MBA International Business Management & Leadership

Kempten – die sympathische 60.000 Einwohner Stadt liegt am Rand der Allgäuer Alpen. Wer hierher kommt, will hoch hinaus: Entweder wandern die Besucher auf einem der zahlreichen Höhenwege, auf denen man tagelang kein Tal besucht. Oder aber sie wollen beruflich aufsteigen. Dafür ist die Professional School of Business & Technology als Kompetenzzentrum für berufsbegleitende und berufliche Weiterbildung an der Hochschule Kempten bestens geeignet – immerhin die auf 700 Metern gelegene höchste Business School Deutschlands.

Der MBA Studiengang „International Business Management & Leadership“ spricht Ingenieure, Geistes- und Sozialwissenschaftler, Mediziner oder IT-Experten an, die sich Managementwissen aneignen wollen. „Wir vermitteln General Management Grundlagen, interkulturelles Verständnis und Führungsverhalten“, charakterisiert Direktor Professor Dr. Christoph Desjardins den Masterstudiengang. „Letzteres ist das Wichtigste. Nur wer seiner Führungsaufgabe gerecht wird, kann das Maximum an organisatorischen Zielen erreichen.“

Aufbau des Studiums

Die meisten MBAler starten im September oder auch im März berufsbegleitend das Programm und bleiben während der vier Semester in einer festen Gruppe zusammen. Einige nutzen die Variante, in drei Semestern das Programm zu durchlaufen und unterschiedliche Kurse zusammen mit den Vollzeit-MBAlern zu besuchen. Unabhängig vom zeitlichen Modell, absolvieren alle Nachwuchs-Manager insgesamt 19 Seminare innerhalb des General Management Tracks. Darin sind alle wesentlichen Bereiche der Unternehmensführung abgedeckt: Accounting, Economics, Finance, Human Resources, Supply Chain-Management, Marketing, Strategy und IT-Management.

Wer sich spezialisieren möchte, kann eine Vertiefungsrichtung wählen. In kleinen Gruppen arbeiten sich die MBA-Teilnehmer dann verstärkt in „International Logistics Management“, „International Sales Management“ oder „Organisational Transformation“ ein.

International und interkulturell – das sind die Kennzeichen des Kemptener MBA International Business Management & Leadership. So kommen in jedem Jahrgang rund 30 Prozent der Teilnehmer aus aller Welt. Außerdem werden alle Kurse konsequent in englischer Sprache gehalten. „Auch wer anfangs nur durchschnittliche Englischkenntnisse mitbrachte, kommuniziert nach den zwei Jahren verhandlungssicher in der Fremdsprache“, beobachtet Professor Desjardins. Schließlich wird der Stoff selbst an den Anforderungen der globalen Wirtschaft ausgerichtet. So werden alle Theorien und Werkzeuge mit Blick auf ihre Anwendung innerhalb des internationalen Managements hin erörtert.

Erfahrungen in der globalen Wirtschaft erwerben die angehenden Führungskräfte nicht zuletzt während ihres Auslandsaufenthalts. International Marketing und International Strategy werden nämlich während eines zweiwöchigen internationalen Moduls gelehrt, das an der University of Cape Town in Südafrika stattfindet. Alternativ besteht die Möglichkeit, acht Wochen an der Partneruniversität in Brisbane (Australien) zu verbringen.

Besonderheiten des Studiums

Mit Augenzwinkern nennt sich die Professional School of Business & Technology gerne selbst die „Führende“ Business School in Bayern. Grund für diese Selbstbeschreibung ist das 2013 von Christoph Desjardins und Mark Baker entwickelte „Programm zur Entwicklung von Führungspersönlichkeiten“. Im Zentrum stehen die unterschiedlichen Ebenen: die Meta-Führung (Ich-Ebene), die Makro-Führung (Wir-Ebene) und die Mikro-Führung (Du-Ebene). Konsequent ist der Masterstudiengang auf diesem Programm aufgebaut. „Wir verfolgen einen psychologischen Ansatz“, erklärt Prof. Dr. Desjardins. „Während des Programms verändern positive Impulse die Persönlichkeit und damit auch die Führungskompetenz der Teilnehmer.“

