Master of Business Administration an der Universität Potsdam

Seit 2005 bietet die UP Transfer GmbH an der Universität Potsdam einen MBA-Studiengang an. Durch den Master of Business Administration Uni Potsdam mit seinen fünf möglichen Spezialisierungsrichtungen sollen sich die Teilnehmenden zu Führungskräften in innovativen und schnell wachsenden Bereichen weiterentwickeln. In den ersten drei Semestern eignen sich die Studierenden dabei die Inhalte an, während sie im vierten Semester ihre Masterarbeit schreiben.

Bei ihrem MBA-Programm setzt die Universität Potsdam auf das Blended Learning Prinzip: Dabei wechseln sich Distance Learning und Präsenzblöcke ab. So startet in der Regel jedes Modul mit einer ersten Distanzphase, in der sich die Studierenden mithilfe der Lernplattform Moodle vorab in das jeweilige Thema einarbeiten. In einem ersten Präsenzblock werden dann die Inhalte vermittelt und Praxisaufgaben verteilt, die dann in der zweiten Distanzphase selbstständig oder in Gruppenarbeit gelöst werden. In der zweiten Präsenzphase werden die Ergebnisse der Aufgaben dann präsentiert und diskutiert.

Der Master of Business Administration an der Universität Potsdam gliedert sich inhaltlich in zwei Phasen: Einerseits absolvieren alle Studierenden Pflichtmodule im allgemeinen Management. Dann spezialisieren sie sich in eine der fünf Richtungen. Im General-Management-Teil der Ausbildung erhalten die Teilnehmenden Einblicke ins Wirtschaftsrecht und die wissenschaftliche Methodik. Aber auch externes Rechnungswesen und Controlling stehen auf dem Stundenplan. Zudem erfahren sie auch, worauf es beim strategischen und Human-Resource-Management ankommt. Vertrieb, B2B-Marketing und Business Development sind weitere Schwerpunkte der Vermittlung des allgemeinen Managements.

Besonderheiten des Studiums

Danach haben die Studierenden die Möglichkeit, sich ganz nach ihren eigenen Interessen in fünf verschiedene Richtungen zu spezialisieren:

  • Wer sich in der Life Science Branche tätig ist, wählt den MBA Biotechnologie und Medizintechnik.
  • Für den MBA Informations-technologie entscheiden sich Teilnehmenden, die entweder schon aus der IT kommen oder sich in diesem Bereich beruflich weiterentwickeln wollen.
  • Wer mehrgleisig fahren möchte, für den ist der MBA Innovationstechnologie genau das Richtige. Denn dort können Module aus dem biomedizinischen und aus dem informationstechnologischen Bereich ausgewählt und belegt werden.
  • Studierende, die später als Führungskräfte im Health-Care-Bereich tätig werden möchten, können sich dafür durch den MBA Innovatives Gesundheitsmanagement qualifizieren.
  • Jetzt neu wird ein MBA Negotiation Management angeboten, welcher angehenden Führungskräften die verschiedenen Methoden und Perspektiven der Verhandlungsforschung verfügbar macht.

Aufnahmeverfahren

Das Studium kann jederzeit begonnen werden.

Ablauf des Bewerbungsverfahrens

  • Die Bewerber müssen die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen: Sie müssen über eine mindestens zweijährige Berufserfahrung, gute Englischkenntnisse und ein abgeschlossenes Hochschulstudium verfügen.
  • Die Interessenten füllen das Anmeldeformular aus und schicken es an die Hochschule. Sie legen einen Lebenslauf, zwei Passfotos, Kopien der (Hoch)Schulzeugnisse sowie Nachweise der Berufserfahrung und der Englischkenntnisse bei.
  • Jeder Bewerber/jede Bewerberin wird zu einem etwa zwanzigminütigen Beratungsgespräch an die Hochschule eingeladen. Dabei wird geprüft, ob die Zulassungsvoraussetzungen für das MBA-Studium erfüllt sind und der Bewerber/die Bewerberin für das Programm geeignet ist.
  • Der Kandidat/die Kandidatin wird aufgenommen und beginnt sein/ihr Studium.

Die Hochschule

Die staatliche Universität Potsdam wurde 1991 gegründet. Mittlerweile hat sie über 20.000 Studierende, knapp 4.000 Mitarbeiter und Professoren sowie fünf Fakultäten. Seit 2005 bieten die Universität und die UP Transfer GmbH MBA-Studiengänge an.

