Ausbildungsgang Mediendesign an der Deutschen POP

Der Ausbildungsgang Mediendesign Deutsche POP eignet sich für diejenigen, die – möglichst schnell und ohne einen akademischen Abschluss – die Grundlagen des Mediendesigns kennenlernen oder sich fortbilden möchten.

Aufnahmeverfahren

Der Ausbildungsgang fängt viermal pro Jahr an – im Januar,
im April, im Juli und im Oktober. Anmelden sollte man sich spätestens sechs Wochen vor Kursbeginn. Es gibt maximal
16 Teilnehmer pro Kurs.

Ein Aufnahmeverfahren gibt es nicht. Jeder, der sich für den Ausbildungsgang anmeldet, bekommt in der Regel auch einen Platz. Nur wer direkt in einen höheren Kurs einsteigen will,
muss seine Kenntnisse nachweisen.

Anmeldebögen gibt es an allen Standorten oder sind
einfach per Post oder E-Mail erhältlich. Die vollständigen
und unterschriebenen Formulare werden dann an den Wunschstandort geschickt – damit ist die Anmeldung abgeschlossen.

Aufbau und Ablauf des Studiums

Der Zeitaufwand für den Ausbildungsgang beträgt etwa
20 Stunden pro Woche. Das teilt sich auf in vier Unterrichtsstunden pro Woche, Projektarbeit, Übungszeiten, Tutorien und Selbststudium. Bei einem Vollzeitjob ist ein Kurs
in Teilzeitbelegung gut machbar. Es besteht außerdem die Möglichkeit, zusätzlich zum Ausbildungsgang Mediendesign andere Kurse (z. B. Fotografie) zu belegen.

Aufeinander aufbauend wird jeweils ein halbes Jahr Computerdesign, Grafikdesign und Mediendesign unterrichtet. Beim Computerdesign lernen die Kursteilnehmer den Umgang mit der Adobe Creative Suite (Photoshop, Illustrator, InDesign und Acrobat), außerdem die Grundlagen der Bildbearbeitung,
der Gestaltung, der Typografie und des Bereichs Layout.
Im Kurs Grafikdesign liegt der Fokus auf Optik und Farbtheorie, den Grundlagen der visuellen Kommunikation, Druckvorstufe, -technik und -materialien sowie Medienkonzeption.
Im Mediendesign lernen die Kursteilnehmer dann die Kommunikationsprinzipien, -ebenen und -medien kennen. Außerdem gibt es Unterricht in Bildsprache, Corporate Identity, Materialbeschaffung, Bildrecht, Akquise, Briefing-Gespräche, Kalkulation sowie Kampagnenkonzeption und -umsetzung.

Kernziel des Ausbildungsgangs ist es, den Teilnehmern die Grundlagen des Mediendesigns beizubringen: Bildbearbeitung, Gestaltung und den richtigen Einsatz von verschiedenen Kommunikationsmitteln. Dabei wird vor allem Wert auf die Praxis gelegt, die Teilnehmer sollen möglichst viel direkt umsetzen. Theorie wird nur dann vermittelt, wenn es unerlässlich ist.

Es gibt eine Zwischenprüfung (entweder mündlich, schriftlich oder praktisch) sowie ein Referat, eine schriftliche Abschlussprüfung, drei Hausaufgaben und eine Projektarbeit. Bewertungen werden in Prozent vergeben, die Hürde für eine „ordentliche“ Leistung liegt bei 70 %, ab 80 % wird das Prädikat „gut“, ab 90 % „sehr gut“ vergeben. Eine einmalige Wiederholung ist möglich, ebenso wie Nachprüfungen.

Fazit

Das Bildungsangebot eignet sich vor allem für Berufstätige,
die sich in der Medienbranche weiterbilden möchten, ohne
dabei gleich ein komplettes Studium zu absolvieren.

