MBA Prozessmanagement und Ressourceneffizienz (PMR) an der Hochschule Landshut mit Abschluss „MBA & Engineer“

Der MBA Prozessmanagement und Ressourceneffizienz richtet sich an Hochschulabsolventen, die bereits seit mindestens einem Jahr als Bachelor berufstätig sind und ihr Wissen in Bereichen wie Technische Entwicklung, Logistik, Einkauf, Fertigung oder Consulting ausbauen möchten. Ebenso ist dieser MBA interessant für diejenigen, die eine Promotion anstreben und eben dazu nur durch bestimmte anerkannte Masterabschlüsse berechtigt sind.

Der MBA legt den Fokus auf den effizienten Umgang mit Ressourcen, seien es Rohstoffe, Energie oder Personal. Gefragt sind diese Kompetenzen zum Beispiel in Logistikabteilungen, im Einkauf, aber auch in sämtlichen Produktions-, Fertigungs- oder Planungsabteilungen sowie im Consulting. Er verhilft Ihnen auch die nach „Industrie 4.0“ gestellten interdisziplinären Anforderungen zu erfüllen. Dieser MBA verschafft also vielfältige Berufseinsatzmöglichkeiten sowohl als Spezialisten als auch als fachübergreifende „Allrounder“. Darüber hinaus bietet er jedem Absolventen die größtmögliche Chance, sich zu einer besonders qualifizierten analytisch, systematisch und strategisch denkenden und arbeitenden Führungskraft zu entwickeln.

Die Regelstudienzeit beträgt zwei Jahre. Studienbeginn ist Mitte September. Der Unterricht findet in der Regel Freitagnachmittag von 14 bis 19 Uhr und samstags von 8 bis 16:30 Uhr statt. Die Semester beginnen jeweils mit Blockwochen. Sie werden durch virtuelle Studienmodule und Projektarbeiten ergänzt. Im letzten Semester schreiben die Studierenden ihre Masterarbeit.

Inhaltlich geht es im Studium darum, ein Problembewusstsein für ungenutzte Kapazitäten und Ressourcen zu entwickeln, um Chancen einer nachhaltigen Wertschöpfung auszumachen und zu effizienter Kostenreduktion im Unternehmen beizutragen. Die Einsparung von CO2 ist dabei ebenfalls zu erreichen. Dies geschieht durch Fallstudien und Beispiele aus der Praxis.

Sie lernen bei uns die Methoden des Prozessmanagements wie Lean Management und Six Sigma, im Bereich der Geschäftsprozesse Lean Administration und Business Process Reengineering. Wir bringen Ihnen auch die zur Bewertung notwendigen Investitionsrechnungen bei. Mit Modulen wie Betriebswirtschaft und Führung und Effiziente Technologien runden Sie Ihre Führungskompetenzen ab.

Praxisbezug

Bei uns – einmalig in Deutschland – werden Sie zusätzlich in unserer Lean-Lernfabrik wie in der Praxis trainiert. Dazu hat die Hochschule Landshut mit der Stadt Dingolfing eigens ein Technologiezentrum, die Lern- und Musterfabrik „TZ PULS“, in Dingolfing errichtet. Auf ca. 900 Quadratmetern erfahren Sie so bereits in Ihrem Studium die Anwendung und Umsetzung des theoretisch Erlernten in die Praxis. Damit können Sie erste praktische Expertisen für Ressourcenoptimierung in einem Bereich nachweisen. Um sich mit Best Practice Beispielen weiterhin vertraut zu machen, besuchen Sie im Rahmen von Exkursionen verschiedene Unternehmen…

Professoren der Hochschule Landshut, die zudem über einschlägige Managementerfahrung in Wirtschaft und Industrie verfügen, unterrichten überwiegend auch diesen Studiengang. Einzelne Kurse übernehmen Führungskräfte und Fachexperten aus Wirtschaft und Industrie sowie Dozenten anderer Hochschulen. Darüber hinaus stehen Ihnen Mentoren aus dem Kreise der Lehrenden zur Seite, die Sie bei der Fächerwahl oder der Masterarbeit beraten. Zur Begleitung Ihres Studiums erhalten Sie zudem kostenfrei zu Beginn das von der Hochschule Landshut erstellte Buch “Prozessmanagement und Ressourceneffizienz: Der Weg zur nachhaltigen Wertschöpfung”.

