Executive Master of Insurance (E.M. Insurance) der Ludwig-Maximilians-Universität München

Das EMBA Insurance der LMU richtet sich an Professionals mit und ohne wirtschaftswissenschaftliche Vorkenntnisse, die ihr Profil durch Expertise im Bereich Risikomanagement und Versicherung schärfen wollen.

Aufnahmeverfahren

Der nächste Jahrgang startet stets zum Wintersemester. Bewerbungsschluss ist jeweils der 15. Juli.

Ablauf des Bewerbungsverfahrens: Im ersten Schritt der Bewerbung werden folgende Dokumente verlangt:

  • vollständig ausgefüllter Antrag auf Bewerbung zum Eignungsverfahren, hier abrufbar
  • Lebenslauf
  • Lichtbild
  • Nachweis der (Fach-)Hochschulreife in Kopie
  • Nachweis des (Fach-)Hochschulabschlusses in amtlich beglaubigter Kopie
  • Nachweis über mindestens zweijährige Berufserfahrung
  • Motivationsschreiben
  • gegebenenfalls Empfehlungsschreiben des Arbeitgebers
  • falls zutreffend Nachweis über ausreichende Deutschkenntnisse

Die Bewerbung ist zu richten an:
Ludwig-Maximilians-Universität München
Institut für Risikomanagement und Versicherung (INRIVER)
z.H. Sekretariat Frau Corinna Rupp
Schackstr. 4, 3. Stock
80539 München
www.EMInsurance.de

Persönliches Gespräch

Ein persönliches Auswahlgespräch findet nicht zwingend statt. In Einzelfällen behält sich die Studiengangsleitung ein solches Interview vor, beispielsweise wenn es Unklarheiten oder Nachfragen bezüglich der Bewerbung gibt.

Aufbau und Ablauf des Studiums

Das Studium besteht aus sieben Modulen sowie einer Masterarbeit. Die Leistungsprüfungen werden im Anschluss an das jeweilige Modul in Form von Klausuren, aber auch durch mündliche Prüfungen oder Seminararbeiten erbracht.

Die Unterrichtseinheiten finden an fünf bis sechs Seminarwochen (Samstag bis Samstag) sowie an zehn Wochenendblöcken (Freitag bis Sonntag) statt.

Die Module im Einzelnen

Modul 1 – Grundlagen


  • Quantitative Methoden
  • Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre

Modul 2 – Allgemeine Wirtschaftswissenschaften

  • Allgemeine Betriebswirtschaftslehre
  • Allgemeine Volkswirtschaftslehre

Modul 3 – Institutionelle Aspekte und betriebswirtschaftliche Funktionen im Versicherungsunternehmen

  • Versicherungsmanagement und -­ökonomie
  • Risikotheorie
  • Versicherungsmarketing
  • E­Insurance und Geschäftsprozesse im VU

Modul 4 – Finanzmanagement und Rechnungslegung I

  • Unternehmensbewertung
  • Corporate Finance
  • Controlling

Modul 5 – Finanzmanagement und Rechnungslegung II

  • Rechnungslegung im VU inkl. Übung
  • Aktuelle finanzwirtschaftliche Entwicklungen 
inkl. Übung
  • Risikomanagement im VU inkl. Übung

Modul 6 – Markt und Regulierung

  • Recht und Regulierung der Versicherungsmärkte
  • Corporate Governance

Modul 7 – Projekte und Anwendungen

  • Versicherungswissenschaftliche Projekte
  • Planspiel Versicherungsmanagement
  • Masterarbeit

Über die Hochschule

Die LMU München kann auf eine 500-jährige Geschichte zurückblicken. Heute forschen und lehren über 700 Professoren in 18 Fakultäten, der Geistes-, Kultur-, Rechts-, Wirtschafts-, Sozial-, Medizin- und Naturwissenschaften. Rund 52.000 Studenten sind derzeit an der LMU eingeschrieben. Die Universität wird im Rahmen der Exzellenzinitiative gefördert. Der Executive Master of Insurance wird seit dem Wintersemester 2007/08 angeboten und ist an das Institut für Risikomanagement und Versicherung Fakultät Betriebswirtschaft angegliedert. Der Executive Master of Insurance wird in Kooperation mit dem Berufsbildungswerk der Versicherungswirtschaft in München e.V. (BWV München) angeboten. Das BWV München wurde 1949 gegründet und fungiert seitdem als Partner der Münchner Versicherungswirtschaft im Bereich der Überbetrieblichen Ausbildung und der berufsbegleitenden Weiterbildung.