Zunächst entwickelten sich die Spezialisierungsrichtungen Biotechnologie und Medizintechnik (MBA BioMedTech), Informationstechnologie (MBA InfoTech) und Innovative Technologien (MBA InnoTech). Seit dem Wintersemester 2014/15 gibt es die Möglichkeit, sich während des MBA-Programms in das Innovative Gesundheitsmanagement (MBA Gesundheit) zu vertiefen. Ganz neu ab dem Wintersemester 2017/2018 wird die Vertiefung Negotiation Management angeboten. (MBA Negotiation).

Fazit

Beim MBA-Programm der Universität Potsdam handelt es sich um ein sehr flexibles Programm. Denn die Studierenden haben die Möglichkeit, aus fünf Vertiefungsrichtungen diejenige zu wählen, die für sie selbst und die eigene Karriere am sinnvollsten ist. Zudem besteht das Programm zu einem nicht geringen Teil aus Distance-Learning, wobei sich die Teilnehmenden die Zeit, wann sie lernen bzw. ihre Aufgaben erledigen, frei einteilen können.

Die Vertiefungsrichtungen sind speziell und fokussieren sich auf die Bio- und Medizintechnologie, die Informationstechnologie, den Health-Care-Bereich sowie auf das Verhandlungsmanagement.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.mba-potsdam.de.

Gespräch mit zwei Teilnehmern des Studiengangs

  • PD Dr. Dr. Mathias Rauchhaus
    Hat den MBA im Wintersemester 2012/13 begonnen; hat vor drei Jahren sein eigenes Beratungsunternehmen gegründet
  • Bernardo Strasburger
    Hat den MBA  2016 abgeschlossen; SAP-Consulting-Manager bei T-Systems International

Herr Rauchhaus, Herr Strasburger, warum haben Sie sich für den MBA an der Universität Potsdam entschieden?

Rauchhaus: Ich bin Arzt, habe viele Jahre Krankenhausmanagement gemacht und dann bei einem medizintechnischen Unternehmen gearbeitet. Daraus habe ich meine Gründungsidee abgeleitet und mich als Berater selbständig gemacht. Genau für den Aufbau des Beratungsunternehmens brauchte ich wirtschaftswissenschaftliche Kenntnisse, um das große Ganze zu verstehen. Ich wollte keinen MBA für Ärzte machen, sondern einen, der sich auf die Biomedizintechnik spezialisiert. Den fand ich ausgerechnet in meiner Heimatstadt Potsdam. Also habe ich mich für das Programm entschieden.

Strasburger: Ich arbeite seit Jahren für die T-Systems International, ein international operierender Dienstleister für Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Das Unternehmen gehört zur Deutschen Telekom AG. Der Bereich Life Science & Health Care wird für T-Systems immer wichtiger. Insofern hatte mich der Bereich BioMedTech beim MBA der Universität Potsdam sofort interessiert. Denn ich suchte im Raum Berlin nach einem Weiterbildungsprogramm, das kein klassischer General-Management-Studiengang sein sollte, sondern Wirtschaftswissen mit einer speziellen Branche kombinierte. Denn General-Management hatte ich schon in der Schweiz an der Boston-Business-School (BBS in Zürich) und am Malik Managementzentrum St. Gallen (MZSG) u.a. in Davos schon jeweils mit einem Management-Diplom erfolgreich abgeschlossen.

Wo arbeiten Sie heute?

Rauchhaus: Seit drei Jahren führe ich das von mir gegründete Beratungsunternehmen für Innovatives Versorgungsmanagement.

Strasburger: Ich bin SAP-Consulting-Manager bei T-Systems International.

Haben sich Ihre Erwartungen an Ihr Studium erfüllt?

Rauchhaus: Meine Erwartung war, dass ich mich in bestimmte wirtschaftswissenschaftliche Fächer wie Marketing, Projektmanagement, Entrepreneurship oder Innovationsmanagement vertiefen kann und dadurch Instrumente an die Hand bekomme, um selbständig arbeiten zu können. Das hat sich voll erfüllt.

Strasburger: Die Erwartung war, Managementthemen zu aktualisieren und mein diesbezügliches Wissen aufzufrischen – und das sollte mit einer neuen Branche, dem Life Science & Gesundheitsbereich, kombiniert werden. Dort wollte ich die wissenschaftlichen Hintergründe erfahren, aber auch einen Praxisbezug haben. Diese Erwartungen haben sich voll erfüllt.