Mit der Masterarbeit beenden Sie Ihr Studium. Die befasst sich in der Regel mit einer Problematik aus Ihrem Arbeitsumfeld und wird der Prüfungskommission und den anderen Seminarteilnehmern präsentiert. Im Anschluss gibt es eine Diskussion. Ist das Studium bestanden, erhalten Sie den Titel Master of Business Administration and Engineering. Mit diesem Titel erlangen Sie sogar die Berechtigung zur Promotion.

Besonderheiten des Studiums

Neben dem MBA haben Sie (gegen Gebühr) die Möglichkeit, zwei offiziell anerkannte Zusatzqualifikationen zu erwerben, den Lean Praktiker und den Six Sigma Green Belt. Diese Abschlüsse belegen, dass die jeweils grundlegenden Methoden beherrscht und eigenständig angewendet werden und im Rahmen erster Projekte eingesetzt wurden.

Aufnahmeverfahren

Bei regelmäßig stattfindenden kostenlosen Informationsveranstaltungen können Sie sich vor Ort ein Bild von den Studienbedingungen an der Hochschule Landshut und dem Technologiezentrum „TZ PULS“ in Dingolfing machen und dem Studiengangleiter, Professor Dr. Stefan-Alexander Arlt, Fragen stellen. Vorbereitungskurse in Zusammenarbeit mit der VHS Landshut stehen Ihnen offen.

Bis zum 15. Juli können Sie sich mit dem auf der Webseite der Hochschule Landshut downloadbaren Bewerbungsbogen für den Studiengang bewerben. Darüber hinaus sind ein Lebenslauf mit Passfoto, Arbeits- und beglaubigte Hochschulzeugnisse einzureichen.

Die Bewerbungsunterlagen werden von den Studiengangleitern gesichtet. Gehen mehr Bewerbungen ein als es Studienplätze gibt, entscheidet die Reihenfolge des Eingangs.

Fazit

Der MBA Prozessmanagement und Ressourceneffizienz bietet im Gegensatz zu fachspezifischen Studiengängen einen übergreifenden inhaltlichen Ansatz. Er eignet sich für alle, die sich innerhalb ihres Unternehmens mit Fragen des Ressourcenmanagements beschäftigen. Für Mitarbeiter großer und mittelständischer Unternehmen aus der Region mit einem entsprechenden Interesse ist der Studiengang die perfekte Wahl.

Besonders hervorzuheben ist die starke Praxisorientierung durch Exkursionen und Case Studies. Sie profitieren außerdem von der ausgezeichneten Ausstattung der Hochschule, besonders der Lean-Lernfabrik, in der ressourcenschonende Produktionsprozesse nachvollzogen werden können. Mit den beiden Zusatzqualifikationen, Lean Praktiker und Six Sigma Green Belt, können Sie zusätzlich Ihr berufliches Profil schärfen.

 

Interviews mit Teilnehmern und Absolventen des Studiengangs

  • Thomas Kierstein
    2. Semester MBA Prozessmanagement & Ressourceneffizienz

Was haben Sie vor Ihrem Studium an der Hochschule Landshut gemacht?

Meinen Diplomabschluss habe ich an der Fachhochschule in Regensburg im Studiengang „Produktions- und Automatisierungstechnik“ im Fachbereich Maschinenbau 2008 abgelegt. Seitdem arbeite ich in der Industrie.

Was macht für Sie das Besondere an dem Studiengang aus?

