Fernstudiengang MBA Finance, Strategie & Accounting – Hochschule Ludwigshafen in Kooperation mit der ZFH

Der MBA „Finance, Strategie & Accounting“ richtet sich an berufserfahrene Praktiker aller Fachrichtungen, die den nächsten Karriereschritt anstreben, sich als Führungskraft weiterentwickeln oder die Expertise für eine Fachlaufbahn erwerben wollen.

Im Rahmen des Weiterbildungsprogramms bietet die Hochschule auch individualisierte Zertifikatsstudiengänge: Wer (noch) keinen MBA-Abschluss anstrebt, hat die Möglichkeit, entsprechend dem persönlichen Weiterbildungsbedarf gezielt Module aus dem Studienprogramm des MBA auszuwählen. So kann sich jeder sein individuelles Zertifikatsstudium zusammenstellen. Bei einem späteren Wechsel in das MBA-Studium werden Prüfungsleistungen aus dem Zertifikatsstudium und gezahlte Studiengebühren angerechnet.

Über die Hochschule

Die Hochschule Ludwigshafen am Rhein entstand 2008 aus der Fusion der Evangelischen Fachhochschule Ludwigshafen (gegründet 1948) und der Fachhochschule Ludwigshafen am Rhein – Hochschule für Wirtschaft (gegründet 1965). Heute sind rund 4.400 Studierende an der Hochschule eingeschrieben. Insgesamt bietet sie 39 Studiengänge – in Vollzeit, berufsbegleitend, dual und als Fernstudium – zu den Schwerpunkten Betriebswirtschaftslehre sowie Sozial- und Gesundheitswesen an. Den MBA-Studiengang „Finance, Strategie & Accounting“ gibt es seit 2014.

Aufnahmeverfahren

Zum Wintersemester startet das MBA-Programm jeweils am 1. Oktober. Interessenten können sich zwischen dem 1. Mai und 15. August bewerben.

Wer zum Sommersemester das Studium aufnehmen möchte, bewirbt sich zwischen dem 1. November und 31. Januar. Das MBA-Programm beginnt am 1. März.

Die Bewerbung findet über die Website der ZFH statt. Die Anmeldung dauert etwa 20 Minuten und erfolgt unter diesem Link zur ZFH.

Nach dem Online-Anmeldevorgang wird das unterschriebene Antragsformular an die

Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen- ZFH
Konrad-Zuse-Straße 1
56075 Koblenz

geschickt – zusammen mit folgenden Dokumenten:

  • tabellarischer Lebenslauf mit Passfoto
  • Krankenkassenbescheinigung (bis zum 30. Lebensjahr)
  • ggf. Unbedenklichkeitsbescheinigung

Sie haben einen Hochschulabschluss, dann benötigen Sie für die Anmeldung

  • Nachweis des ersten Hochschulstudiums (mit Note; die Mindestnote beträgt 3,0; ansonsten ist eine Eignungsprüfung erforderlich)
  • Exmatrikulationsbescheinigung
  • Nachweis der geforderten mindestens einjährigen Berufserfahrung
  • Nachweis der Hochschulzugangsberechtigung

Ohne ersten Hochschulabschluss werden für die Anmeldung benötigt

  • Vorliegen einer Hochschulzugangsberechtigung gem. § 65 HSchG des Landes Rheinland-Pfalz
  • eine danach liegende mindestens dreijährige einschlägige Berufserfahrung bezogen auf den Studiengang gem. § 35 HSchG
  • Teilnahme und Bestehen der Eignungsprüfung gem. § 35 HSchG

Im Rahmen der Eignungsprüfung wird ein Motivationsschreiben vorgelegt, in dem nach Wahl zwei von vier vorgegebenen Themen bearbeitet werden. Der mündliche Teil besteht in einem Gespräch, in dem sich der Bewerber präsentiert.

Mehr Informationen zu den Details der Bewerbung gibt es auf dieser Seite.

Persönliches Gespräch vor der Aufnahme

Sofern die formalen Zulassungskriterien erfüllt sind, werden die Bewerber mit erstem Hochschulabschluss zum Studium zugelassen.
Auf Wunsch der Teilnehmer findet zudem ein persönliches Gespräch statt. Meist werden die Fragen der Interessenten jedoch schon in den Beratungsgesprächen geklärt. Wer keinen ersten Hochschulabschluss besitzt, muss dagegen ein Motivationsschreiben einreichen und sich in einem mündlichen Kolloquium präsentieren.

