MBA-Fernstudienprogramm an der Hochschule Koblenz, RheinAhrCampus

Das MBA-Fernstudienprogramm des RheinAhrCampus richtet sich an Berufstätige, die branchenspezifisches betriebswirtschaftliches Know-how und Managementkompetenzen erwerben möchten, und dabei auf ein besonders flexibles Angebot angewiesen sind.

Die Hochschule

Der RheinAhrCampus Remagen wurde als einer von drei Standorten der Hochschule Koblenz im Jahr 1998 gegründet und wird seither finanziell vom Land Rheinland-Pfalz getragen.
Seit 1998 bietet der RheinAhrCampus Studienprogramme im Weiterbildungssektor an. Von 1999 bis 2008 wurde zum Beispiel der berufsbegleitende Fernstudiengang “Wirtschaftsingenieurwesen” bis zur Umstellung von Diplom- auf Bachelor- und Masterstudiengänge erfolgreich betrieben. Dieser Studiengang war das Vorgänger-Programm des heutigen MBAs. Das MBA-Fernstudienprogramm ist eines der größten MBA-Programme in Deutschland und wird seit 2003 in Kooperation mit der Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH) angeboten.

Zurzeit besuchen rund 8.000 Studierende die drei Standorte Koblenz, Remagen und Höhr-Grenzhausen, etwa 3000 von ihnen sind am RheinAhrCampus in Remagen eingeschrieben.

Aufnahmeverfahren

Interessenten können sich jedes Jahr für das Sommersemester vom 1. November bis zum 15. Januar bzw. für das Wintersemester vom 1. Mai bis zum 15. Juli bewerben.

Je früher Sie sich anmelden, um so größer ist die Chance, dass Sie zum Studienbeginn alle Unterlagen vorliegen und Zugang zur Online-Lernplattform haben, da für die administrative Einrichtung des Studienplatzes entsprechende Zeiten notwendig sind.
Vor allem beruflich Qualifizierte, die über die Eignungsprüfung zugelassen werden, sollten einen Administrationszeitraum von mindestens sechs Wochen beachten und sich daher möglichst frühzeitig bewerben.

Ansprechpartner für Studieninteressierte

Bei Fragen zu Ihrer Bewerbung und dem Studium steht die Studienberatung des MBA-Teams unter info@mba-fernstudienprogramm.de bzw. Telefon 02642 932-622 sehr gerne zur Verfügung.

Ablauf des Bewerbungsprozesses

Die Anmeldung bzw. Bewerbung läuft am RheinAhrCampus nicht direkt über die Hochschule, sondern über die Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH). Dabei handelt es sich um eine wissenschaftliche Einrichtung der Länder Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland, welche die Entwicklung und Durchführung von Fernstudienprogrammen fördern und unterstützen soll. Dreizehn Fachhochschulen sind in diese Zusammenarbeit eingebunden. Die ZFH ist u.a. für die Studierendenverwaltung, die Rückmeldungen und den Gebühreneinzug zuständig.

Die Anmeldung erfolgt online über dieses Formular.

Es ist notwendig, sich einen eigenen Account auf der Seite einzurichten.
Folgende Daten und Dokumente sollte man dazu bereit halten.

  • persönliche Daten
  • Hochschulzugangsberechtigung (Zeugnisse, Abschlussdatum, Note, Ort)
  • Nachweis der Berufserfahrung (Bezeichnung der Tätigkeit, Dauer, Umfang)
  • Informationen über das Erststudium

Nach Ausfüllen der Online-Maske, muss das Anmeldeformular ausgedruckt, unterschrieben und an die ZFH geschickt werden. Außerdem werden noch folgende Unterlagen verlangt:

  • Nachweis der Hochschulzugangsberechtigung in beglaubigter Kopie
  • Nachweis eines Hochschulstudiums in beglaubigter Kopie
  • ggfs. Nachweis einer abgeschlossenen Berufsausbildung
  • Nachweis der Berufserfahrung (durch Arbeitsverträge oder Bestätigung des Arbeitgebers)
  • tabellarischer Lebenslauf mit Passbild
  • Nachweis der Krankenversicherung

Der Zulassungsantrag ist einzureichen an folgende Adresse:

ZFH – Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen
Konrad-Zuse-Str. 1
56075 Koblenz

Nach Prüfung der eingegangenen Unterlagen bekommen die Bewerber einen positiven Bescheid, sofern sie die formalen Zulassungskriterien erfüllen.