Eine herausragende Vorgehensweise ist die Lehre der unterschiedlichen Sichtweisen des „Sehen lernen“. In meiner fünfjährigen industriellen Berufserfahrung habe ich die Erfahrung gemacht, dass Sichtweisen auf die Verschwendung meist sehr begrenzt und fachbezogen sind.

Warum haben Sie sich für das Studium entschieden?

Einer der Gründe, warum ich mich für dieses Studium entschieden habe, war die Erweiterung meiner Sichtweise aus der eingeschränkten Betriebsbrille. Diese Erwartung hat der Studiengang bisher zur vollen Zufriedenheit erfüllt. Themengebiete, welche mir persönlich bisher noch fehlen, sollten durch die Fächerbeschreibung im kommenden Semester abgedeckt werden.

Welche Module fanden Sie bisher besonders spannend?

Herausragende Module waren für mich die Themen Projektmanagement, Lean Factory Design, Innovationsmanagement und das Unternehmensplanspiel waren für mich besonders spannend. Das lag vor allem an der hohen Kompetenz der Dozenten. Gerade in den oben genannten Fächern waren die Blockveranstaltungen in einem idealen Verhältnis zwischen Theorie, Diskussion und Praxisübungen aufgeteilt. Einige Module, wie die Energiemanagement-bezogenen Module und auch die Führungskompetenz, werden von externen Lehrbeauftragten durchgeführt. Die Erfahrung aus der täglichen Praxis bringt Dynamik und aktuelles Wissen aus der Wirtschaft in den Unterricht.

Gibt es auch etwas, was verbesserungswürdig ist?

Ich persönlich finde, dass bei den externen Lehrbeauftragten noch ein wenig an der Übersichtlichkeit der Unterlagen gefeilt werden kann. Durch die durchweg praktische Vorgehensweise kommt die akademische Sichtweise in diesem Bereich aus meiner Sicht ein wenig zu kurz, da alle Studenten Vollzeit und mit beiden Beinen im Berufsleben stehen.

Wie funktioniert das Lernen in der Gruppe?

Sehr positiv finde ich die recht überschaubare Gruppengröße. Jeder der Teilnehmer ist bei Übungen gefordert und hat die Möglichkeit Meinungen, Erfahrungen und Sichtweisen einzubringen. Vor allem gefallen mir die fachlichen Diskussionen aus den unterschiedlichen Bereichen und Erfahrungen der Kommilitonen zu den theoretischen Themen. Die Dozenten haben einen guten Mittelweg gefunden, diese Diskussionen in den Unterrichtsstoff zu integrieren, diese aber nicht ausufern zu lassen.

Wie läuft die Organisation des Studiengangs ab?

Das ist alles sehr vorbildlich. Informationen werden über das SB-Portal dem Studenten zur Verfügung gestellt.
Dort nicht vorhandene Informationen werden regelmäßig über das für diesen Studiengang eingerichtete Moodle-Portal zur Verfügung gestellt, beziehungsweise per E-Mail an die Studenten versandt. 
Bei allgemeinen Unklarheiten ist der Studiengangs Leiter stets bemüht, dies sofort zu klären. Die Vorlesungen sind in kleinen, auf die Gruppengröße zugeschnittenen Hörsälen organisiert und müssen so gut wie nie gewechselt werden, so dass sich im Gesamten einen angenehme Studienatmosphäre ergibt.
 Die Organisation der Vorlesungen und Prüfungen findet weit im Vorfeld statt, so dass die Studenten genug Zeit bekommen mit der Firma den benötigten Urlaub abstimmen zu können.

Was hat Ihnen das Studium bisher beruflich gebracht?

Ich konnte mein theoretisches Wissen wesentlich erweitern. Mit den praktischen Bezügen, den in Kooperation mit den Unternehmen erstellten Studienarbeiten und der gleichzeitigen Ideenumsetzung im Unternehmen wurde das Wissen fest verankert und konnte auch im Nachgang sofort mit den Dozenten diskutiert werden.