Dafür ist insbesondere das Persönlichkeits-Modul vorgesehen, das mit drei Seminaren das Thema Leadership beleuchtet. Dieses Modul hat große Ähnlichkeit mit einem persönlichen Coaching. So nehmen die Teilnehmer zunächst eine Selbstbewertung ihrer Persönlichkeit und ihrer Fähigkeiten vor. „Viele unserer Teilnehmer sind sehr sachorientiert“, schildert Prof. Dr. Desjardins. „Liegen die Probleme in einem Team auf emotionaler Ebene, dann fehlt ihnen das Instrumentarium zur Konfliktlösung.“

Zusammen mit Prof. Dr. Desjardins oder mit dessen Kollege, dem amerikanischen Psychologen Dr. Mark Baker, erstellen die MBA-Studenten deshalb Entwicklungspläne, um ihre emotionale Intelligenz und ihre Führungspersönlichkeit auszubauen. In ihrem Arbeitsalltag führen die MBAler dann zum Beispiel regelmäßig Mitarbeitergespräche, geben häufiger Feedback oder formulieren eindeutige Arbeitsanweisungen. In enger Absprache mit ihrem Dozenten überprüfen die MBAler dann, ob sie ihre Pläne einhalten und ihre Ziele erreichen. „Diesen systematischen Aufbau der emotionalen Intelligenz registrieren auch die Vorgesetzten unsere MBA-Teilnehmer“, erläutert Prof. Dr. Desjardins. „Rund 20 Prozent werden deshalb noch während des Programms befördert.

Seit dem 10.06.2015 ist der MBA International Business Management & Leadership mit der internationalen EPAS-Akkreditierung (European Program Accreditation System) ausgezeichnet. Als internationales Gütesiegel bewertet EPAS die Qualität und internationale Ausrichtung von einzelnen Programmen, wie beispielsweise MBAs. Die Akkreditierung wird durch die EFMD (European Foundation for Management Development) vergeben. In Bayern hat nur der Kemptener MBA die internationale EPAS-Akkreditierung; in Deutschland sind es nun (Stand Mai 2016) insgesamt 7 MBAs, die von der EFMD ausgezeichnet wurden.

Aufnahmeverfahren

Zu den formalen Voraussetzungen zählen der erfolgreiche Abschluss einer Universität, einer Hochschule oder einer Berufsakademie (nur Baden-Württemberg). Daneben müssen die Bewerber über eine mindestens zweijährige Berufserfahrung verfügen. Außerdem werden gute Englischkenntnisse vorausgesetzt.

Die Bewerbung erfolgt ausschließlich online.

Folgende Unterlagen werden eingereicht: Der Lebenslauf, ein Passfoto, eine Kopie des akademischen Abschlusszeugnisses (Voraussetzung: 210 ECTS-Punkte. Teilnehmer mit einem akademischen Abschluss mit weniger als 210 ECTS-Punkten müssen zusätzliche Kurse belegen und eine extra Gebühr von 2.000 Euro bezahlen), einen Nachweis über die zweijährige Berufserfahrung, einen Nachweis der Englischzertifikate (TOEFLTest: mindestens Score 80 oder IELTS Sprachtest: mindestens Band 6,5), ein kurzes Motivationsschreiben in Englisch.

Fazit

Der Studiengang eignet sich hervorragend für Menschen, die bereits in einer Führungsposition sind oder sich darauf vorbereiten und davon überzeugt sind, dass Führung zu den zentralen Aufgaben des Managements gehört. Unbedingte Voraussetzung für das Studium ist eine kritische Selbstreflektion und die Bereitschaft, die eigene Persönlichkeit weiterzuentwickeln.

Gespräch mit einer Teilnehmerin des Studiengangs

  • Kata Jahn
    Logistik-Koordinatorin bei der Mann und Hummel Gruppe

Frau Jahn warum hat es Sie ins Allgäu verschlagen, um IhrenMBA zu machen?

In meinem Erststudium Internationales Business hatte ich keinen Schwerpunkt Logistik. Jetzt arbeite ich aber seit drei Jahren in dieser Branche. Ich hatte das Gefühl, ich bräuchte noch einen theoretischen Hintergrund für meine praktische Arbeit. Die Professional School of Business & Technology an der Hochschule Kempten ist meines Wissens eine der wenigen, die einen Master mit Schwerpunkt Logistik anbietet.

Hat Ihnen das MBA-Programm tatsächlich etwas für Ihren Arbeitsalltag gebracht?