Bewerber ohne Erststudium müssen vor Zulassung zum Studium eine Eignungsprüfung bestehen. Sie dient dazu zu überprüfen, ob ihre bisherigen beruflichen Qualifikationen und Erfahrungen gleichwertig mit einem grundständigen Studium (z. B. Bachelor) sind. Die Prüfung setzt sich aus drei Teilen zusammen:

  • Motivationsschreiben: Das Motivationsschreiben sollte einen Umfang von circa 1 – 2 DIN A4 Seiten haben.
  • Berufliche Erfahrung: Hierfür soll ein tabellarischer, lückenloser Lebenslauf sowie eine Auflistung der bisherigen beruflichen Weiterbildungen beigefügt sein.
  • Mündliche Prüfung: Abschließend findet eine mündliche Prüfung statt, für die die Bewerber an einem Freitag Nachmittag oder Samstag an den RheinAhrCampus eingeladen werden. Die Prüfung setzt sich aus einem 20-minütigen Vortrag über ein Thema aus der beruflichen Praxis sowie einer anschließenden Diskussion zusammen. Im Vorttrag wird unter anderem die Methodenkompetenz bewertet.

Bewerber, die die Eignungsprüfung bestanden haben, müssen während ihres Studiums eine Weiterbildung zum wissenschaftlichen Arbeiten absolvieren.

Aufbau und Ablauf des Studiums

Das Studium besteht aus neun Basismodulen, die während des ersten und zweiten Semesters stattfinden. Darin werden betriebswirtschaftliche Grundlagen und Managementkompetenzen vermittelt. Während des dritten und vierten Semesters beschäftigen sich die Teilnehmer mit ihrem jeweiligen fachlichen Schwerpunkt. Sie können zwischen acht verschiedenen Vertiefungsrichtungen wählen. Im fünften Semester schreiben die Studierenden ihre Master Thesis.

Die Studieninhalte erarbeiten sich die Teilnehmer im Selbststudium. Dafür stellt ihnen die Hochschule Lehrmaterialien, Betreuung durch die Dozenten sowie eine Online-Lernplattform zur Verfügung. Zusätzlich können sie an den Präsenzveranstaltungen der jeweiligen Module teilnehmen. Diese finden ausschließlich an Samstagen statt und dienen der Vertiefung, der Fallstudiendiskussion und der Klärung von offenen Fragen oder Problemen. Es gibt jedoch keine Präsenzpflicht.

Die Module im Einzelnen – Basismodule

  • Economics

Das Modul besteht aus den Kursen „Microeconomics I“, Microeconomics II“, „Economic Policy“ sowie „International Economics“. Es behandelt die volkswirtschaftlichen Grundlagen, macht die Studierenden mit der Funktionsweise der Märkte vertraut und vermittelt ihnen zudem die Auswirkungen der Wirtschaftspolitik sowie die außenwirtschaftliche Verflechtung Deutschlands.

  • Wirtschafts- und Arbeitsrecht

Im Mittelpunkt dieses Moduls stehen Inhalte des Wettbewerbsrechts und des Urheberrechts. Die Teilnehmer sollen für juristische Probleme sensibilisiert werden und die Kommunikation mit Juristen trainieren, zudem lernen sie verschiedene juristische Gesellschaftsformen kennen und werden mit den typischen Rechtsproblemen des Wirtschaftslebens vertraut gemacht. Auf dem Stundenplan stehen „Allgemeines Wirtschaftsprivatrecht“, „Besonderes Wirtschaftsprivatrecht“, „Gesellschaftsrecht“ sowie eine Einführung in das Arbeitsrecht.