  • Thomas Noëlle
    Prozessmanager HOERBIGER Automatisierungstechnik Holding GmbH

Warum haben Sie sich für den MBA entschieden?

Ich habe mich in meinem Beruf mehrere Jahre lang mit Projekten im Bereich Lean-Management und der Reduzierung von Verschwendung beschäftigt. Nach der reinen praktischen Erfahrung war ich auf der Suche nach einer Möglichkeit, mich über eine Hochschule tiefer mit der Theorie dieses Themas auseinander zu setzen. Über eine Diplomarbeit bin ich auf die Hochschule Landshut gestoßen und habe über eine Informations-Veranstaltung die Inhalte dieses Masters kennengelernt. Vor allem die unterschiedlichen Gebiete, welche der Master abdeckt, haben mich interessiert. Ein Lean & Clean-Ansatz war mir bisher z.B. unbekannt.

Was ist das Besondere an dem Programm?

Ich denke, dass die Inhalte einzigartig sind. Viele Studiengänge haben das Thema Lean mit in ihren Lehrplan aufgenommen, aber immer nur bruchstückhaft und in sehr beschränkten Facetten. Dieser Studiengang kombiniert die meisten Bereiche eines Unternehmens miteinander und betrachtet sie unter dem Aspekt des “Sehen Lernens”. Hinzu kommt eine Prise Führungsaufgaben und Methodenkompetenz, was die Sache abrundet. In einer abschließenden Praxiswoche – welche ich vor kurzem durchlaufen habe – können alle gelernten Aspekte in einem realen werden. Diese Erfahrung war für mich bisher der Höhepunkt des Programms.

Welche anderen Institute kamen für Sie in die engere Wahl?

Ich habe kein anderes Institut in einem Umkreis von mehreren 100km gefunden, welches ein solches Programm anbietet.

Wie würden Sie Ihre Kommilitonen beschreiben?

Es sind alles sehr individuelle Personen mit großem Ehrgeiz. Jeder hat sein Fachgebiet und dies führte während der Vorlesung zu vielen sehr interessanten Diskussionen. Durch die unterschiedlichen Branchen ergaben sich viele neue Sichtweisen und man konnte seinen eigenen Horizont erweitern. Auch wenn die vielen unterschiedlichen Charaktere nicht immer der gleichen Ansicht waren, entstand eine sehr angenehme und freundschaftliche Atmosphäre und auch nach langen Hochschultagen trifft man sich im privaten Kreis anschließend gerne wieder.

Was sollten Interessierte unbedingt über das Studium wissen?

Dies Studium ist eine große Herausforderung. Es geht hier nicht im tiefgründiges, fachliches Wissen der einzelnen Fachgebiete. Es geht um das “Sehen Lernen”. In technischen Gebieten beschäftigt man sich nicht mit der Berechnung und Auslegung von Maschinen, sondern wie kann das Umfeld der Maschine gestaltet werden, dass diese effizient läuft. Die wirtschaftlichen Aspekte beziehen sich auch nicht auf die klassischen BWL-Theorien, sondern auf die eingesparten Ressourcen, welche sich durch den effizienteren Einsatz ergeben.

Die zu bearbeitenden Hausarbeiten in den einzelnen Fächern sollten wenn möglich direkt mit der täglichen Arbeit verbunden werden. Dies erspart einerseits Zeit, da ein Projekt mit dem Beruf verbunden werden kann, und erleichtert vor allem auch die Umsetzung. Das erlernte Wissen praktisch in der eigenen Firma umzusetzen, fällt um einiges leichter, als die Theorie in einem theoretischen Beispiel anzuwenden.

Wem würden Sie dazu raten, wem eher nicht?

