Arbeitsrecht / Universität Münster

Seit Mai 2014 können Studierende das Master-of-Laws-Programm Arbeitsrecht an der Universität Münster absolvieren. Der Studiengang wird von der JurGrad gGmbH durchgeführt. Zielgruppe sind Juristen, Ökonomen oder Interessenten mit einem anderen Erstabschluss, die beispielsweise in der Personalabteilung eines Unternehmens arbeiten oder sich auf Arbeitsrecht in einer Kanzlei spezialisiert haben. Wer noch keine juristischen Kenntnisse hat, erwirbt sie sich vor dem eigentlichen Studienbeginn in einem Vorschaltkurs. Dieser findet Anfang März von Mittwoch bis Samstag statt und wird im April mit einer Klausur abgeschlossen.

Das Programm soll die Teilnehmer zu Führungskräften ausbilden. Dafür kommen die maximal 40 Teilnehmer einmal im Monat von Donnerstag bis Samstag zu den Seminaren nach Münster. Zu Studienbeginn verbringen sie dort zur Einführung eine ganze Woche. Insgesamt 8 Module und 390 Unterrichtsstunden sind in drei Semestern zu besuchen (optional). Jeder Themenblock wird mit einer Prüfung abgeschlossen, die jedoch erst am Anfang des nächsten Moduls stattfindet. Das vierte Halbjahr steht im Zeichen der Masterarbeit, die 40 bis 50 Seiten umfassen soll.

Die Studieninhalte im Einzelnen

Inhaltlich machen sich die Teilnehmer im ersten Modul mit den Grundlagen von Individualarbeitsrecht, Steuerrecht und Sozialversicherungsrecht vertraut. Der zweite Block ist zunächst dem kollektiven Arbeitsrecht gewidmet: Welche Rechte hat der Arbeitnehmer, wie funktioniert ein Betriebsrat und auf welche Weise können Mitarbeiter mitbestimmen? Das sind die Fragen, die dieser Kurs beantwortet. Zudem erfahren die Studenten in Modul 2, welche Rechtsfragen in einem ordnungsgemäßen Bewerbungs- und Einstellungsverfahren relevant sind. Dass ein Mitarbeiter neben der Arbeitspflicht auch andere Dinge wie die Geheimhaltungspflicht oder das Nebentätigkeitsverbot beachten muss, ist Gegenstand des nächsten Moduls. Hier lernen die Teilnehmer auch, welche Möglichkeiten ein Arbeitgeber hat, wenn ein Mitarbeiter seine Leistung nicht erbringt. Gleichzeitig erfahren sie, wie wichtig das Recht auf Urlaub für die Arbeitnehmer ist.

Im vierten Modul kommen flexible Arbeitsverhältnisse wie Minijobs, Teilzeitarbeit oder Leiharbeit zur Sprache. Dabei wird auch beleuchtet, welche Vor- und Nachteile solche Alternativen zum Vollzeitjob in Festanstellung haben und welche Auswirkungen die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns auf diese besonderen Beschäftigungsverhältnisse hat. Welche Folgen für das Arbeitsrecht die Insolvenz oder Umstrukturierungen in einem Unternehmen haben können, erfahren die Studenten ebenfalls.

Das nächste Modul beschäftigt sich mit der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses – sowohl seitens des Arbeitgebers als auch seitens des Mitarbeiters. Manchmal wird eine solche Arbeitsbeziehung auch erst vor Gericht geklärt. Das wird im Kurs Verfahrensrecht näher beleuchtet.

Modul 6 verdeutlicht den Studenten einerseits, dass Arbeitnehmer bestimmte Rechte wie Datenschutz genießen und gegen Arbeitsunfälle abgesichert sind. Andererseits steht die betriebliche Altersversorgung auf dem Stundenplan. Im nächsten Themenblock kommen Besonderheiten des Arbeitsrechts zur Sprache – bei Führungskräften, im öffentlichen Dienst und bei kirchlichen Trägern. Außerdem behandeln die Teilnehmer die internationalen Bezüge des Arbeitsrechts und das wichtige Thema Compliance. Das achte Modul beschäftigt sich zum Abschluss des dritten Semesters mit der Mediation als Möglichkeit zur Klärung von Streitfällen in der Arbeitswelt, mit der Vertragsgestaltung und dem Human Resource Management.

