat ein bisschen kürzer treten. Insofern muss definitiv die Bereitschaft da sein, Zeit zu investieren. Denn man sollte davon ausgehen, dass man etwas mehr als die gleiche Zeit, die man ohnehin in Münster ist, darüber hinaus noch mal für das Lernen zuhause braucht – gerade wenn man mit juristischen Themen vorher noch nicht so viel zu tun hatte. Das Programm fordert einen schon, aber wir reden auch von einem Master-Studiengang.

Welchen Personen würden Sie das Programm empfehlen?

Ich würde es Leuten empfehlen, die auf der Suche nach einer juristischen Spezialisierung sind. Aber auch Menschen, die Interesse haben, tiefer in so eine Materie einzudringen und sich auf akademischem Niveau damit auseinander zu setzen. Denn beispielsweise sind ein Kurzgutachten und die Masterarbeit zu verfassen. Wer sich darauf einlassen kann, ist in Münster sehr gut aufgehoben.

Interview mit einer Alumna des Studiengangs

  • Stephanie Wünnemann
    Sie hat den Masterstudiengang von September 2009 bis Mai 2011 absolviert

Warum haben Sie sich für den Master of Laws in Wirtschaftsrecht & Restrukturierung an der Universität Münster entschieden?

Im Wesentlichen waren es zwei Gründe, warum ich mich für das Programm entschieden habe: Zum einen hatte ich selbst an der Uni Münster Jura studiert und kannte daher das dortige Weiterbildungsprogramm. Zum anderen stellte der Master of Laws in Wirtschaftsrecht für mich ein gutes Angebot zur Spezialisierung dar.

Wo arbeiten Sie heute?

Ich bin Syndikusanwältin bei der Hengst SE & Co Kg. Das ist ein Familienunternehmen im Automotivesektor mit rund 3000 Mitarbeitern weltweit.

Haben sich Ihre Erwartungen an Ihr Studium erfüllt? Gab es Überraschungen?

Ich hatte erwartet, fachliche und praxisrelevante Kenntnisse in diesem Spezialgebiet zu erhalten. Das hat sich erfüllt. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass die BWL-Anteile noch ausgeprägter gewesen wären. Denn davon hätte ich in meinem Job profitieren können. Aber juristisch betrachtet hat mir der Studiengang alles gegeben, was ich brauchte. Auch war er sehr praxisorientiert, was ein normales Jurastudium überhaupt nicht ist.

Wie würden Sie die Studierenden an der Hochschule beschreiben?

Ein Großteil hatte einen juristischen Hintergrund. Es gab Rechtsanwälte, Referendare oder Unternehmensjuristen. Dazu kamen in unserem Jahrgang relativ wenige BWLer, die meist aus der Beratung kamen und sich erst in die juristischen Inhalte einarbeiten mussten.

Inwiefern kann Ihnen der Master für Ihre Karriere helfen?

Bei mir hat er definitiv schon geholfen. Vorher arbeitete ich in einer Wirtschaftskanzlei, heute in der Industrie. Beim Jobwechsel habe ich von meinem Master profitiert. Denn bei den meisten Arbeitgebern ist so ein Titel sehr interessant, weil man dadurch zeigt, dass man in den entsprechenden Themenbereichen sehr gut aufgestellt ist.

Inwiefern haben Sie noch Kontakt zu Kommilitonen, Dozenten oder zur Alumni-Organisation?

Ich bin Mitglied des Vereins Alumni Wirtschaftsrecht e.V., den wir damals nach unserem Abschluss gegründet haben. Mindestens einmal im Jahr wird ein Treffen organisiert, das sowohl fachliche als auch „gesellige“ Inhalte bietet. Viel Kontakt habe ich noch zu meinen ehemaligen Kommilitonen, da man sich an den Wochenenden in Münster doch sehr gut kennen gelernt hat.

Was sollten künftige Studierende über die Hochschule und Ihren Studiengang wissen?