Fazit

Der Executive Master of Insurance der Ludwig-Maximilians-Universität München richtet sich an Professionals, die eine Karriere in der Versicherungsbranche anstreben. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie ein betriebswirtschaftliches Erststudium haben oder nicht.

Der Master zeichnet sich durch eine enge Betreuung der Teilnehmer aus und ist für Studierende geeignet, die sich ein universitäres Umfeld wünschen. Die theoretische Exzellenz, aber auch hohe Praxisnähe wird durch Professoren der Ludwig-Maximilians-Universität sowie weiteren hochkarätigen Dozenten aus anderen Hochschulen und akademischen Praktikern sichergestellt. Die Teilnehmer profitieren davon, ihren Abschluss an einer der größten und angesehensten Universitäten Deutschlands machen zu können, zumal sie ein sehr gutes Netzwerk am Versicherungs-Standort München erwartet. Mit 28.500 Euro liegt das Programm im leicht höheren Preissegment.

Interview mit einer Absolventin des Studiengangs

  • Gespräch mit Sabine Gosch
    Absolventin des Executive Master of Insurance der Ludwig-Maximilians-Universität München (2007-2009)

Wie sah Ihre Ausbildung vor dem EMI aus?

Ich habe in Tübingen und im Elsass VWL und BWL studiert, außerdem verbrachte ich unter anderem ein Jahr in den USA. Ein internationales Umfeld war mir immer wichtig. Meine Karriere begann rund um Logistik und Vertrieb, über diese Schiene bin ich auch zu meinem jetzigen Arbeitgeber, Munich Re, einem führenden Rückversicherer, gekommen.

Warum wollten Sie ein weiteres Studium absolvieren?

Über mein spezifisches Geschäftsfeld wusste ich sehr gut Bescheid, hier hatte ich als Underwriterin auch einige Erfahrung gesammelt. Allerdings war die Versicherungsbranche insgesamt neu für mich und ich wollte mir Basiswissen aneignen. Neugierig war ich auf Input insbesondere im Thema Risikomanagement, auch die mathematischen Grundlagen interessierten mich. Vom Angebot der LMU habe ich über das Intranet meines Unternehmens erfahren, es hat mich von Anfang an sehr angesprochen.

Haben Sie sich auch andere Weiterbildungsangebote angesehen?

Das habe ich. Auch an eine Promotion hatte ich gedacht. Allerdings wollte ich meine Aufgabe, die ich sehr spannend finde, nicht vernachlässigen sondern durch mehr Wissen bereichern. Dafür fehlte den anderen Angeboten der Fokus auf die Versicherungsbranche. Der EMI hat mich optimal in meinem Berufsleben unterstützt.

Wie erlebten Sie die Bewerbung?

Zunächst informierte ich mich bei der Personalabteilung, inwiefern mein Arbeitgeber mich unterstützen würde. Dieser Rückhalt war mir sehr wichtig. Glücklicherweise legt Munich Re sehr viel Wert auf eine hochwertige Aus- und Weiterbildung, fördert deshalb finanziell und durch freigestellte Zeit. Mein Bewerbungsprozess für diesen ersten EMI-Jahrgang war weniger formalisiert als heute. Es gab viele Gespräche und Telefonate im Vorfeld. Doch nachdem ich meine Bewerbungsunterlagen eingereicht hatte, erhielt ich schnell eine Zusage und schrieb mich an der LMU ein.

Wie war es, an die Universität zurückzukehren?