Wie würden Sie die Studierenden an der Hochschule und in ihrem Studiengang beschreiben?

Rauchhaus: Sehr viele Kommilitonen, von denen ca. zwei Drittel promoviert sind, kommen aus der Biomedizintechnik. Manche arbeiten in der Forschung und wollen selbst Firmen gründen. Andere arbeiten in Unternehmen und übernehmen dort das Projektmanagement oder eine Leitungsfunktion.

Strasburger: Die meisten arbeiteten bereits im Life Science & Gesundheitswesen, es gab aber auch Leute wie mich, die einen wirtschaftswissenschaftlichen Hintergrund hatten. Wir waren eine bunt gemischte Gruppe von 15 Studierenden. Das hat mir gut gefallen.

Inwiefern kann der MBA Ihnen für Ihre Karriere nützlich sein?

Rauchhaus: Die Inhalte, die ich für meine Beratertätigkeit täglich benutzen will, sind für mich das Entscheidende. Nicht der Titel, denn davon habe ich genug.

Strasburger: Das kann er auf jeden Fall schon allein durch den Titel, der international anerkannt ist. Zudem ist es für die Strategie der Telekom sehr wichtig, auch zukünftig weiterhin neben den Themen „Förderung der Internationalisierung“ und „Arbeiten im digitalen Zeitalter (Future Work)“ auch „Lebenslanges Lernen (Fort- und Weiterbildung)“ für ihre Tochtergesellschaften und Beteiligungen auf fünf Kontinenten mit rund 230.000 Mitarbeitern auszuprägen und zu erweitern, denn der Wettbewerb verschärft sich überall und weltweit.

Das zeige ich durch den MBA, zumal ich dadurch aktualisiertes Managementwissen und neues Know how in der Wachstumsbranche Life Science & Gesundheitswesen zusammenführe.

Inwiefern haben Sie noch Kontakt zu Ihren Kommilitonen, Dozenten oder anderen Alumnis?

Strasburger: Wir telefonieren sehr regelmäßig miteinander. Wenn es die Möglichkeit gibt, sich persönlich zu treffen, dann machen wir das. Davon profitiere ich auch beruflich. Denn für einen SAP-Consulting-Manager aus dem Beratungsgeschäft ist ein funktionierendes Netzwerk sehr wichtig.

Was sollen künftige Studierende über die Hochschule und ihren Studiengang wissen?

Rauchhaus: Es ist ein sehr gutes und mit 15.000 Euro auch günstiges MBA-Programm. Ein ähnliches Programm kostete an einer anderen Hochschule 56.000 Euro. Wichtig ist auch zu wissen, dass ein ganz großer Anteil an der Studienleistung die Hausarbeiten sind. Die eigentliche Arbeit wird also zuhause in der eigenen Freizeit gemacht.

Strasburger: Toll ist, dass man an der Universität Potsdam (UP) sehr gut betreut wird. Sobald eine Frage aufkommt, wird sie gelöst. Auch die Unterstützung während der Abschlussarbeit war sehr gut. Super fand ich auch, dass die Dozenten an der Universität Potsdam alle aus der Praxis kommen. So kann man sehr viel praktisches Wissen mitnehmen und auch gleich umsetzen.

Wie sehr vereinnahmt einen das Studium?

Rauchhaus: Am Anfang habe ich es super weggesteckt. Denn ich hatte recht viel Zeit, weil ich mich damals erst gerade selbständig gemacht hatte. Am Ende war es schwerer, weil ich beruflich viel zu tun hatte. Gerade die Hausarbeiten, die man nachts oder am Wochenende macht, sind schon zeitaufwendig.

Strasburger: Wer so ein Programm absolviert, muss sich klar sein, dass er währenddessen sehr wenig Freizeit haben wird.

Welchen Personen würden Sie das Programm empfehlen?

Rauchhaus: Meiner Meinung nach profitieren davon vor allem Leute, die schon Berufserfahrung vorweisen können. Denn man kann sein Wissen einbringen, aber auch trotzdem viel neues Know how rausziehen.

Strasburger: Naturwissenschaftler und Ärzte, die sich zusätzlich betriebswirtschaftliches Wissen aneignen wollen, um Steuerungs- und Managementpositionen einzunehmen oder dieBWL bereits studiert haben und sich in das neue strategische Wachstumsfeld „Life Science & Health Care“ orientieren möchten.