  • Externe Rechnungslegung und Besteuerung

In Fokus dieses Moduls steht die Externe Rechnungslegung als wichtiges Instrument der Entscheidungsfindung heutiger Führungskräfte. Zu diesem Teil des Studiums gehören die Kurse „Buchführung“, „Jahresabschluss und Steuerbilanz“, „Betriebliche Steuern“ und „Internationale Rechnungslegungsgrundsätze“.

  • Informationsmanagement/ Prozessmanagement

Das fünfte Modul dreht sich darum, wie die Beschaffung und Verarbeitung von Informationen den Unternehmenserfolg beeinflussen. Die Teilnehmer sollen lernen, den Zusammenhang von technischen und ökonomischen Problemen zu erkennen und informationstechnische Prozesse zu realisieren. Das Modul besteht aus den Kursen „Management der IuK-Technologien und Informationssysteme“, „E-Business/E-Commerce“ sowie „Prozessmanagement“.

  • Führung und Organisation

Dieses Modul besteht aus den Kursen „Grundlagen und Theorien der Unternehmensführung“, „Organisational Behaviour“, „Mitarbeiterführung“, „Organisationsmanagement“ sowie „Organisation internationaler Wertschöpfungsketten“ – die Teilnehmer sollen die Grundlagen, Gestaltungsmöglichkeiten und Probleme moderner Unternehmensführung kennenlernen und außerdem Führung einerseits als situative Lenkung – also Führung im engeren Sinne – und andererseits als übersituative Gestaltung – also Organisation – begreifen.

  • Human Resource Management

Im Fokus dieses Kurses stehen die einzelnen Beschäftigen des Unternehmens. Die Teilnehmer werden dafür sensibilisiert, dass ihre Mitarbeiter nur dann eine effiziente Arbeitsleistung bringen können, wenn ihre Erwartungen und Vorstellungen erfüllt werden. Auf dem Modulplan stehen die Veranstaltungen „Funktionales Human Resource Management“, „Strategisches HRM“, „Human Capital Management“ und „Dimensionen internationalen HRM“.

  • Management und Controlling

Die Teilnehmer analysieren das Unternehmen aus Führungssicht und eignen sich so eine ganzheitliche Perspektive an. Zudem werden ihnen die wichtigsten Instrumente und Methoden des Managements sowie des Controllings vermittelt. Zu dem Modul gehören „Unternehmensverfassung, Strategie und Planung“, „Einführung in das Controlling“, „Kosten- und Leistungsrechnung“, „Investition und Finanzierung“, „Innovationsmanagement“ sowie „Change Management“.

  • Internationale Kompetenzen

Auch der Aspekt Globalisierung wird berücksichtigt: Die interkulturellen und fremdsprachlichen Handlungskompetenzen der Teilnehmer sollen in diesem Modul gefördert werden. Zudem analysieren sie die Erfolgsfaktoren bei der Internationalisierung von Unternehmen. Zu diesem letzten Basismodul gehören die Kurse „Business English I“, Interkulturelles Management“, „Business English II“ sowie „Internationales Management“.

  • Quantitative und Qualitative Methoden

Dieses Modul macht die Studierenden mit den gängigen quantitativen und qualitativen Methoden vertraut. Sie erlernen, die Ergebnisse statistischer Analysen zu interpretieren und kritisch zu hinterfragen sowie die für die jeweilige Problemstellung geeignete Methode auszuwählen und anzuwenden. Im Gegensatz zu den restlichen Modulen dieses Studiengangs wird „Quantitative und Qualitative Methoden“ als vorbereitende Studienleistung erbracht, also nicht benotet, sondern lediglich mit „bestanden“ bzw. „nicht bestanden“ bewertet.