Ich habe das sehr genossen, da ich zu dem Zeitpunkt bereits sieben Jahre gearbeitet hatte. Es war toll, wieder Zeit dafür zu haben, mich weiter zu entwickeln, Kommilitonen zu treffen und mit ihnen zu diskutieren. Im Beruf ist man doch sehr ins Tagesgeschäft eingebunden, für mich war es damals wertvoll, etwas Abstand zu gewinnen und zu erfahren, was andere in der Versicherungsbranche bewegt.

Allerdings ist die Belastung nicht zu unterschätzen. Mir hat die Struktur des Studiengangs sehr geholfen, weil ich schnell und gerne im Austausch mit anderen lerne. Für mich waren also die zahlreichen Präsenztage, intensive Studienwochen und interaktive Module von enormem Vorteil. Außerdem hatten wir Studierenden eine Lerngruppe, – vor allem vor Klausuren trafen wir uns ein paar Male die Woche, um für zwei Stunden zu lernen. Zu einigen meiner Kommilitonen habe ich übrigens noch heute Kontakt.

Gibt es eine Veranstaltung, die Ihnen besonders gut gefallen hat?

Mir haben die Mathematik-Grundlagen sehr viel Spaß gemacht. Ich bin jeden Tag von Aktuaren umgeben, im Studium habe ich ihre Perspektive kennengelernt. Das hat mir so manches „Aha“-Erlebnis beschert. Auch beim Thema Risikomanagement habe ich viel dazugelernt. Die Dozenten haben die Inhalte sehr anschaulich vermittelt.

Inwiefern hat Ihnen das Studium konkret weitergeholfen?

Durch das Studium habe ich zum einen meine Belastbarkeit beweisen können. Bei internen Bewerbungsgesprächen, in denen es darum ging, eine Führungsaufgabe zu übernehmen, kam der EMI immer wieder zur Sprache. Durch das Studium hatte ich zudem den Mut, mich für ein konzernübergreifendes Projekt zur Einführung eines Risikokontrollsystems zu bewerben. Das hätte ich mir vorher sicher nicht zugetraut.

Was sollte man bei einem berufsbegleitenden Studium bedenken?

Das Studium ist eine zeitliche Belastung, daran gibt es keinen Zweifel. Jeder der ein solches Studium erwägt sollte seinem Partner sowie seinem Arbeitgeber gegenüber ehrlich sein – und natürlich auch sich selbst gegenüber. Man sollte sich fragen, ob man neugierig genug ist und sich noch einmal auf akademischem Niveau arbeiten möchte. Meine Bilanz über den Mehrwert des Studiums ist eindeutig positiv.

Interview mit einer Teilnehmerin des Studiengangs

  • Linda Schaub
    Studierende des Executive Master of Insurance der Ludwig-Maximilians-Universität München (4. Semester)

Wie sah Ihre Ausbildung vor dem EMI aus?

Ich habe Betriebswirtschaftslehre studiert, ebenfalls an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Eigentlich hatte ich geplant, einen konsekutiven Master an mein Bachelorstudium anzuschließen; aber da ich wegen eines Auslandsaufenthalts ein Semester mehr als üblich gebraucht hatte, konnte ich meine Ausbildung nicht direkt fortsetzen. Die Masterstudiengänge starten nämlich nur zum Wintersemester. Deshalb habe ich ein Praktikum bei der Allianz begonnen. Nach zwei Monaten wurde eine Stelle in meinem Team frei und ich wurde erfreulicherweise übernommen. Ich arbeite derzeit im Bereich Group Accounting & Reporting als Referentin.

Weshalb haben Sie sich dann entschlossen, noch den EMI zu studieren?

Der Wunsch einen Master zu machen, ist geblieben. Schon als ich bei der Allianz anfing, habe ich mit meinem Vorgesetzten über die Möglichkeit eines berufsbegleitenden Studiengangs gesprochen. Da ich schon an der LMU studiert habe, kannte ich das Angebot des EMI bereits. Außerdem hatte ich während des Bachelorstudiums einige Vorlesungen am Lehrstuhl von Professor Richter gehört, der EMI vertieft diese versicherungsspezifischen Inhalte noch weiter.