Auf jeden Fall. Zum einen habe ich jetzt das theoretische Wissen, das mir gefehlt hat. Zum anderen – und das ist vielleicht noch wichtiger – habe ich durch die anderen Teilnehmer schlagartig ein ganzes Netzwerk an Leuten, die mit ähnlichen neuen Entwicklungen konfrontiert sind, wie ich. Zum Teil sind die Teilnehmer in hohen Positionen. Ich habe jetzt eine Plattform, um mich fachlich sehr gut auszutauschen.

Wie hat das Kemptener Modell der Führungsaufgaben auf Sie gewirkt?

Ich bin davon begeistert, von den Seminaren zur Persönlichkeitsentwicklung profitierte ich sehr. Wir schrieben mehrere Entwicklungspläne zu bestimmten Verhaltensweise, die wir verändern wollten. Nach drei Monaten und dann noch zwei Mal im Abstand von je zwei Monaten besprachen wir in der Gruppe oder mit einzelnen Dozenten, inwieweit wir unsere Ziele erreichten. Das hat meinen Blick geschärft.

Haben Sie eine Verhaltensart tatsächlich ändern können?

Ich denke schon. Bevor ich den MBA gemacht habe, war ich sehr fokussiert auf die Aufgabe und habe sehr offen und direkt gesagt, was ich zu einem Thema denke. Heute habe ich vielmehr die Gesamtsituation im Blick. Ich versuche nachzuvollziehen, wie sich bestimmte Dinge auf die Menschen auswirken, welche Konsequenzen eine Maßnahme nicht nur in sachlicher, sondern auch in menschlicher Hinsicht hat.

Haben Sie Rückmeldung von Kollegen und Vorgesetzen zu Ihren Veränderungen?

Ja, aber ich habe aktiv Feedback eingefordert. Einen Kollegen habe ich gebeten, mein Verhalten bewusst zu beobachten. Das hat mir viel gebracht.

Welche persönlichen Voraussetzungen muss man für die Teilnahme am MBA-Programm mitbringen?

Man sollte auf jeden Fall sehr belastbar sein. Ich hätte nicht gedacht, dass es doch so anstrengend wird. Ich bin voll berufstätig. Die Seminare sind zwar so organisiert, dass das grundsätzlich machbar ist, auch weil man zeitlich flexibel ist. Letztlich fehlen einem aber die freien Wochenende, um sich vom Beruf zu erholen. Ich bin froh, dass ich das MBA-Programm durchgezogen habe. Es hat mir viel gebracht. Ich bin aber auch froh, wenn die Zusatzbelastung vorbei ist.

Gespräch mit einem Teilnehmer des Studiengangs

  • Robert Vogel
    Key Account Manager bei KUKA Systems GmbH

Herr Vogel, warum interessierten Sie sich für ein MBAProgramm?

Nach meinem Studium des Wirtschaftsingenieurswesens arbeitete ich etwa acht Jahre in Vertrieb und Projektabwicklung. In der Praxis fehlte es mir mitunter an theoretischen Modellen, um Management- und Führungsaufgaben optimal zu bewältigen.

Haben Sie sich mit mehreren Programmen auseinander gesetzt?

Ja, ich habe mir genau überlegt, was für mich wichtig ist und mich dann informiert. So beschränkte ich beispielsweise meine Suche auf Süddeutschland, weil ich zum erhöhten Arbeitsaufwand durch die Teilnahme am MBA-Programm nicht auch noch einen langen Anfahrtsweg haben wollte.

Warum haben Sie sich schließlich für den MBA Studiengang „International Business Management & Leadership“ der Professional School of Business & Technology an der Hochschule Kempten entschieden?

Wichtig war mir, dass alle Kurse in Englisch stattfinden. Außerdem liegt in Kempten der Fokus auf internationalem Management. Die meisten Themen in den Seminaren stehen im globalen Kontext, und zwar nicht nur im Cross Cultural Behavior Seminar, sondern auch in HR, Finance und Law. Das war und ist für mich wichtig, weil KUKA ein globaler Mittelständler ist und ich auf einer Position arbeite, wo Infos von allen internationalen Standorten zusammen fließen.

Das Programm deckte also Ihr persönliches Pflichtenheft ab?

Nicht nur das. Bei näherer Beschäftigung hat es mich sehr angesprochen, dass das Kemptener Modell der Führungsaufgaben so viel Wert auf die Entwicklung emotionaler Intelligenz legt verbunden mit dem Aufbau von Führungskompetenz. Führungskompetenz ist genau das, was ich im Erststudium nicht lernte – und es ist das, was meine Karriere unterstützen könnte.