Besonderheiten des Studiums

Neben dem LL.M.-Abschluss können die Teilnehmer während des Programms ohne Zusatzaufwand die theoretischen Inhalte für den Titel des Fachanwalts für Arbeitsrecht erwerben. Zudem profitieren die Studenten von der großen Erfahrung der JurGrad mit der Durchführung von Master-of-Laws-Programmen. Seit 2002 bietet sie solche Studiengänge an.

Aufnahmeverfahren

Das Programm startet Anfang Mai. Bewerbungsschluss ist Mitte Februar. Wer sich vor dem 15. Januar bewirbt, kommt in den Genuss des Frühbucherrabatts und zahlt 1.800 Euro weniger.

Ablauf

  1. Der Kandidat muss die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen: abgeschlossenes Hochschulstudium, einjährige Berufserfahrung.
  2. Der Bewerber schickt seine Unterlagen an die JurGrad gGmbh: Dazu gehören das ausgefüllte Anmeldeformular, ein tabellarischer Lebenslauf sowie beglaubigte Kopien der Staatsexamenszeugnisse, des Diplom-, Bachelor- oder Masterzeugnisses. Bei Diplom-, Bachelor- und Masterabschlüssen fügt man noch eine beglaubigte Kopie des Diploma Supplements bzw. einen Nachweis über den ECTS-Level bzw. die Ranking-Bescheinigung bei.
  3. Wer unter den ersten 30 Kandidaten ist und die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt, wird aufgenommen. Die restlichen 10 Plätze werden vom Prüfungsausschuss mittels eines Bewerbungsverfahrens vergeben.
  4. Die Studenten beginnen das Studium. Nicht-Juristen besuchen vorher einen Vorschaltkurs und absolvieren die Prüfung.

Fazit

Wer einen LL.M. Arbeitsrecht bei einem erfahrenen Anbieter absolvieren will, wählt die JurGrad an der Universität Münster. Die hat 15 Jahre Erfahrung mit der Durchführung von Master-of-Laws-Programmen. Diese Professionalität ist für die Studenten von großem Nutzen. Zudem können sie zusätzlich noch einen Fachanwaltstitel in Arbeitsrecht erwerben.

Der Studiengang richtet sich vor allem an Rechts- oder Wirtschaftswissenschaftler, die sich mit Personalfragen beschäftigen.

Rund 40 Universitätsprofessoren und Berufspraktiker aus bekannten Kanzleien unterrichten in diesem Studiengang. Dadurch bekommen die Teilnehmer eine fundamentale Ausbildung in Theorie und Praxis.

Bezeichnung des Abschlusses

Master of Laws (LL.M.).

Regelstudienzeit

Drei Semester plus Masterarbeit (vier Monate Bearbeitungszeit)

Vollzeit, Teilzeit oder beides möglich?

Teilzeit. Etwa einmal monatlich finden die Seminare von donnerstags bis samstags in Münster statt (optional). Am Studienbeginn steht eine Einführungswoche.

Kosten des Studiums

12.600 Euro, die in drei Raten zu je 4.200 Euro zu bezahlen sind. Einen Frühbucherrabatt von 1.800 Euro bekommen Teilnehmer, die sich bis Mitte Januar bewerben. Wer noch den juristischen Vorschaltkurs absolvieren muss, zahlt dafür 400 Euro extra. Zu den normalen Studiengebühren gesellen sich 268,37 Euro pro Semester, sofern man sich an der Westfälischen Wilhelms-Universität immatrikulieren und das Semesterticket in ganz Nordrhein-Westfalen nutzen möchte. 

Formale Voraussetzungen für den Studiengang
(Abitur, Studium, etc.)

  • Abgeschlossenes Erststudium mit Staatsexamen oder Diplom, Master oder Bachelor mit mindestens 240 Credit Points (man sollte bei Diplom-, Master- und Bachelor-Abschluss auch zu den besten 50 Prozent seines Jahrgangs zählen). Wer keinen Jura-Abschluss hat, muss einen Vorschaltkurs besuchen und die Prüfung bestehen
  • Ein Jahr Berufserfahrung

Akkreditierung

Agentur für Qualitätssicherung durch Akkreditierung von Studiengängen (AQAS)

Wie viele Professoren, Mitarbeiter und Studenten gibt es?

40 Professoren und Dozenten; 10 Mitarbeiter im Master-Team; ca. 65 aktuelle Teilnehmer, 35 Absolventen

Weitere Informationen zum Studiengang finden Sie auf der Website der JurGrad GmbH.

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