Im zweiten Jahr wählen die Teilnehmer ihren jeweiligen Schwerpunkt, der das dritte und vierte Semester ausfüllen wird. Sie können sich zwischen folgenden Möglichkeiten entscheiden:

  • Financial Risk Management konzeptionelle, modelltheoretische und prozessuale Grundlagen des Risikomanagements und umfangreiche Fallstudien
  • Gesundheits- und Sozialwirtschaft Verständnis für veränderte Rahmenbedingungen und Merkmale im Gesundheitswesen, Analyse und Erkennen von Strukturen, Herausforderungen für die Bereiche Gesundheit und Soziales
  • Leadership ethische Begründung von Führung, Verantwortung und Vertrauen / Erhöhung des Wertschöpfungsbeitrags der Mitarbeiter
  • Logistikmanagement Logistik als zentrales Glied im Wirtschaftskreislauf, Verständnis für und Anpassung an das dynamische Umfeld eines Unternehmens aus Kunden, Lieferanten, Dienstleistern, Wettbewerbern und Märkten
  • Marketingmanagement Ausrichtung unternehmerischer Tätigkeiten auf den Kunden
  • Produktionsmanagement Herstellung von Produkten auf effektive und kostenbewusste Weise, Zusammenhang von technischen und ökonomischen Problemen, Herausforderungen für Führungskräfte im Bereich der Produktion
  • Sportmanagement Management von Sportclubs, Verbänden und Spitzensportlern / Sportökonomie, Marketing, Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt Sport
  • Unternehmensführung / Finanzmanagement Theorie des Managementhandelns

Weitere Informationen und insbesondere ausführliche Beschreibungen zu den zur Auswahl stehenden Schwerpunkten können in der Broschüre des MBA-Fernstudienprogramms nachgelesen werden.

Fazit

Das akkreditierte MBA-Fernstudienprogramm des RheinAhrCampus richtet sich an berufserfahrene Teilnehmer, die ein flexibles Programm mit Spezialisierungsmöglichkeit suchen.

Als Fernstudiengang bietet der RAC seinen Studierenden große Flexibilität, die Teilnahme an den Präsenztagen ist nicht verpflichtend und es können Urlaubs- und Wiederholungssemster eingelegt werden.

Zudem hat die Hochschule ihr Studienangebot so angelegt, dass sich die Teilnehmer ab dem dritten Semester ein Jahr lang auf einen thematischen Schwerpunkt konzentrieren können und somit eine fachliche Vertiefungsmöglichkeit haben.

Obwohl in den Veranstaltungen des Programms keine Anwesenheitspflicht herrscht, wird die Teilnahme empfohlen, um den persönlichen Lernerfolg zu steigern.
Die Präsenzveranstaltungen bieten die Möglichkeit, als Gruppe zusammen zu wachsen und sich trotz Fernstudium auszutauschen. Wer ein Vollzeitprogramm sucht, wird am RheinAhrCampus nicht fündig werden.

Interview mit einem Absolventen des Studiengangs

  • Yvonne Kappertz
    Jahrgang 1981
    MBA-Studium 2011-2014 
    Vertiefungsrichtung: Unternehmensführung/Finanzmanagement

Frau Kappertz, wieso haben Sie sich für dieses Studium entschieden?

Das MBA-Fernstudienprogramm bietet eine optimale Möglichkeit, den Beruf und den Wunsch nach einem weiteren Studienabschluss zu vereinen, ohne berufliche Einschränkungen hinnehmen zu müssen. Die Studienunterlagen können individuell vorbereitet werden und die Vorlesungen sowie Klausuren liegen an Samstagsterminen, so dass diese gut wahrzunehmen sind. Außerdem besteht die Möglichkeit auch ohne ersten Studienabschluss einen sehr hochwertigen Masterabschluss zu erreichen. Die große Auswahl an Vertiefungsrichtungen war ein weiteres wichtiges Entscheidungskriterium, da ich so problemlos einen passenden Schwerpunkt für meine beruflichen Zukunftsvorstellungen finden konnte.

Haben Ihre beruflichen Erfahrungen zum Verständnis im Studium beigetragen?