Der Studiengang ist sehr auf das Arbeitsleben von Berufstätigen abgestimmt, indem an möglichst wenigen Terminen sehr viel Stoff behandelt wird und die Klausuren nicht an Extra-Terminen stattfinden. Man reist etwa alle vier Wochen an, was man mit dem entsprechenden Vorlauf gut im Arbeitsalltag unterbringen kann. Ansonsten muss man nicht viel selbst organisieren. Mir hat gefallen, dass man die Teilnehmer gut kennen lernen und sich ein Netzwerk aufbauen kann. Auch die Dozenten waren toll, weil viele aus der Berufspraxis kamen, wovon man sehr profitieren konnte, weil man das gelernte Wissen sofort praktisch anwenden konnte.

Wie sehr vereinnahmt einen das Studium?

Es vereinnahmt schon sehr. Vor allem für die Prüfungsvorbereitung investiert man sehr viel Freizeit. Natürlich hilft es sehr, wenn man das Modul besucht hat. Aber das entbindet einen nicht von dem Eigenaufwand, den man zuhause mit dem Lernen hat. Mindestens zwei ganze Wochenenden waren vor den Klausuren zum Lernen geblockt.

Welchen Personen würden Sie das Programm empfehlen?

Auf jeden Fall Juristen, die in Unternehmen arbeiten und in vielen Bereichen des Wirtschafts-, Steuer- und Insolvenzrechts einen Überblick haben müssen. Durch den Studiengang können sie dieses Spezialwissen bekommen. Das Programm ist aber auch für BWLer, die in ihrem Job mit juristischen Inhalten konfrontiert sind, interessant.

Interview mit einem Vertreter der Hochschule

  • Joachim Englisch
    Studiengangsleiter des LL.M. in Wirtschaftsrecht & Restrukturierung

Was ist das Besondere am LL.M.-Studiengang Wirtschaftsrecht & Restrukturierung an der Universität Münster?

Erstens bieten wir den Teilnehmern einen akademischen Studiengang mit einer praxisorientierten Ausrichtung. Zweitens sind unsere Dozenten renommierte Experten auf ihrem Gebiet: Hochschullehrer, Richter von Ober- und Bundesgerichten oder anerkannte Berater lehren bei uns. Drittens vernetzen wir mehrere Rechtsgebiete. Denn normalerweise werden in Studiengängen Teilaspekte wie Gesellschafts- und Insolvenzrecht isoliert betrachtet, in der Praxis greifen sie aber ineinander.

Für wen ist der Studiengang genau das Richtige?

Der Studiengang richtet sich an Juristen und Ökonomen. Unsere Teilnehmer sind meist Berufseinsteiger, die sich im Bereich Wirtschafts- oder Insolvenzrecht oder in einem Schnittstellenbereich zwischen beiden Themenfeldern weiterentwickeln wollen. Aber auch Teilnehmer mit fortgeschrittener Berufserfahrung können ihre Expertise in diesem Bereich vertiefen.

Was unterscheidet den LL.M. in Wirtschaftsrecht & Restrukturierung von ähnlichen Studiengängen an anderen Instituten in Deutschland oder Europa?

Inhaltlich haben wir ein Alleinstellungsmerkmal, weil wir eine umfassende Kombination aus in der Praxis ineinander greifenden Rechtsbereichen anbieten: Gesellschaftsrecht, Wirtschaftsrecht, Insolvenzrecht, Steuerrecht. Eine solche Kombination findet man auf dem LL.M.-Markt sonst nicht.

Zudem bieten wir einen guten Mix der Dozenten aus Hochschullehrern und Berufspraktikern. Hinzu kommt, dass wir unseren Studiengang interdisziplinär ausgerichtet haben: Beispielsweise fließen in den Bereichen Unternehmenskauf oder internationale Rechnungslegung durchaus betriebswirtschaftliche Themen ein. Überhaupt haben die wirtschaftswissenschaftliche und die juristische Fakultät das Programm gemeinsam eingerichtet. Es handelt sich also um einen LL.M.-Studiengang, der von den Ökonomen mitgetragen wird. So werden der betriebswirtschaftliche Bezug und die Praxisnähe auch in diesem Bereich gesichert.

Mit welchen Hochschulen konkurrieren sie denn?

So wie unser Studiengang konzipiert ist, findet man kein anderes Programm in Deutschland. Insgesamt gibt es auch wenige Konkurrenten, die Studiengänge im Bereich Restrukturierung anbieten. Am ehesten noch die Universität Heidelberg.