Dieses Studium bietet sich für Personen an, welche in ihrer Firma etwas bewegen möchten und auch einmal trotz großem Widerstand Projekte “durchdrücken”, weil sie von ihrem Vorgehen überzeugt sind. “Change Management” ist eine der grundlegendsten Voraussetzung. Sich selbst von etwas Neuem überzeugen lassen, die eigene Arbeitsweise überdenken und in Frage stellen, andere von etwas Neuem überzeugen, dies sind Eigenschaften, welche ein Studieninteressierter mitbringen sollte. Erst dann ergibt dies Studium einen Mehrwert. Im Normalfall bekommen alle Personen mit diesen Eigenschaften noch während des Studiums in ihrem Unternehmen neue Aufgaben oder neue Positionen. Bei über der Hälfte meiner Kommilitonen war dies der Fall.

Wie hat sich der MBA bislang auf Ihre Karriere ausgewirkt?

Noch vor der Beendigung des Studiums wurde mir in meinem Unternehmen eine neue, interessantere Position angeboten. Durch die Hochschul-Projekte, welche ich mit der Firma verbunden habe, hatte ich Kontakt zu vielen Bereichen und wenn neue interessante Projekte anstehen, werde mir diese oft angeboten oder zumindest werde ich involviert und nach Rat gefragt. Dies öffnet viele neue Türen zu anderen Bereichen.

Gespräch mit einem Vertreter der Hochschule

  • Professor Dr. Stefan-Alexander Arlt
    Studiengangsleiter MBA Prozessmanagement & Ressorceneffizienz

Was ist das Besondere am MBA & Eng. an der Hochschule Landshut?

Die besonders hohe Praxisnähe. Eines der Alleinstellungsmerkmale unserer Hochschule ist unsere 900m² große Lern- und Musterfabrik „TZ PULS“ in Dingolfing. Somit können zentral wichtige Lerninhalte in einer realistischen Produktionsumgebung selbst erprobt und erlebt werden. Die Studierenden sind so bei Ihrer ersten Anwendung und Umsetzung in die Praxis nicht auf sich alleine gestellt. Vielmehr stehen ihnen erfahrene Coaches zur Seite. Über eine derartige Ausstattung verfügt keine andere Hochschule. Ergänzt wird dies noch durch mehrere interessante Exkursionen zu verschiedenen Unternehmen. Ein echtes Benchmarking-Erlebnis für viele.

Zum anderen legen wir auch höchsten Wert auf den wissenschaftlichen Anteil unserer Ausbildung. Unsere Dozenten sind auch solche, die aktuell als Professoren an der Hochschule lehren und bereits Ihre Führungs- und Managementexpertise in langjähriger Praxis in der Privatwirtschaft nachgewiesen haben oder zurzeit nachweisen. Unterstrichen wird dieser Anspruch beispielsweise durch das Fachbuch “Prozessmanagement und Ressourceneffizienz: Der Weg zur nachhaltigen Wertschöpfung”, welches begleitend zum Masterstudiengang von den Dozenten gemeinsam verfasst wurde.

Im Gegensatz zu einem betriebswirtschaftlichen MBA ist der MBA & Eng. technisch ausgerichtet und somit auf die Ansprüche von Wirtschaftsingenieuren, Ingenieuren, Naturwissenschaftlern und Betriebswirten mit technischem Hintergrund zugeschnitten. Dieser Abschluss berechtigt danach sogar zur Promotion.

Ein weiterer hervorzuhebender Punkt sind die parallel zum Masterstudiengang zu erwerbenden offiziell anerkannten Zusatzabschlüsse, der Lean Praktiker und der Six Sigma Green Belt. 
Diese Abschlüsse zertifizieren, dass die jeweils grundlegenden Methoden beherrscht und eigenständig angewendet werden und im Rahmen erster Projekte eingesetzt wurden.

Für welche Zielgruppe wurde er konzipiert?