Auf jeden Fall. In den meisten Vorlesungen konnte ich bei dem Lernstoff direkt einen Bezug zu meinem eigenen Arbeitsgebiet und dem Unternehmen in dem ich tätig bin herstellen. Man hatte quasi immer Beispiele direkt vor Augen. Bestimmte wirtschaftliche Prozesse finden außerdem in jedem Unternehmen statt, unabhängig von Branche oder Größe. Somit ging es nicht nur mir, sondern auch meinen Kommilitonen so, dass wir direkt einen Praxisbezug hatten. Mir fiel es dadurch deutlich leichter den Lernstoff zu verstehen. Außerdem ist es gut zu sehen, wofür man das Erlernte einsetzten kann. Man kann so auch viel besser wirtschaftliche Gesamtzusammenhänge erkennen und betrachtet sowohl seine Arbeit, als auch das Unternehmen noch einmal mit ganz anderen Augen.

Wie haben Sie das Studium und das Umfeld empfunden?

Die Atmosphäre war während der gesamten Studienzeit sehr gut. Dies gilt sowohl für den Umgang zwischen den Studenten als auch für den Umgang zwischen Studenten und Professoren. Ich kann jedem Studenten nur empfehlen die Vorlesungen zu besuchen, um so Kommilitonen kennenzulernen, mit denen man sich zum Studium, den Lernunterlagen oder Klausuren austauschen oder gemeinsam lernen kann. Zu manchen Kommilitonen sind echte Freundschaften entstanden, die über die Dauer des Studiums anhalten. Außerdem kann man durch die Vorlesungen Kontakte zu den  Professoren knüpfen, um so den passenden Betreuer für die spätere Masterthesis zu finden. Fragen zu den Studienunterlagen können dann ebenfalls während der Vorlesung oder auch problemlos per E-Mail geklärt werden.

Hat das Studium für Sie Vorteile gebracht und haben Sie zuvor gesteckte Ziele erreicht?

Durch das MBA-Fernstudium wollte ich mir neue Möglichkeiten für meinen beruflichen Werdegang erschließen. Bei der Dauer des Berufslebens die noch vor mir liegt, wollte ich mich mit einem breiteren Wissen und einem guten Abschluss vor allem für eine leitende Position qualifizieren.

Bereits vor der Abgabe der Masterthesis habe ich dann die Möglichkeit bekommen eine Stelle als Abteilungsleitung zu übernehmen. Das im Studium erworbene Wissen und die dort erlernten Lösungsstrategien helfen mir heute grundlegend bei der Bewältigung meiner täglichen Aufgaben. Wo auch immer mich mein beruflicher Werdegang hinführt, mit meinem MBA-Abschluss fühle ich mich für alle zukünftigen Aufgaben bestens qualifiziert.

Haben Sie noch Tipps für Studieninteressierte und Studienanfänger?

Wichtig ist es die Vorlesungen zu besuchen, da dies die beste Vorbereitung für die Klausuren ist. Fragen können geklärt werden und anhand von Aufgaben und Übungen kann man das Erlernte vertiefen und erhält eine Vorstellung davon, was in den Prüfungen gefragt wird. Außerdem kann man so Kontakte zu seinen Kommilitonen knüpfen, die wichtige Mitstreiter beim Studium sind. Neben all den positiven Aspekten eines Masterabschlusses, darf man jedoch nicht außer Acht lassen, dass das Studium sehr zeitaufwendig ist. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass das Studium den größten Teil der Freizeit in Anspruch nimmt und ebenfalls Familie und Freunde tangiert. Beim Absolventenball kann man dann jedoch zu Recht mit Stolz seine Urkunde entgegennehmen und mit seinen Kommilitonen auf das Geschaffte zurückzublicken und anstoßen. Außerdem kann man immer wieder feststellen, dass das Ansehen eines MBA-Abschlusses und eines Fernstudienganges sehr hoch sind.

Gespräch mit einem Vertreter der Hochschule

  • Prof. Dr. Thomas Mühlencoert
    Studiengangsleiter des MBA-Fernstudienprogramms des RheinAhrCampus

Wie kam es zur Gründung des MBA, und warum wurde er als Fernstudiengang angelegt?