Mehr Informationen zur Eignungsprüfung sind hier zu finden.

Aufbau und Ablauf des Studiums

Das Studium besteht aus zehn Modulen. Der überwiegende Teil des Workloads (insgesamt 3.000 Stunden) ist im Selbststudium zu absolvieren, die Dozenten unterstützen die Studierenden dabei über eine Online-Lernplattform, per E-Mail oder fernmündlich. Die Inhalte werden dann während der insgesamt 30 Präsenztage vertieft, welche freitags und samstags stattfinden. Im ersten Semester gibt es 12, im zweiten Semester sechs, im dritten Semester fünf und im vierten Semester wieder sechs Präsenztage. Die Prüfungsleistungen werden in Hausarbeiten, Klausuren und Präsentationen erbracht. Nachdem die Teilnehmer alle Module absolviert haben, schreiben sie im fünften Semester ihre Masterarbeit. Für die Vermittlung der Forschungsmethoden zur gezielten Vorbereitung der Masterarbeit steht ihnen ein weiterer Präsenztag zur Verfügung.

Der gesamte Studienverlaufsplan (Stand März 2016) ist hier einsehbar.

Die Module im Einzelnen

General Management I und General Management II (Erstes Semester)

In dem Modul „General Management I“ werden bedeutende Inhalte einer allgemeinen Management- und Funktionslehre vermittelt. Die Studierenden beschäftigen sich mit Rechnungswesen, Unternehmensführung, Volkswirtschaftslehre, Investition und Finanzierung, Marketing sowie Controlling.

Führungsverhalten, Managerhandeln und Inhalte der Führungskräfteentwicklung stehen während des zweiten Moduls im Fokus, das auf Motivationslehre, Erkenntnissen der Neurowissenschaften und der Wirtschaftspsychologie basiert. Die Studierenden machen sich u.a. mit Verhandlungs- und Argumentationstechniken, Coaching, Führungsverhalten und Teammanagement vertraut.

„Financial Accounting und Unternehmensanalyse“ und „Strategisches Management & Consulting“ (Zweites Semester)

Im Modul „Financial Accounting und Unternehmensanalyse“ beschäftigen sich die Studierenden mit Externer Rechnungslegung, Bilanzpolitik und Jahresabschlussanalyse sowie mit Unternehmensanalyse und Due Diligence. Dabei wird der Ansatz verfolgt, dass Unternehmen ganzheitlich zu betrachten sind, da gestörte Abläufe zwischen den Teilbereichen des Unternehmens bzw. zwischen der Strategieentwicklung und den anderen Subsystemen (Unternehmenskultur, Organisation, Personalführung) die Umsetzung von strategischen Maßnahmenprogrammen verhindern können.

Im zweiten Modul stehen Unternehmensstrategie und Unternehmensentwicklung, Strategische Interaktion und Spieltheorie sowie Change- und Projektmanagement auf dem Lehrplan. Gerade die letztere Veranstaltung greift die im ersten Semester erörterten Wirkungen stetiger Veränderungen innerhalb und außerhalb der Organisation wieder auf und vertieft diese Inhalte.

„Corporate Finance“ und „Information Management“ (Drittes Semester)

Im dritten Semester stehen für die Unternehmensführung bedeutende, übergreifende Themen im Mittelpunkt. Die Studierenden beschäftigen sich mit den grundlegenden Ressourcen eines Unternehmens und strukturellen Grundlagen. Wie sie beispielsweise Ressourcen verfügbar machen und insbesondere den Bereich „Finance“ zu einer „Schlüsseltechnologie“ entwickeln, lernen sie in den Veranstaltungen des Moduls „Corporate Finance“: Wertorientiertes Finanzmanagement, Unternehmens- und Aktienbewertung sowie Globale Finanzmärkte und Finanzinstrumente.

Im sechsten Modul steht die Ressource „Information“ und deren Erfassung, Verwaltung, Strukturierung und Nutzung im Mittelpunkt. Die Veranstaltungen „Enterprise Resource Planning“ sowie „Strategy & Analytics“ vermitteln, wie man informationstechnische und Fühungskonzepte analysiert, um die Steuerung des Unternehmens zu optimieren.