Können Sie das Erlernte im Arbeitsalltag gebrauchen?

Auf jeden Fall, ganz bewusst ist mir dies bei einer einwöchigen Geschäftsreise nach Indien aufgefallen. Ich hatte alles sehr genau geplant – aber fast nichts davon ist so gelaufen, wie vorgesehen. Vor dieser intensiven Auseinandersetzung mit interkulturellen Aspekten und auch mit der Frage, was Kultur eigentlich ausmacht, hätte mich das verunsichert So war ich sehr offen und konnte mich auf die Gegebenheiten einlassen und so war die Reise ein Erfolg.

Welche Voraussetzungen sollten Bewerber für diesen MBA-Studiengang mitbringen?

Man sollte offen sein für Veränderungen, für die Weiterentwicklung der emotionalen Intelligenz und für die Verbesserung der eigenen Softskills. Wir diskutierten mitunter im Kreis unsere persönliche – Situation, unsere Vorstellungen und Werte. Wer wollte, konnte da viel von sich preisgeben. Wenn man sich dem verschließt, fühlt man sich vermutlich fehl am Platz.

Genaue Bezeichnung des Studiengangs

Masterstudiengang MBA „International Business Management & Leadership“

Bezeichnung des Abschlusses

Master of Business Administration (MBA)

Dauer des Studiengangs

Vier Semester, möglich sind auch drei Semester

Vollzeit, Teilzeit oder ist beides möglich?

Vollzeit in einem Jahr plus drei Monate für die Masterarbeit oder berufsbegleitend in Teilzeit.

Namen der Partnerinstitute oder -unternehmen

  • QUT Graduate School of Business der Queensland University of Technology (Brisbane, Australien)
  • University of Cape Town Graduate School of Business (Kapstadt/ Südafrika)

Kosten

16.900 Euro Studienentgelt für das komplette Studium inklusive der Unterkunft während des Auslandsaufenthaltes in Kapstadt.

Akkreditierung oder sonstige Auszeichnungen

Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst hat das MBA-Programm staatlich anerkannt.

Die Foundation of International Business Administration (FIBAA) akkreditierte das Programm ab März 2011 bis Ende Sommersemester 2018 zum zweiten Mal. Dabei zeigte sich, dass der Kemptener MBA an vielen Stellen über die Qualitäts-Anforderungen der FIBAA-Akkreditierung hinaus geht. Dazu gehört beispielsweise, dass die Kurse komplett in Englisch gehalten werden. Aber auch die Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen oder die Praxiskenntnisse der Dozenten wurden hervorgehoben.

Im Juni 2015 ist die EPAS-Akkreditierung (European Program Accreditation System) erfolgt. Das internationale GütesiegelEPAS bewertet die Qualität und internationale Ausrichtung. Die Akkreditierung wurde durch die EFMD (European Foundation for Management Development) vergeben.

Die Partneruniversitäten, die QUT Business School in Brisbane und die University of Cape Town Graduate School of Business, sind jeweils dreifach akkreditiert.

Wie viele Professoren, Mitarbeiter und Studenten gibt es?

40 bis 50 Teilnehmer pro Jahr, rund zwanzig Prozent davon kommen aus dem Ausland.
Zudem arbeiten insgesamt 8 Mitarbeiter/innen an der Professional School und es gibt insgesamt 79 Dozenten/Dozentinnen in allen Weiterbildungsangeboten.

Termine und Dauer

Beginn des Programms ist im März oder September. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Juli für das Wintersemester und am 15. Februar für das Sommersemester.

Aufnahmeverfahren

Folgende Unterlagen werden gefordert:

  • der Lebenslauf
  • ein Passfoto
  • eine Kopie des akademischen Abschlusszeugnisses (Voraussetzung: 210 ECTS-Punkte. Teilnehmer mit einem akademischen Abschluss mit weniger als 210 ECTS-Punkten müssen zusätzliche Kurse belegen und eine extra Gebühr von 2.000 Euro bezahlen)
  • einen Nachweis über die zweijährige Berufserfahrung
  • einen Nachweis der Englischzertifikate (TOEFL Test: mindestens Score 80 oder IELTS Sprachtest: mindestens Band 6,5)
  • ein kurzes Motivationsschreiben in Englisch
Alexandra Fichtl
Ansprechpartnerin MBA-Programm

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