Der Fachbereich hatte bereits den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen als Fernstudium angeboten. Hiermit wurde das Angebot entsprechend den Kompetenzen des Fachbereichs Wirtschafts- und Sozialwissenschaften ausgeweitet. Zu Ihrer zweiten Frage: Ein MBA-Studium wendet sich vornehmlich an Berufstätige. Insofern sollten Studium und Beruf miteinander vereinbar sein. Hierzu bietet sich ein Fernstudium geradezu an. Auch im Heimatland des MBA, denUSA, werden MBA-Studiengänge weitgehend berufsbegleitend angeboten.

Wie sieht die Zusammenarbeit mit Partner-Hochschulen im Ausland aus, welche Möglichkeiten haben Studierende in dieser Hinsicht?

Derzeit können die Studierenden im MBA-Programm die zahlreichen und vielfältigen Möglichkeiten des Auslandsstudiums nutzen, die der Fachbereich anbietet. Es gibt zahlreiche Kooperationen rund um den Globus und bereits in der Vergangenheit haben MBA-Studierende davon Gebrauch gemacht.

Gibt es auch persönliche Bewerbungsgespräche?

Es gibt selbstverständlich die Möglichkeit, sich vor der Bewerbung ausführlich von unseren Mitarbeiterinnen beraten zu lassen. Nachdem der Entschluss gefasst ist, können sich unsere Bewerber über das Onlinesystem der ZFH anmelden und ihre Bewerbungsunterlagen einschicken. Die ZFH übernimmt die Formalprüfung. Sind die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt, erhalten unsere Bewerber mit Erststudium eine positive Rückmeldung sowie den Gebührenbescheid. Die Bewerber ohne ersten Hochschulabschluss werden zu einer mündlichen Eignungsprüfung eingeladen. Diese besteht aus einer Präsentation über ein betriebswirtschaftliches Thema, sowie einem persönlichen Gespräch. Sofern die Eignungsprüfung bestanden wird, steht einem Studium bei uns nichts mehr im Wege.

Was macht die Teilnehmer dieses Studienganges aus?

Unsere Teilnehmer zeichnen sich besonders durch Zielstrebigkeit aus. Ein Fernstudium zu meistern, neben Arbeit und all den weiteren, alltäglichen Verpflichtungen, ist eine Herausforderung. Doch lebenslanges Lernen stellt eine erfolgsversprechende Strategie dar, um am Ball zu bleiben oder sich für neue Aufgabenbereiche weiterzubilden.
Wer Führungsaufgaben in Projekten, Abteilungen oder auf Ebene des Gesamtunternehmens übernehmen möchte, liegt mit seiner Entscheidung für das MBA-Fernstudienprogramm genau richtig. Ebenso bieten die verschiedenen Aufbaumodule beruflichen Umsteigern eine ausgezeichnete Möglichkeit, sich in einem neuen beruflichen Handlungsfeld zu qualifizieren und damit die eigene Bandbreite beruflicher Möglichkeiten deutlich zu erweitern.

Eignet sich der MBA auch für Teilnehmer ohne betriebswirtschaftliches Vorwissen?

Die Kernzielgruppe des MBA besteht aus Berufstätigen, die keine betriebswirtschaftlichen Kenntnisse mitbringen und Interesse haben, ihr Profil um dieses Know-how zu erweitern. Aber auch Personen, die bereits Vorwissen aus der BWL mitbringen und dieses in spezifischer Weise vertiefen wollen, kommen bei uns auf ihre Kosten. Wer eine Karriere im mittleren oder oberen Management anstrebt, übernimmt auch ökonomische Verantwortung und Managementaufgaben – egal ob als Mediziner im Krankenhaus oder als Ingenieur in einem Industrieunternehmen. Genau dafür ist das Fernstudium konzipiert.

Worauf sind Sie noch besonders stolz?