„Unternehmensintegrität und Controlling“, „Finanzmärkte I“ und „Finanzmärkte II“ (Viertes Semester)

Im siebten Modul erörtern die Studierenden, wie man die Werte „Vertrauen“, „Glaubwürdigkeit“, „Image“ und „Gesetzes-/Regeltreue“ entwickelt und im Alltagsgeschäft einer Organisation bewahrt. Sie beschäftigen sich deshalb mit Risikomanagement, Governance & Compliance sowie Controllingkonzepten und Unternehmenssteuerung.

In dem Modul „Finanzmärkte I“ analysieren die Teilnehmer Struktur und Instrumente des internationalen Finanzsystems und erfassen systematisch Merkmale von Finanzierungs- und Investitionsentscheidungen multinationaler Unternehmen. Die Veranstaltungen sind „Financial Engineering und Strukturierte Finanzierung“ sowie „Asset Allocation“.

Im neunten Modul stehen „International Finance“ und „Kapitalmarkt-, Börsen- und Aufsichtsrecht“ auf dem Lehrplan, um die Studierenden mit den Rahmenbedingungen der finanzwirtschaftlichen Unternehmensführung vertraut zu machen.

Masterarbeit (Fünftes Semester)

Im fünften Semester schreiben die Studierenden ihre Masterarbeit. Dabei können die Studierenden zwischen einem praktisch-empirischen bzw. einem anwendungsorientierten oder einem forschungsorientierten Thema wählen. Bei der Bearbeitung wenden sie eigenständig wissenschaftliche Methoden an, die ihnen in der Veranstaltung „Forschungsmethodik“ vermittelt werden. Zudem gibt es ein Kolloquium, in dem die Studierenden das Forschungsdesign präsentieren und ihre Ergebnisse und deren Herleitung erläutern und verteidigen.

Detaillierte Informationen zu den Modulen gibt es zudem hier.

Fazit

Der MBA „Finance, Strategie & Accounting“, welchen die Hochschule Ludwigshafen am Rhein in Kooperation mit der Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen – ZFH anbietet, richtet sich an berufserfahrene Praktiker aller Fachrichtungen, die sich auf eine Führungsposition bzw. Fachlaufbahn vorbereiten und ihre Management-Kenntnisse vertiefen möchten – und dabei besonderen Wert auf ein gründliches, anwendungsbezogenes Verständnis der Zusammenhänge zwischen den erfolgskritischen Bereichen finanzwirtschaftliche Unternehmensführung („Finance“), der (kapitalmarktorientierten) Rechnungslegung und Kapitalmarktkommunikation („Accounting“), der Entwicklung, Implementierung und Überwachung von Unternehmensstrategien („Strategie“) sowie Personalführung und Coaching legen.

Wer den MBA (noch) nicht machen will, kann sich je nach Qualifizierungsbedarf aus dem Studienprogramm ein individuelles Zertifikatsstudium zusammenstellen und die erbrachten Prüfungsleistungen und entrichteten Studiengebühren auf eine späteres MBA-Studium anrechnen lassen. MBA und Zertifikatsstudium eignen sich vor allem für Studierende, die auf ein flexibles und anpassungsfähiges Studienkonzept angewiesen sind, da sich die Teilnehmer einen Großteil der Inhalte flexibel zeit- und ortsunabhängig im Selbststudium erarbeiten. Die Präsenztage dienen der Vertiefung, Festigung und Diskussion.

Der Studiengang ist auch für Teilnehmer aus weiter entfernten Orten zu bewältigen, da nur einige wenige Präsenzen je Semester in Ludwigshafen stattfinden. Mit einer Gebühr von gesamt 10.800 € bietet der MBA ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Interview mit einem Teilnehmer des Studiengangs

  • Robert Nirschl
    Teilnehmer des MBA „Finance, Strategie & Accounting“

Sie sind Teilnehmer des ersten MBA-Jahrgangs. Was haben Sie zuerst studiert?

Ich habe einen Bachelor of Science von der Hochschule Bonn Rhein-Sieg in Wirtschaftswissenschaften. Zudem bin ich gelernter Hotelkaufmann. Heute arbeite ich als Geschäftsführer einer privaten psychotherapeutischen Ambulanz und leite ein Team von 15 Festangestellten und 30 Freiberuflern.

