Allgemeine Informationen zu Grafikdesign

Die Gestaltung von visuellen Aspekten in unterschiedlichen Medien, die durch ihre Wiedergabe den Menschen etwas mitteilen, nennt man Grafikdesign. Hierzu werden vielfältige technische und künstlerische Mittel genutzt.

Geprägt wurde der Begriff „Grafikdesign“ 1922 von William Addison Dwiggins. Früher vereinigte oft eine Person die Berufsbilder Typograf, Grafiker, Drucker, Designer und Schriftsetzer in sich. Heutzutage sind Design, visuelle Kommunikation und Grafik nur eine Untergruppe des Kommunikationsdesigns.

Mit den Anforderungen der modernen Gesellschaft ist das Stellenprofil des Grafikdesigners relativ fest verbunden. Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikationsaufgaben von Kultur und Wissenschaft sowie Werbung sind die Schwerpunkte. Aber nicht überall ist die Entwicklung des Grafikdesigns an die industrielle Veränderung gekoppelt. In Frankreich beispielsweise hatten politisches und soziales Engagement und die Plakatkunst nach der Studentenrevolte im Jahr 1968 sehr starken Einfluss.

Die Berufsbezeichnung Grafikdesigner

Grafikdesigner/-in ist eine nicht geschützte Berufsbezeichnung und eine Spezifizierung des Begriffs „Designer“. Damit unterscheidet sich also der Grafikdesigner vom Mode-, Industrie-, Web- und Fotodesigner. Wer ein erfolgreich absolviertes Hochschulstudium besitzt, darf danach einen Diplomgrad führen wie zum Beispiel Diplom-Designer/-in.

Ausbildung zum Grafikdesigner

Die Ausbildung zum Grafikdesigner ist ein staatlich anerkannter Studiengang. Die Ausbildung ist rein schulisch und besteht aus dreijährigem Vollzeitunterricht. Dieser findet an Berufskollegs für Grafik und Design statt. Damit man an solch einer Schule aufgenommen wird, muss man eine Mappe mit Gestaltungsarbeiten einreichen und zusätzlich eine Aufnahmeprüfung absolvieren. Dies ist sowohl an staatlichen als auch an privaten Schulen der Fall. Alternativen zum Ausbildungsberufs Grafikdesigner/-in sind beispielsweise Designer/-in oder Mediengestalter/-in.

Die Ausbildung zum Grafikdesigner kann auch berufsbegleitend absolviert werden. Dieser Studiengang wird seit Sommer 2011 in zwei verschiedenen Varianten angeboten. Es ist ein Präsenzstudium in Bad Sooden-Allendorf oder ein Fernstudium mit Präsenzphasen in Leipzig, Friedrichshafen, Hannover und Mannheim möglich. Die Präsenzphasen im Fernstudium finden samstags statt.

Was muss ich mitbringen, wenn ich Grafikdesigner werden will?

Wer diese Ausbildung anstrebt, sollte mit einem Stift und Pinsel genauso sicher umgehen können wie mit einem Computer, einer Maus und einem Scanner. Außerdem sollte man ein hohes Maß an Kreativität besitzen, ansonsten ist die Ausübung dieses Berufs wohl unmöglich.

Tätigkeitsfelder von Grafikdesignern

Seit Ende der 80er-Jahre befassen sich Grafikdesigner neben den üblichen Printmedien – Bücher, Karten, Zeitschriften, Broschüren und Plakate – auch immer mehr mit elektronischen Medien mit interaktiven Komponenten. Druckgrafik, Fotografie, Typografie, Desktop Publishing und Illustration sind mögliche Tätigkeitsfelder im Grafikdesign.

Seit einigen Jahren beschränkt sich das klassische Grafikdesign nicht mehr nur auf das Gestalten mit und von grafischen Formen. Deshalb setzt sich der Oberbegriff „Kommunikationsdesign“ immer mehr durch. Dieser beinhaltet außer der visuellen Kommunikation auch die audiovisuelle und die verbale Kommunikation.

Das Einkommen eines Grafikdesigners

Das Einkommen schwankt von Bundesland zu Bundesland. Im Durchschnitt verdient ein Grafikdesigner brutto etwa 2.263 € monatlich.