Wer neben Job und anderen Verpflichtungen studiert, schätzt besonders die große Flexibilität und individuelle Betreuung: 75% des Studiums erfolgt in sogenannten Selbstlernphasen anhand von Studienbriefen. Ergänzend dazu stehen Lehrinhalte auf einer Online-Lernplattform zur Verfügung, die darüber hinaus einem kontinuierlichen Austausch mit Kommilitonen und Dozenten dient. Hinzu kommen Präsenzveranstaltungen, ausschließlich an Samstagen, die nicht verpflichtend sind. Urlaubs- und Wiederholungssemester bieten Flexibilität, sollten die Studierenden beruflich einmal stärker eingespannt sein. Ebenso können nachzuholende Prüfungen garantiert im Folgesemester abgelegt werden. Eine individuelle Betreuung durch das MBA-Team am RheinAhrCampus ist ebenfalls sichergestellt.

Bezeichnung des Studiengangs

MBA-Fernstudienprogramm

Bezeichnung des Abschlusses

MBA (Master of Business Administration)

Dauer des Studiums

30 Monate (fünf Semester)

Vollzeit, Teilzeit oder ist beides möglich?

Nur berufsbegleitend und als Fernstudiengang möglich

 

Kosten des Studiums

Die Studiengebühren betragen im ersten und zweiten Semester 2.100 Euro (pro Semester), im dritten und vierten Semester 1.900 Euro und im fünften 1.600 Euro.

Ab dem sechsten Semester zahlt der Teilnehmer pro Semester 500 Euro. Wird die Master Thesis im fünften Semester angemeldet, aber nicht vollendet, ist nur der Semesterbeitrag von 105 Euro zu zahlen – dieser wird allerdings in jedem Semester fällig.

Wer sein Studium also in den anvisierten fünf Semester absolviert, zahlt demnach 10.125 Euro. Die Fahrt- und Übernachtungskosten für die Präsenzveranstaltungen in Remagen sind darin nicht enthalten. Der RheinAhrCampus bietet jedoch einen Firmenrabatt an, falls mehrere Mitarbeiter (mindestens fünf) an dem MBA-Programm teilnehmen.

Formale Voraussetzungen für die Bewerbung

  • abgeschlossenes Hochschulstudium
  • mindestens einjährige Berufserfahrung nach dem Erststudium

Durch die Gesetzgebung in Rheinland-Pfalz ist es auch geeigneten Kandidaten ohne ersten Hochschulabschluss möglich am MBA-Fernstudienprogramm teilzunehmen. Allerdings müssen diese Bewerber durch eine mündliche Prüfung ihre Eignung unter Beweis stellen.

Welche Sprachen muss ein Bewerber können?

Die Hauptunterrichtssprache ist Deutsch, einige Veranstaltungen finden jedoch auf Englisch statt. Dafür werden Kenntnisse des Niveaus B2 des „Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen“ erwartet.

Akkreditierung

Der MBA wurde durch die Agentur AQAS e.V. im Jahr 2016 re-akkreditiert, diese Re-Akkreditierung ist bis 2021 gültig.

Auszug aus der Bewertung:
“Die Ziele des erkennbar anwendungsorientierten, weiterbildenden Studiengangs sind deutlich und orientieren sich klar an dem Ziel der Fachhochschule Koblenz, folgende vier Merkmale zu stärken: Innovativität, Intensivität, Interdisziplinarität und Internationalität. Das Curriculum ist inhaltlich stimmig und pädagogisch wie didaktisch sinnvoll aufgebaut. Es umfasst die Vermittlung von Fach- und fachübergreifendem Wissen sowie methodischen, systematischen und kommunikativen Kompetenzen. Die Lernergebnisse der einzelnen Module richten sich nach den Gesamtzielen des Studiengangs.”

Wie viele Professoren, Mitarbeiter und Studierende gibt es?

Mittlerweile hat der RheinAhrCampus über 700 MBA-Absolventen verabschieden können, derzeit sind etwa 500 Teilnehmer eingeschrieben. Insgesamt lehren 53 Dozenten, sechs Mitarbeiter der Hochschule sind nur für diesen MBA zuständig.

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