Warum wollten Sie noch ein weiteres Studium absolvieren?

In meinem Job habe ich ein sehr breit gefächertes Aufgabengebiet, zudem entwickelt sich unser Unternehmen ständig weiter – darauf will ich mich einstellen. Ich habe länger recherchiert, welches Weiterbildungsangebot für mich in Frage kommt. Es war gar nicht so einfach, ein qualifiziertes Programm zu finden. Nachdem ich mir einen Überblick verschafft hatte, entschied ich mich letztendlich für den MBA „Finance, Strategie & Accounting“, weil er im Gegensatz zu vielen freien Anbietern von Fernstudiengängen an eine erfahrene Hochschule angebunden ist. Zudem fand ich den inhaltlichen Schwerpunkt sehr interessant, diese Punkte wollte ich gerne vertiefen. Natürlich war auch der Standort wichtig für mich. Von Karlsruhe ist die Anfahrt gut zu bewältigen.

Sie sind nun im 3. Semester. Können Sie die Inhalte aus dem Studium denn schon umsetzen?

Es gibt schon einen starken Praxisbezug für mich, eben weil ich so viele verschiedene Funktionen wahrnehme. Das gilt sowohl für den Bereich der Führungskompetenzen als auch für Inhalte aus dem Accounting oder der Unternehmensstrategie.

Wie haben Sie die Bewerbung erlebt?

Das lief bei mir recht unproblematisch. Meine Noten waren gut, außerdem hatte ich zum Bewerbungszeitpunkt schon drei Jahre Berufserfahrung – also stand der Zulassung nichts im Wege. Auch war kein persönliches Gespräch nötig.

Wie integrieren Sie das Studium in Ihren Alltag?

Es ist schon eine Herausforderung, sich auf ein berufsbegleitendes Studium einzustellen. Man muss sich für die Präsenztage Zeit nehmen, die Inhalte vor- und nachbereiten oder Hausarbeiten anfertigen. Gerade vor den Klausurphasen, am Ende eines Semesters, gibt es viel Lernstoff zu bewältigen. Manche arbeiten kontinuierlich daran, andere lernen lieber schubweise – so auch ich. Vor den Prüfungen bereite ich mich zwei, drei Wochen sehr intensiv vor – da sitzt man auch nach Feierabend noch bis 22 oder 23 Uhr am Schreibtisch. Im vergangenen Semester habe ich mir zudem noch eine Woche Urlaub genommen. In diesem Semester soll der Prüfungszeitraum jedoch etwas entzerrt werden. Einen der Teil der Klausuren schreiben wir nun schon während des Semesters – hier ist uns die Studienleitung entgegen gekommen.

Wie lange dauert es, bis sich alles eingespielt hat?

Zwar ist man schon nach einigen Wochen in diesem Lernrhythmus drin, doch eine wirkliche Eingewöhnung findet erst nach dem ersten Semester statt. In dieser Zeit gab es auch die meisten Präsenztage, da es viele Veranstaltungen zum Thema Führungskompetenzen gibt. Im zweiten Semester lernt man eigenständiger, denn dann bearbeitet man die klassischen BWL-Inhalte. Wenn man einmal ein komplettes Semester mit vielen Präsenztagen, wenig Freizeit, viel Lernen sowie Hausarbeiten und Klausuren durchlaufen hat, merkt man, dass das zu schaffen ist.

Welche Module fanden Sie besonders spannend, was dagegen weniger gelungen?

Spannend fand ich, wie spieltheoretische Ansätze auf Unternehmensstrategien angewandt wurden, auch wenn Fächer wie Finanzierung oder Investition vielleicht praxisbezogener sind. Verbesserungsbedarf gab es noch bei der Auswahl einzelner Dozenten und der Abläufe der Kommunikation. Hier entstanden vereinzelt Unstimmigkeiten im Umgang mit berufstätigen Studierenden. Die Professoren der Hochschule waren dagegen sehr gut, haben die Kritik aufgenommen und künftig werden die Teilnehmer des MBAs von unserem Feedback profitieren.

Wie ist der Austausch unter den Studierenden?

Die Atmosphäre während der Präsenztage ist sehr gut, die Kommilitonen sind hilfsbereit und wir alle empfinden den Austausch als sehr bereichernd. Die meisten Studierenden kommen übrigens aus Bereichen des Accountings in der freien Wirtschaft. Ich bin da eher eine Ausnahme.