Attraktiv ist die flexible Ausrichtung des Angebots. So ist es ziemlich unkompliziert, den Standort zu wechseln – zum Beispiel wenn ein Teilnehmer aus beruflichen Gründen umziehen muss. Auch wer den Kurs für ein paar Monate unterbrechen muss, kann einfach zu einem späteren Zeitpunkt wieder einsteigen. Zudem bekommen auch Quereinsteiger ohne höheren Schulabschluss einen Kursplatz. Ein weiterer Vorteil
ist die Nähe zur Wirtschaft, da die Deutsche POP selbst Teil eines Musikdienstleistungsunternehmens mit vielen Partnern ist und auch die Dozenten aus der Praxis kommen.

Allerdings müssen sich die Teilnehmer darüber klar sein, dass der Ausbildungsgang nicht staatlich anerkannt ist. Im Vergleich dazu sind die Kosten recht hoch und wer einmal einen Kaufvertrag über den Kurs unterzeichnet hat, muss diesen auch erfüllen. Im Vergleich mit einem Bachelorstudiengang ist die Ausbildung an der Deutschen POP zudem wesentlich kürzer,
es ist damit keine umfassende Ausbildung für diesen Beruf.

Interview mit einem Absolventen

  • Christiana Behnke
    Abschluss 2011 an der Deutschen POP Hamburg
    Ausbildungsgang Creative Director inklusive Mediendesign

Weshalb haben Sie sich für die Deutsche POP entschieden?

Ich wollte eine kreative, praxisnahe Ausbildung. Ich war bei den Informationstagen der Deutschen POP und deren Angebot fand ich am attraktivsten. Die Dozenten kommen direkt aus der Praxis und wissen, was sie tun. Das hat mir gefallen.
Außerdem wollte ich keine drei, vier Jahre studieren, sondern
die Ausbildung zügig durchziehen.

Wo arbeiten Sie heute?

Ich habe während der Ausbildung an der Deutschen POP als Tanzlehrerin gearbeitet. Das mache ich zurzeit immer noch, schaffe mir aber als freie Mediendesignerin gerade ein zweites Standbein – vor allem im Print- und Web-Bereich.

Welcher Aspekt der Ausbildung hat Sie überrascht?

Große Überraschungen gab es nicht, aber es war spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Vorbildung bei den anderen Teilnehmern war. Die waren zum Teil schon sehr weit. Das hat mich beeindruckt. Davon profitiert man natürlich auch: Ich konnte mir viel abgucken, außerdem haben wir uns gegenseitig geholfen und uns Hinweise gegeben.

Wie würden Sie die Studenten an Ihrer Einrichtung beschreiben?

Die meisten hatten in der Design-Branche bereits Fuß gefasst, zwei Teilnehmer aus meinem Ausbildungsgang haben in einer Werbeagentur gearbeitet. Persönlich waren wir alle auf einer Wellenlänge und außerdem im gleichen Alter, die meisten sind Mitte 20. Der Umgang an der Deutschen POP ist generell sehr locker, auch mit den Dozenten ist man per du.

Wie sehr hat Sie das Studium vereinnahmt?

Ich hatte zwei Kurse in der Woche mit jeweils vier Stunden. Allerdings habe ich auch den Creative-Director-Ausbildungsgang belegt. Wenn man Mediendesign wählt, ist es ein Kurs in der Woche. Zum Schluss – während des Kurses Mediendesign – wurde es dann ziemlich stressig. Wir hatten ein Praxisprojekt, bei dem es darum ging, ein ganzes Restaurant umzugestalten – von der Speisekarte bis hin zur Webseite. Das war sehr zeitaufwendig, vor allem da ich nebenher noch gearbeitet habe.

Hat die Deutsche POP Ihnen bei Ihrer Karriere geholfen?

Während der Ausbildung bekommt man – neben dem eigentlichen Unterricht – natürlich Tipps und Unterstützung durch die Dozenten. Jetzt ist es weniger. Es kann natürlich sein, dass Dozenten sich melden und Jobs vermitteln, aber bei mir war das bisher nicht der Fall. Ich würde mir wünschen, dass unsere Online-Plattform ausgebaut wird, damit man mehr Gelegenheiten zum Networking bekommt – gerade der Kontakt zu Teilnehmern der anderen Fächer wäre schön. Aber das soll wohl bald passieren.