Dieser Studiengang richtet sich an Interessenten/-innen mit Hochschulabschluss und Berufserfahrung, die sich für Experten- oder Führungsaufgaben in den Abteilungen Technische Entwicklung, Logistik, Einkauf, Produktion, Fertigung, Planung oder im Bereich der Beratung höher qualifizieren möchten und die vorwiegend an der Schnittstelle zwischen verschiedenen Bereichen arbeiten und sich mit der abteilungs- und funktionenübergreifenden Optimierung von Abläufen und Verfahren beschäftigen. Gerade auch diejenigen, die die nach „Industrie 4.0“ gestellten interdisziplinären Anforderungen erfüllen wollen, sollten sich hier angesprochen fühlen.

Wie würden Sie Ihre Studenten charakterisieren?

Unsere Studierenden sind häufig Querdenker, welche ganzheitlich denken, den ganzen Prozess verstehen wollen, um ihn dann zu optimieren. Sie schauen über den Tellerrand hinaus und wollen lernen, analytisch und systematisch an Dinge heranzugehen. Strategisches Vorgehen und Effizienz sollen ihre Arbeitsweise beschreiben. Sie begreifen Unternehmen als Systeme, die ganzheitlich betrachtet werden müssen. Funktionsübergreifendes, interdisziplinäres Denken und Handeln ist ihr Ziel. Dabei wollen sie auch den „Faktor Mensch“ berücksichtigen, indem sie ihre Führungsqualifikation ausbauen und ihre Kompetenzen schärfen.

Was unterscheidet Ihre Absolventen von denen anderer Universitäten?

Unsere Absolventen haben ein in sich schlüssiges Gesamtausbildungskonzept durchlaufen, das sich entgegen den üblichen funktionsorientierten Ansätzen ganz speziell auf die schnittstellenübergreifenden, interdisziplinären Aspekte konzentriert. Die einzelnen Fächer sind alle mit Bedacht konzipiert und es wurde auch viel Wert auf die Abstimmung der Inhalte unter den einzelnen Dozenten gelegt.

Ein wichtiger Faktor hierzu war, die gemeinsame Erstellung eines Studiengang-begleitenden Buches „Prozessmanagement & Ressourceneffizienz – Der Weg zur nachhaltigen Wertschöpfung“ (erschienen 2013 im Lean Media Verlag). Hervorzuheben ist auch der hohe Praxisbezug durch die eigens in Dingolfing für diesen Studiengang der Hochschule Landshut geschaffene Lern- und Musterfabrik . Auch bieten wir eine ganze Reihe von Praktika, Planspielen und Exkursionen, die das übliche Maß bei weitem übertreffen.

Wie genau läuft der Bewerbungsprozess ab? Nach welchen Kriterien erfolgt die Zulassung?

Neben der Homepage, Social Media und den Flyern bieten wir den Studierenden auf regelmäßigen Infoveranstaltungen weitgehende Informationen an. Dies wird ergänzt durch individuelle telefonische oder persönliche Gesprächstermine. Derart umfassend informiert reichen die potentiellen Interessenten ihre schriftlichen Bewerbungsunterlagen an unserem Institut für Weiterbildung ein. Wir sind stets bemüht den Interessenten dann schnellstmöglich eine Zu- oder Absage (vorbehaltlich des Erreichens der erforderlichen Mindestteilnehmerzahl) zu geben, damit die persönlichen Planungen möglichst zeitnah entsprechend ausgerichtet werden können.