Für mich war das eine gute Ergänzung zu meinem Beruf. Zudem stand für mich fest, dass ich in der Versicherungsbranche bleiben wollte. Es kristallisierte sich also schnell heraus, dass der EMI am besten zu meinen Vorstellungen passte – schließlich ist die LMU eine renommierte Universität und der Standort München hat mir natürlich auch zugesagt.

Wie lief die Bewerbung ab?

Zuerst suchte ich alle Unterlagen zusammen, formulierte mein Motivationsschreiben und füllte die Bewerbungsformulare aus. Mein Chef kümmerte sich um das Empfehlungsschreiben. Außerdem habe ich selbst noch Kontakt zu Frau Händler, der Ansprechpartnerin des Programms aufgenommen, da ich mir nicht sicher war, ob ich genug Berufserfahrung besaß. Ich hatte zu dem Zeitpunkt 17 Monate bei der Allianz gearbeitet und war zuvor noch als Werkstudentin beim Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen tätig gewesen.

Frau Händler hatte mir bereits signalisiert, dass dies ausreichen dürfte und tatsächlich bekam ich ein paar Wochen später meinen Zulassungsbescheid. Ein persönliches Gespräch war nicht mehr nötig, da ich ohnehin den Kontakt zur Hochschule gesucht hatte.

Wie ist das Studium aufgebaut, wie viel Zeit müssen Sie aufwenden?

Das Studium ist sehr gut aufgeteilt. Im ersten Semester werden mehr Klausuren geschrieben, als im zweiten oder dritten Semester. Das passt sehr gut zum Motivationsverlauf, denn gerade in den ersten Wochen ist man sehr einsatzfreudig. Zudem gab es zwischen den Klausuren und Präsenzphasen immer etwas Luft, was ich sehr angenehm fand. Natürlich gab es auch Wochen, in denen mehrere Präsenz- und Lernwochenenden aufeinander folgten. Das war schon ziemlich fordernd. Ich habe dennoch versucht, regelmäßig Sport zu treiben oder meine Freunde zu treffen. Aber in sehr kompakten Phasen kam das natürlich etwas zu kurz.

Wie ist die Atmosphäre unter den Studierenden? Welchen Hintergrund haben Ihre Kommilitonen?

Die Atmosphäre ist sehr gut, wir sind während der ganzen Zeit zu einem richtigen, kleinen Team zusammengewachsen. Meine Kommilitonen kommen aus unterschiedlichen Versicherungsunternehmen oder auch aus der Beratung. Außerdem haben sie ganz verschiedene Hintergründe: natürlich sind viele Betriebswirte dabei, aber auch Informatiker, Juristen oder Wirtschaftsingenieure. Dass wir uns bald nicht mehr so oft sehen werden, stimmt uns natürlich traurig.

Konnte der EMI Ihnen im Berufsalltag schon konkret weiterhelfen?

Definitiv, ich verstehe die Zusammenhänge viel schneller. Nach dem Bachelor fehlten mir noch viele Inhalte. Diese Grundlagen konnte ich mir aneignen, insofern hat mich der EMI bereits von Anfang an in meinem Job unterstützt. Außerdem baut der Studiengang auch das Verständnis für andere Bereiche aus. Beispielsweise habe ich meine Seminararbeit im Bereich Marketing geschrieben. So habe ich vertieft, wie wichtig die Marke für ein Versicherungsunternehmen ist. Es gibt in unserer Branche schließlich kein Produkt, an das die Leute ihr Herz hängen können.

Wurden Ihre Erwartungen an das Studium so weit erfüllt?

Auf jeden Fall, zwischen meinen beiden Studiengängen lagen knapp zwei Jahre, deshalb kann ich beide Programme gut vergleichen. Die Vorlesungen des EMI sind wesentlich angenehmer: wir studieren in kleinen Gruppen, haben renommierte Professoren ganz für uns, führen intensive Diskussionen und nehmen an interaktiven Vorlesungen teil. Außerdem war das ganze Studium sehr praxisorientiert, auch viele unserer Dozenten kamen aus der Praxis.