Haben Sie noch regelmäßigen Kontakt zu anderen Studenten?

Ja, ab und zu schon. Das ist mitunter sehr hilfreich, wenn man mal Hilfe oder ein kritisches Auge bei den eigenen Projekten braucht.

Was sollten künftige Studenten über die Deutsche POP und das Angebot dort unbedingt wissen?

Es ist sehr wichtig, sich die entsprechende Ausrüstung anzuschaffen, damit man auch von daheim arbeiten kann. Das wäre ein leistungsfähiger Rechner mit den Programmen, die benutzt werden. Es ist nämlich nicht immer leicht, einen Platz in den Übungsräumen zu bekommen. Ich habe das gar nicht in Anspruch genommen, da es für mich zu zeitaufwendig gewesen wäre. Man kann nicht einfach reinspazieren, sondern muss den Platz zu einem festen Termin reservieren. Wegen der Anfahrt war es für mich praktischer, zu Hause zu arbeiten. Trotzdem ist es toll an der Akademie üben zu können, wenn man sich eben keine Ausstattung leisten kann.

Interview mit einem Vertreter der Hochschule

  • Patrick Janssen
    music support group

Was zeichnet ihre Absolventen gegenüber denen ähnlicher Einrichtungen aus?

Unsere Kursteilnehmer und Absolventen haben direkten Kontakt zur Medienindustrie, einerseits durch unsere Dozenten und andererseits durch unsere Partnerunternehmen.

Wie alt sind die Kursteilnehmer in der Regel und was für einen Hintergrund haben sie?

In der Regel sind unsere Teilnehmer zwischen 18 und 25 Jahren alt. Es gibt aber auch ältere Teilnehmer, die unsere Angebote für ihre persönliche Weiterbildung nutzen. Bei uns finden Sie alle Bildungsabschlüsse, aber für die meisten gilt, dass sie neben ihrem Kurs an der Deutschen POP berufstätig sind.

Wer sind die Dozenten?

Die Dozenten kommen direkt aus der Praxis. Sie unterrichten neben ihrem eigentlichen Beruf an der Deutschen POP. Im Ausbildungsgang Mediendesign sind das vor allem Grafiker,
Art-Direktoren, Kommunikationsdesigner und bildende Künstler.

Bitte beschreiben Sie den Ablauf des Bewerbungsverfahrens

Bei uns gibt es kein formales Aufnahmeverfahren. Jeder, der motiviert ist und sich für die Branche begeistert, kann sich anmelden. Wir führen aber mit einem jeden Bewerber ein persönliches Beratungsgespräch durch bevor es zu einer endgültigen Anmeldung kommt.

Auf welche Eigenschaft der Deutschen POP sind Sie besonders stolz?

Ich finde es erwähnenswert, dass die Absolventen der Deutschen POP auch an der staatlich anerkannten Hochschule der Populären Künste in Berlin zugelassen werden. Dort werden ebenfalls Mediendesigner ausgebildet. Das heißt, dass auch Absolventen mit Realschulabschluss Zugang zu einem Bachelorstudiengang bekommen können.

Besonders stolz sind wir darauf, dass jeder Absolvent uns mit einer Projektarbeit in der Tasche verlässt, welche als eine sehr gute Grundlage für Bewerbungen und Referenzen dient.

Gibt es prominente Absolventen oder Dozenten?

Der Geschäftsführer der hdpk ist Marcus Adam, der vorher beiMTV als Manager gearbeitet hat. Außerdem war einer unserer Berliner Dozenten, Anthony Thet, Finalist bei der Show X-Factor. Im Bereich Design gibt es noch keine bekannteren Absolventen.

Wenn sich Studenten bei Ihnen bewerben: Wo bewerben sie sich in der Regel noch?

Ich denke, dass für unsere Kursteilnehmer auch ein Studium an der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikationoder der Europäischen Medien- und Business-Akademie (EMBA) interessant ist.