Wem würden Sie dieses Studium empfehlen?

Generell würde ich mit dieser Entscheidung nicht allzu lange warten. Je älter man wird, desto schwieriger kann der Einstieg sein. Mit meinen 36 Jahren gehöre ich zum erfahreneren Teil meines Jahrgangs. Diesen MBA würde ich vor allem denjenigen empfehlen, die sich auf eine Führungsposition vorbereiten, sich weiterentwickeln wollen und Interesse sowie – falls die aus einem anderen Fachgebiet kommen – Talent für betriebswirtschaftliche Zusammenhänge mitbringen.

Interview mit einem Vertreter der Hochschule

  • Prof. Dr. Werner Hoffmann
    Studiengangsleiter des MBA Finance, Strategie & Accounting der Hochschule Ludwigshafen

Wie ist dieser MBA entstanden?

An der Hochschule Ludwigshafen bieten wir schon seit Jahren den Bachelorstudiengang „Finanzdienstleistung/Corporate Finance“ sowie das konsekutive Masterprogramm „Finance & Accounting“ an. Beide Studiengänge erfreuen sich großer Nachfrage, deshalb beschlossen wir, diese Kompetenzen und Kontakte in ein Weiterbildungsangebot zu übertragen. Natürlich haben wir den Studiengang auf die neue Zielgruppe zugeschnitten und ihn um Veranstaltungen im Bereich Strategie und Personalführung erweitert. Zudem unterrichten bei uns nicht nur Professoren der Hochschule, sondern auch Experten aus der Unternehmenspraxis.

Der MBA nennt sich Finance, Strategie & Accounting – gibt es einen inhaltlichen Schwerpunkt?

Bei dem Studiengang handelt es sich um ein General-Management-Programm. Wir haben uns allerdings gegen einen allgemein gehaltenen Namen entschieden, weil wir betonen möchten, dass es in der Unternehmensführung eine enge inhaltliche Verknüpfung zwischen finanzwirtschaftlicher Steuerung, Controlling, Kommunikation mit den Kapitalmärkten und Strategieentwicklung gibt.

Sie bieten den Studiengang in Kooperation mit der Zentralstelle für Fernstudien (ZFH) an. Wie sind die Zuständigkeiten verteilt?

Die ZFH kümmert sich maßgeblich um die Administration: Sie erhebt die Studiengebühren, nimmt die Bewerbungsunterlagen entgegen, stellt sämtliche Formulare für die Online-Bewerbung bereit und wickelt die Vertragsangelegenheiten ab. Sie ist auch die erste Anlaufstelle für Studieninteressierte. Wir von der Hochschule Ludwigshafen beraten die Bewerber natürlich auch, darüber hinaus liegt die gesamte inhaltliche und fachliche Organisation in unserer Verantwortung.

Wer ist Ihre Zielgruppe?

Wir richten uns an mehrere Adressaten: In unserem offenen Weiterbildungsprogramm Finance, Strategie & Accounting unterstützen wir Berufstätige aller Fachrichtungen mit dem MBA- und den Zertifikatsangeboten. Zusätzlich unterstützen wir in unserem Programmteil „Unternehmenslösungen“ Unternehmen, die eigene Weiterbildungsprojekte im Rahmen ihrer Personalentwicklung realisieren möchten, bei der Konzeption und Durchführung von Trainingsprogrammen und Inhouse-Seminaren. Die Teilnehmer können daher auch einzelne Module buchen oder die Interessenten stellen sich ein eigenes Zertifikatsstudium nach ihrem individuellen Qualifizierungsbedarf zusammen. Im MBA kommt beides zusammen. Übrigens können bei uns auch diejenigen studieren, die keinen ersten Hochschulabschluss besitzen – natürlich müssen sie dafür bestimmte Voraussetzungen wie eine Berufsausbildung, Praxiserfahrung sowie eine bestandene Eignungsprüfung erfüllen.

Welchen Hintergrund haben die Studierenden?

Viele unserer Teilnehmer arbeiten im Controlling, in der Produktion oder in der Forschung und Entwicklung.