Voraussetzung für eine Zulassung ist ein Hochschulabschluss einer deutschen Hochschule in einem wirtschaftsingenieur- oder ingenieurwissenschaftlichen Studiengang mit in der Regel 210ECTS-Punkten und der Gesamtbewertung „gut“ oder besser oder ein vergleichbarer in- oder ausländischer Abschluss. Zudem wird eine mindestens einjährige, einschlägige, qualifizierte berufliche Praxis im wirtschafsingenieur- und/oder ingenieurwissenschaftlichen Bereich nach Abschluss eines Hochschulstudiums gefordert.
Absolventen/-innen eines Studienganges mit Schwerpunkt (mind. 50 % der Studieninhalte) im betriebswirtschaftlichen Bereich können auf Antrag an die Prüfungskommission zugelassen werden, wenn eine mindestens zweijährige, einschlägige, qualifizierte berufliche Praxis im wirtschaftsingenieur- und/oder ingenieurwissenschaftlichen Bereich durch ein qualifiziertes Arbeitszeugnis nachgewiesen wird.

An welchen anderen Universitäten bewerben sich Ihre Studenten in der Regel noch? Was unterscheidet Sie von diesen Unis?

Es ist mir bisher noch kein vergleichbares Studienangebot an einer anderen Hochschule/Universität im berufsbegleitenden Bereich bekannt.

Wie unterstützen Sie die Studierenden, Job, Familie und Studium unter einen Hut zu bekommen?

Ein Punkt ist die Gestaltung des Stundenplans. Unsere Unterrichtseinheiten finden freitags 14.00-19.00 Uhr und samstags statt. Dies ermöglicht den Studierenden trotz der Teilnahme an einem Master eine volle Arbeitswoche abzuleisten. Außerdem stellen wir den Stunden- und Prüfungsplan mit einem Vorlauf von sechs bis neun Monaten zur Verfügung, um eine stabile Planungsbasis für die Arbeit, aber auch für Familien- und Urlaubsaktivitäten zu bieten.

Aus meiner Sicht ebenfalls ein wichtiger Beitrag zur Vereinbarung von Job und Studium ist die Prüfungsform. Etwas mehr als die Hälfte der Module werden in Form einer Studienarbeit abgeprüft. Dies hat gegenüber der „schriftlichen Prüfung“, die in konsekutiven Studiengängen meistens eingesetzt wird, mehrere Vorteile. Die Studierenden können den zeitlichen Einsatz im Rahmen der Abgabefrist von vier bis sechs Wochen wesentlich freier planen. Außerdem können Unterschiede im Vorwissen der Studierenden, die ja aus völlig unterschiedlichen Praxisbereichen kommen können, beispielsweise durch Mehraufwand bei der Literaturrecherche, besser ausgeglichen werden.

Auf welche Forschungsergebnisse der Hochschule sind Sie besonders stolz?

Unser Masterprogramm nennt sich „Prozessmanagement & Ressourceneffizienz“. Die enthaltenen Themen decken sich weitgehend mit den in den beiden Forschungschwerpunkten „Produktions- und Logistiksysteme“ und „Energie“ abgedeckten Forschungskompetenzen. Besonders stolz bin ich auf die Ergebnisse unserer Forschung im Bereich Lean. Hier laufen vier Promotionen zu Themen wie Produktionssteuerung, Controlling, Produktionssysteme, Referenzmodelle und Fabrikplanung unter Lean Aspekten. Hier haben wir sicherlich auch überregional eine Spitzenstellung aufgebaut. Meines Wissens sind wir beispielsweise immer noch die einzigen, die ein Real Time Location System in einer echten Produktionsumgebung betreiben und erforschen.

Wer sind Ihre Dozenten?

Über 60 Prozent unserer Dozenten sind Professoren der Hochschule Landshut. In diesem speziellen Studiengang lehren Professoren aus den drei Fakultäten Elektrotechnik/Wirtschaftsingenieurwesen, Betriebswirtschaftslehre und Maschinenbau. Für bestimmte Fächer wird das Kollegium gezielt durch erfahrene Berater ergänzt, um auch aktuellstes Praxiswissen entsprechend einfließen zu lassen.

Was macht für Sie persönlich den Reiz Ihrer Arbeit an der Hochschule Landshut aus?