Was unterscheidet Sie von diesen Einrichtungen?

Auch hier gilt: Die Deutsche POP ist näher an der Wirtschaft und der Praxis dran. Es kommt außerdem öfter vor, dass Absolventen später bei uns als Dozenten tätig sind, weil sie den familiären Umgangston schätzen. Außerdem bekommen die Kursteilnehmer durch ihre Dozenten und unsere Partner bei der msg gute Kontakte in die Medienbranche.

Genaue Bezeichnung des Studiengangs

Ausbildungsgang Mediendesigner/-in

Genaue Bezeichnung des Abschlusses

Deutsche-POP-Diplom Mediendesigner/-in (nicht staatlich anerkannt)

Dauer

Drei Halbjahre Teilzeit (Der Ausbildungsgang besteht aus drei Kursen; pro Halbzeit wird ein Kurs belegt.)

Vollzeit, Teilzeit oder ist beides möglich?

nur Teilzeit möglich

Standorte

Hamburg, Berlin, Köln, München, Nürnberg, Wien

Partnerinstitute oder -unternehmen

Die Deutsche POP ist ein Tochterunternehmen der music support group, einem Musikdienstleistungsunternehmen.
Dazu gehören u. a. Tonstudios, eine Werbeagentur und weitere Partner aus der Branche. Diese arbeiten eng mit der DeutschenPOP zusammen.

Außerdem führt die Bildungseinrichtung weitere Partner auf: von Apple, Photoshop und Sennheiser (Ausstattung) bis hin zu den Zeitschriften DeinBlick und Prinz (Projekte und Workshops).

Eine weitere Tochter der msg ist die Hochschule der Populären Künste, die staatlich anerkannte Studiengänge anbietet.

Kosten des Ausbildungsgangs

Je nach Zahlungsmodell (monatliche Raten, Anzahlung oder Gesamtzahlung) müssen die Teilnehmer mit 1.450 bis 1.800 Euro Gebühren pro Kurs rechnen, also 4.350 bis 5.400 Euro
für den gesamten Ausbildungsgang.

Formale Voraussetzungen

Kein Schulabschluss nötig (Mindestalter 18 Jahre, im Ausnahmefall 16 Jahre)

Technische Voraussetzungen/Arbeitsmittel

Für die Übungszeiten und Projekte außerhalb des Regelunterrichts benötigen die Teilnehmer einen eigenen Computer sowie Software-Lizenzen. Letztere können sie an der Deutschen POP zu vergünstigten Konditionen erwerben. Es können aber auch Arbeitsplätze in den Gebäuden der DeutschenPOP genutzt werden.

Welche Sprachen muss ein Bewerber können?

gutes Beherrschen der deutschen Sprache

Zertifizierung

Einige der Ausbildungsgänge sind nach AZWV (Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung) zertifiziert, also als berufliche Weiterbildung anerkannt. Die Teilnehmer haben danach Anspruch auf eine Förderung nach SGB III. Der Ausbildungsgang Mediendesign gehört allerdings nicht dazu – er wird nur als Bestandteil des Ausbildungsgangs Art Director oder Creative Director gefördert.

Wie viele Professoren, Mitarbeiter und Studenten gibt es?

Zurzeit gibt es 36 Dozenten im Bereich Design, insgesamt führt die Deutsche POP derzeit etwas 93 Dozenten auf ihrer Webseite auf.

Aufgrund der neuen Standorte dürften es aber mittlerweile mehr sein. Außer den Dozenten gibt es an jedem Standort außerdem noch etwa vier weitere Mitarbeiter.

Die Klassen im Bereich Mediendesign sind sehr klein, so gab es im jüngsten Halbjahr (Stand Januar 2012) in Hamburg fünf Teilnehmer, von denen vier den Ausbildungsgang erfolgreich bestanden haben. Durchschnittlich liegt die Auslastung bei acht Teilnehmern. Insgesamt haben seit der Gründung der DeutschenPOP etwa 20.000 Teilnehmer das Angebot genutzt.

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