Warum sollen sich die Studenten trotz der Konkurrenz ausgerechnet für den LL.M. Wirtschaftsrecht & Restrukturierung entscheiden?

Letztendlich soll der Studiengang ja ein Karrierebaustein sein. Bei uns profitieren die Studenten vom exzellenten Ruf der Universität Münster. Wir sind regelmäßig in den deutschlandweiten Rankings auf den vordersten Plätzen zu finden.

Es ist auch nicht zu unterschätzen, dass wir sehr renommierte Dozenten haben, die dann auch die Masterarbeit betreuen. Studenten können darauf verweisen, bei ihnen ihre Abschlussarbeit geschrieben zu haben. Ein weiterer Punkt, der für uns spricht, ist die sehr professionelle Organisation des Studiengangs durch die JurGrad gGmbH. Sie ist über zehn Jahre am Markt tätig. Auf einen dementsprechend reichhaltigen Erfahrungsschatz kann sie bei der Organisation von LL.M.-Studiengängen zurückgreifen.

Ein letzter Aspekt ist noch wichtig: Mit unseren Inhalten bieten wir unseren Teilnehmern die theoretischen Voraussetzungen, den Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht zu machen.

Was erwarten Sie für die Zukunft des Studiengangs?

Wir wollen in den nächsten fünf Jahren verstärkt E-Learning-Elemente einbauen, um den Teilnehmern noch mehr Flexibilität zu ermöglichen. Wenn sie beispielsweise beruflich stark eingespannt sind, könnten sie sich einen gewissen Teil der Kurse von ihrem Heimatort per Livestream oder zeitversetzt ansehen. Wir werden in Zukunft auch noch mehr auf Querschnittsthemen setzen, indem wir die Inhalte noch stärker miteinander vernetzen. Drittens wollen wir den Alumniverein ausbauen, damit sich der Netzwerkgedanke noch stärker ausbreiten kann.

Bezeichnung des Abschlusses

Master of Laws (LL.M.)

Regelstudienzeit in Monaten

Drei Semester plus vier Monate für die Masterarbeit

Vollzeit, Teilzeit oder beides möglich?

Berufsbegleitend. Einmal im Monat kommen die Studenten (optional) von donnerstags bis samstags an den Kettelerschen Hof in Münster. Hinzu kommt eine Einführungswoche zu Studienbeginn.

Kosten des Studiums

12.600 Euro, die in drei Raten (vor Studienbeginn am 31. August; Mitten im Studium am 31. März; gegen Studienende am 30. September) zu je 4.200 Euro zu zahlen sind. Wer sich bis zum 1. Juli anmeldet, profitiert vom Frühbucherrabatt: Dann kostet das Studium nur 10.800 Euro (in drei Raten von je 3.600 Euro).

Formale Voraussetzungen für den Studiengang

Voraussetzung für die Zulassung zum Studiengang ist ein erfolgreich abgeschlossenes rechts- oder wirtschaftswissenschaftliches Hochschulstudium mit den Abschlüssen: 
Staatsexamen oder Diplom-, Bachelor- oder Masterabschluss (unter den besten 50 % aller Absolventen) an einer Hochschule mit mindestens 240 ECTS-Punkten.
Bis zu 60 ECTS-Punkte können aufgrund beruflicher Qualifikationsleistungen angerechnet werden.

Welche technischen Voraussetzungen/Arbeitsmittel muss man mitbringen?

Keine besonderen EDV-Kenntnisse nötig

Welche Sprachen muss ein Bewerber können?

Deutsch

Akkreditierung

Agentur für Qualitätssicherung durch Akkreditierung von Studiengängen (AQAS)

Wie viele Professoren, Mitarbeiter und Studenten gibt es?

65 Professoren und Dozenten; 3 Mitarbeiter pro Studiengang im Master-Team; 40 aktuelle Teilnehmer pro Jahrgang, 116 Absolventen

Lassen Sie sich beraten:
Jürgen Schäfer JurGrad
Jürgen Schäfer, M.A, M.A.
Prokurist

Informationen per E-Mail anfordern:

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Art des Studiums Berufsbegleitend (BBG)
Akkreditierungen
Abschlüsse
LL.M.
By | September 28th, 2016|Kommentare deaktiviert für LL.M. Wirtschaftsrecht
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