Generell gefragt, für wie wichtig halten Sie Weiterbildung neben dem Beruf?

Für mich war dieser Master-Studiengang sehr wichtig. Erst im Nachhinein habe ich gemerkt, wie sehr mir die versicherungsspezifischen Inhalte weiterhelfen. Darüber hinaus halte ich Weiterbildung für sehr wichtig, da man so lernt, über den eigenen Tellerrand hinaus zu blicken. Indem man neue Perspektiven bekommt und das große Ganze versteht, kann man auch seinen eigenen Job viel besser machen. Klar ist aber auch, dass so ein berufsbegleitendes Studium viel Disziplin und Durchhaltevermögen erfordert. Es muss einfach zur aktuellen Lebensphase passen.

Gespräch mit einem Vertreter der Hochschule

  • Prof. Dr. Andreas Richter
    Akademischer Geschäftsführer des Executive Master of Insurance der Ludwig-Maximilians-Universität München

Wie ist dieses Executive-Programm entstanden?

Die Entwicklung dieses Studiengangs war schon etwas Besonderes. Er entstand auf Initiative der Münchner Versicherungswirtschaft. Die Praxis bewegte, wie sich im Zuge der Bologna-Reform das Studierverhalten und der Arbeitsmarkt verändern würden. Man wollte einen berufsbegleitenden Master entwickeln, der zu den neuen Rahmenbedingungen passte.

Wie verlief die Zusammenarbeit zwischen Universität und Wirtschaft?

Es gab zwei Arbeitsgruppen, die sich mit den inhaltlichen sowie organisatorischen Aspekten beschäftigten. Bei letzteren haben wir uns sehr an den speziellen Anforderungen der Versicherungsbranche orientiert. Bei den Inhalten war es natürlich wichtig, dass die Entscheidungshoheit bei der Universität lag. An einigen Stellen, wenn es beispielsweise hinsichtlich der inhaltlichen Studienschwerpunkte verschiedene Alternativen gab, haben wir uns mit den Praxisvertretern abgesprochen.

Ein anderes Beispiel war die Frage, wie viele Module auf Englisch unterrichtet werden sollten. Da war es ebenfalls wichtig, Feedback von der Wirtschaft zu bekommen. Insgesamt hat die ausgezeichnete und intensive Kooperation dazu beigetragen, das Profil des Studiengangs zu schärfen und ein Programm mit einer ausgewogenen Mischung aus Theorie und Praxisnähe zu entwickeln.

Inwiefern hat sich das Programm seit seinem Start im Wintersemester 2007/2008 verändert?

Mittlerweile haben wir an einigen Stellen nachgefasst. Beispielsweise hatten manche Teilnehmer ohne betriebswirtschaftlichen Hintergrund bei den Grundlagenkursen zu kämpfen. Sie zweifelten deshalb in der Anfangsphase, ob sie es durch das Programm schaffen würden. Letztendlich haben sie alle den Abschluss gemacht, aber wir haben nachgesteuert und bieten gerade in den ersten Semestern Hilfestellungen an, um eventuelle Unterschiede der Hintergründe besser auszugleichen.

Welchen Hintergrund haben Ihre Studierenden?

Wir haben viele Betriebswirte, aber auch Teilnehmer mit einer ganz anderen Ausbildung. Zum Beispiel schreiben sich viele Juristen bei uns ein, darüber hinaus haben wir Studierende aus den verschiedenen Disziplinen, wie sie es in der Versicherungsbranche gibt. Das Durchschnittsalter liegt bei etwa 30 Jahren. Wir stellen allerdings fest, dass vermehrt jüngere Teilnehmer zu uns kommen – also Bachelorabsolventen, die nach ihrem ersten Hochschulabschluss in den Beruf gegangen sind.

Was wollen Ihre Teilnehmer mit diesem Abschluss erreichen?