Interview mit einer Vertreterin der Hochschule

  • Dr. Roya Madani
    Studiengangsleiterin

Frau Madani, was sind die Besonderheiten des MBA-Studiengangs an der Universität Potsdam?

Die Besonderheiten sind die Spezialisierungen in verschiedenen Branchen. Unser MBA richtet sich an die Personen, die aus der Biotechnologie bzw. der Medizintechnik oder der Informationstechnologie kommen, im Gesundheitsbereich oder im Management tätig sind und sich weiterqualifizieren wollen. In den Gruppen sitzen sie mit Dozenten und Kommilitonen zusammen, die aus den gleichen Branchen kommen. Dadurch gibt es einen sehr guten Austausch.

Für wen ist der Studiengang genau das Richtige?

Durch unser Programm sprechen wir Fach- und Führungskräfte an, die aus den genannten Fachrichtungen kommen. Sie wollen mehr Verantwortung übernehmen und sich deshalb durch unseren Studiengang weiterbilden. Denn hier erlernen sie wirtschaftswissenschaftliche Fähigkeiten. Das hilft auch Leuten, die planen, eigene Unternehmen zu gründen.

Was unterscheidet den MBA-Studiengang von ähnlichen Studiengängen an anderen Instituten in Deutschland oder Europa?

Die Spezialisierungsrichtungen sind etwas, was uns von den Konkurrenten unterscheidet. Die Vertiefungen in Biomedizintechnik oder Verhandlungsmanagement gibt es beispielsweise bundesweit nirgendwo anders. Pioniere sind wir auch im Bereich Informationstechnologie. Ein anderes Merkmal, das uns auszeichnet, ist die Flexibilität in der Zeiteinteilung, die die Studierenden genießen. Wir haben Module, die sie jederzeit besuchen können. Davon profitieren natürlich die berufstätigen Studierenden. Zudem haben wir ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis.

Mit welchen Hochschulen konkurrieren sie?

Gerade in Berlin gibt es Konkurrenten – wie mehrere Fachhochschulen. Aber sie bieten nicht dieselben Spezialisierungen an.

Warum entscheiden sich die Studierenden trotz der Konkurrenz für den MBA an der Universität Potsdam?

Natürlich sind die Spezialisierungen ein wichtiger Grund. Viele kommen aber auch aus dem Land Brandenburg und entscheiden sich deshalb für uns, zumal es für Bewohner dieses Bundeslandes seit dem 1. Juni 2015 möglich ist, einen Zuschuss zur beruflichen Weiterbildung zu bekommen. Zudem werben unsere Absolventen auch für unseren Studiengang, wodurch sich nicht wenige Studierende aus den besagten Branchen für uns entscheiden.

Was erwarten Sie für die Zukunft des Studiengangs?

Wir wollen den Studiengang weiter etablieren und noch bekannter machen – vor allem die beiden neuen Spezialisierungen Gesundheitsmanagement und Verhandlungsmanagement.

Bezeichnung des Abschlusses

Master of Business Administration (MBA)

Regelstudienzeit in Semestern

4 Semester

Vollzeit, Teilzeit oder beides möglich?

Teilzeit. Alle zwei bis drei Wochen kommen die Studierenden freitags und samstags von 9 bis 17 Uhr an den Campus Griebnitzsee

Kosten des Studiums

17.700 Euro, die in  Raten zu zahlen sind. Die Ratenzahlung wird individuell vereinbart.

Formale Voraussetzungen für den Studiengang

  • erster akademischer Abschluss
  • mindestens zwei Jahre Berufserfahrung
  • gute Englischkenntnisse

Welche technischen Voraussetzungen oder Arbeitsmittel muss man mitbringen?

Keine besonderen EDV-Kenntnisse nötig, aber Internetzugang und PC sind erforderlich.

Welche Sprachen muss ein Bewerber können?

Deutsch und Englisch. Nachweis z.B. durch TOEFL (250 Punkte computerbasiert oder 600 Punkte papierbasiert)

Akkreditierung

Akkreditierungs-, Certifizierungs- und Qualitätssicherungsinstitut ACQUIN

Wie viele Professoren, Mitarbeiter und Studierende gibt es?

26 Dozierende; 7 Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen im MBA-Team; 33 aktuelle Teilnehmende, 45 Alumni.

Lassen Sie sich beraten:
Dr. Roya Madani
Studiengangleiterin

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