Als Branchen sind Banken, Industrieunternehmen sowie Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Biotechnologieunternehmen vertreten. Allerdings haben wir auch Studierende, die bei Wohlfahrtsverbänden, Gesundheitsdienstleistern oder in der öffentlichen Verwaltung tätig sind. Beispielhaft möchte ich auch einen Interimsmanager mit Erfahrungen als Geschäftsführer und Finanzchef sowie einen promovierten Ingenieur mit achtjähriger Berufserfahrung nennen, die in unserem MBA-Programm studieren.

Welchen Herausforderungen stehen Ihre Studierenden gegenüber, wie kann Ihr Programm dabei helfen?

Die Weltwirtschaft entwickelt sich rasant: Neue Wettbewerber treten auf, die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden verändern sich. Das hat wiederum Auswirkungen auf die Produktmärkte sowie auf den Arbeitsmarkt – auf all diese Transformationen müssen sich Unternehmen sämtlicher Branchen einstellen. Kurzum: Strategie, Markt und Wettbewerb erfordern ständig neue und zusätzliche Qualifikationen der Mitarbeiter!

Worauf achten Sie bei der Bewerbung?

Wir prüfen die formalen Zulassungsvoraussetzungen und suchen zudem noch das Gespräch mit den Bewerbern. Dabei wollen wir die Interessenten in erster Linie dafür sensibilisieren, dass sie sich gründlich mit ihrem familiären Umfeld und Arbeitgebern abstimmen. Es ist wichtig, dass die Studierenden genügend Unterstützung erfahren, da das Studium anspruchsvoll ist. Denn einen Großteil der Inhalte erarbeiten sich die Teilnehmer im Selbststudium – dafür brauchen sie Konzentration und Zeit.

Wie viele Präsenztage gibt es?

Das ist abhängig vom jeweiligen Modul bzw. von der jeweiligen Veranstaltung. Pro Semester können die Studierenden jedoch mit fünf bis 12 Präsenztagen rechnen, der restliche Teil wird im Selbststudium absolviert – allerdings stehen die Dozenten natürlich auch in der dieser Zeit für Fragen und Anregungen zur Verfügung. Außerdem gibt es für den Austausch ja auch die Semestergruppe.

Genaue Bezeichnung des Studiengangs

MBA Finance, Strategie & Accounting

Genaue Bezeichnung des Abschlusses

Master of Business Administration (MBA)

Dauer des MBA-Programms

5 Semester

Vollzeit, Teilzeit oder ist beides möglich?

Das MBA-Programm ist nur berufsbegleitend möglich. Allerdings kann das Programm auch als Zertifikatsstudium aus einzelnen, selbst gewählten Modulen belegt werden.

Kosten des Studiums

Die Studiengebühren betragen 10.800 Euro (2.200 Euro pro Semester sowie 2.000 Euro für das Thesis-Semester). Die Gebühren für das Zertifikatsstudium hängen von der Art und Anzahl der gewählten Module ab.
Hinzu kommen die Sozialbeiträge der Hochschule Ludwigshafen in Höhe von derzeit 122 Euro pro Semester. Insgesamt zahlen die Teilnehmer somit 11.410 Euro.

Formale Voraussetzungen

  • abgeschlossenes Hochschulstudium (mit einem Notendurchschnitt von 3,0 oder besser)
  • mindestens ein Jahr Berufserfahrung nach Abschluss des ersten Studiums
  • bei einem Notendurchschnitt schlechter als 3,0 erfolgt eine Zulassung nach einer bestandenen Eignungsprüfung.

Auch ohne ersten Hochschulabschluss ist die Teilnahme an dem MBA möglich; erforderlich sind hier für die Zulassung

  • Vorliegen einer Hochschulzugangsberechtigung gem. § 65 HSchG des Landes Rheinland-Pfalz
  • eine danach liegende mindestens dreijährige einschlägige Berufserfahrung bezogen auf den Studiengang gem. § 35 HSchG
  • Teilnahme und Bestehen der Eignungsprüfung gem. § 35 HSchG

Welche Sprachen müssen die Teilnehmer beherrschen?

Die Unterrichtssprache ist Deutsch, es gibt jedoch auch Veranstaltungen auf Englisch, weshalb Sprachkompetenzen des Levels B2 (Europäischen Referenzrahmens für Sprachkurse) erwartet werden.

Prof. Dr. Werner Hoffmann
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