Zum einen kommen Quereinsteiger zu uns, die noch keinen betriebswirtschaftlichen Erstabschluss haben. Für sie ist dieser Master sehr geeignet, da wir nicht nur versicherungsspezifisches Wissen, sondern auch betriebswirtschaftliche Grundlagen vermitteln. Bei den jüngeren Teilnehmern mit Bachelorabschluss steht vor allem der Wunsch im Vordergrund, durch einen Master gezielt ihre Karriere voranzutreiben.

Worauf achten Sie bei der Bewerbung?

Eine kleine Kommission sichtet die Unterlagen aller Bewerber. Besonders interessant sind für uns die Empfehlungs- und Motivationsschreiben. Daraus erfährt man eine Menge über die Bewerber. Außerdem ist uns Praxiserfahrung sehr wichtig. Dass die Teilnehmer sich austauschen und diskutieren, macht so einen Executive-Studiengang schließlich aus. In Einzelfällen behalte ich mir außerdem ein persönliches Gespräch vor.

Wenn uns eine Bewerbung ungewöhnlich erscheint oder wir Nachfragen – insbesondere zur Berufserfahrung – haben, laden wir die Interessenten zu uns ein. In der Regel haben die Bewerber aber ohnehin schon im Vorfeld Kontakt zu uns aufgenommen, um sich über das Programm zu informieren. Das ist auch sehr wichtig, jeder Teilnehmer sollte wissen, was auf ihn zukommt.

Welche Angebote erwarten die Teilnehmer noch?

Da München einer der größten Versicherungsstandorte der Welt ist, haben die Teilnehmer die wichtigsten Akteure direkt vor der Haustür. An unserem Institut veranstalten wir zahlreiche Vortragsreihen und Kaminabende, davon profitieren sie natürlich sehr. Unsere Executive-Studierenden sind immer die ersten, die sich dafür anmelden.

Was zeichnet Ihre Absolventen aus?

Unsere Absolventen sind Experten für die Versicherungswirtschaft, außerdem haben sie eine solide betriebswirtschaftliche Ausbildung und verfügen über das nötige Handwerkszeug, um komplexe Sachverhalte zu analysieren. Mir ist auch wichtig, dass wir ihnen einen kritischen Blick vermitteln und dass sie die Studieninhalte in ihrer Komplexität und Tiefe verstehen. Die enge Zusammenarbeit während des Studiums und die vielseitigen Gelegenheiten zur Diskussion bringen es auch mit sich, dass Absolventen des Executive Master of Insurance sich durch ein besonders hohes Maß an Teamfähigkeit auszeichnen.

Bezeichnung des Studiengangs

Executive Master of Insurance

Bezeichnung des Abschlusses

Executive Master of Insurance (E.M. Insurance)

Dauer

24 Monate

Partner-Institute oder Unternehmen

Der Studiengang wurde in enger Kooperation mit der Versicherungswirtschaft entwickelt. Zu den beteiligten Unternehmen gehören u.a. Allianz, Münchener Rück, Versicherungskammer Bayern und WWK.

Vollzeit, Teilzeit oder ist beides möglich?

Das Master-Programm ist nur berufsbegleitend möglich.

Kosten des Studiums

Die Studiengebühren betragen insgesamt 28.500 Euro (in drei Raten zahlbar). Hinzu kommen die Reisekosten für drei Seminarwochen.

Formale Voraussetzungen

  • abgeschlossenes Hochschulstudium
  • mindestens zweijährige Berufserfahrung (versicherungsnah)
  • positives Ergebnis eines Eignungsfeststellungsverfahrens

Welche Sprachen muss ein Bewerber können?

Es werden gute deutsche und englische Sprachkenntnisse verlangt.

Wie viele Professoren, Mitarbeiter und Studierende gibt es?

Pro Jahrgang werden maximal 25 Teilnehmer zugelassen, bisher haben 77 Absolventen das Programm erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt gibt es 26 Dozenten, die das Programm inhaltlich verantworten. Drei Mitarbeiterinnen der LMUMünchen sowie der BWV München e.V. sind für Organisation und Administration des Studienganges zuständig.

Tanja Händler
BWV München e.V.

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