Die Hochschule Landshut erachte ich als besonders modern ein- und ausgerichtet. Die Position als Professor bietet für mich den Vorteil, mein ganzes Spektrum an Wissen und Erfahrung „auszupacken“. Das ist interdisziplinäres Arbeiten pur. Die Kombination von Lehre, Wissenschaft und dabei auch das Forschen im Labor auf der einen Seite und die enge Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Industrie, die Mitarbeit in diversen Verbänden und Gremien auf der anderen Seite lassen mich bestimmt nie rosten. Auch menschlich finde ich es sehr interessant. Man hat mit vielen verschiedenen Persönlichkeiten – auch international – zu tun.

Auch dieser Studiengang zeigt ein bisschen von dem interdisziplinären Denken und Gestalten. Er wurde aus dem besten von drei verschiedenen Fakultäten und zwei Forschungsschwerpunkten zusammengestellt.

Bezeichnung des Abschlusses

Master of Business Administration and Engineering (MBA & Eng.)

Regelstudienzeit in Monaten

24 Monate

Vollzeit, Teilzeit oder beides möglich?

Teilzeit

Namen der Partneruniversitäten

Die Hochschule Landshut kooperiert u.a. mit folgenden Hochschulen

  • Anglia Ruskin University, Cambridge
  • German Jordanian University, Amman
  • Novia University of Applied Sciences, Turku
  • Shanghai Normal University, Shanghai
  • Texas Tech University, Lubbock
  • University of South Carolina Upstate, Spartanburg
  • Université Robert Schuman, I.U.T., Strasbourg

Kosten des Studiums

Pro Semester fallen Gebühren in Höhe von 4.875 € je Semester an, inklusive Prüfungsgebühr und Studentenwerksbeitrag.
In diesem Studiengang können zwei weitere Zusatzabschlüsse erworben werden. Folgende Gebühren fallen dafür an:

  • Lean Praktiker: 1.490 €
  • Six Sigma Green Belt: 2.490 €

Die Kosten für berufsbegleitende Programme werden teilweise vom Unternehmen übernommen und sind steuerlich absetzbar.

Formale Voraussetzungen für den Studiengang

  • ein Hochschulabschluss einer deutschen Hochschule in einem wirtschaftsingenieur- oder ingenieurwissenschaftlichen Studiengang mit in der Regel 210 ECTS-Punkten und der Gesamtbewertung „gut“ oder besser oder ein vergleichbarer in- oder ausländischer Abschluss
  • Absolventen eines Studienganges mit Schwerpunkt (mind. 50 % der Studieninhalte) im betriebswirtschaftlichen Bereich können auf Antrag an die Prüfungskommission zugelassen werden, wenn eine mindestens zweijährige, einschlägige, qualifizierte berufliche Praxis im wirtschschaftsingenieur- und/oder ingenieurwissenschaftlichen Bereich durch ein qualifiziertes Arbeitszeugnis nachgewiesen wird.
  • eine mindestens einjährige, einschlägige, qualifizierte berufliche Praxis im wirtschafsingenieur- und/oder ingenieurwissenschaftlichen Bereich nach Abschluss eines Hochschulstudiums.
  • Es gelten grundsätzlich die Zulassungsvoraussetzungen nach dem Bayerischen Hochschulgesetz.

Welche Sprachen muss ein Bewerber können?

Deutsch

Akkreditierung

Der Masterstudiengang Prozessmanagement und Ressourceneffizienz wurde von der Akkreditierungskommission für Studiengänge, ASIIN, im März 2014 akkreditiert.

Wie viele Professoren und Studenten gibt es?

An den fünf Fakultäten der Hochschule Landshut unterrichten insgesamt 110 Professorinnen und Professoren und über 100 Lehrbeauftragte. Im Wintersemester 2013/2014 waren etwa 4.800 Studenten immatrikuliert.

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Renate Ketzer

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By | August 24th, 2016|Kommentare deaktiviert für MBA Prozessmanagement und Ressourceneffizienz (PMR)
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